14.07.2022 - 10:49

EnBW baut 800 HPC-Ladepunkte an Globus-Filialen

Das Einzelhandelsunternehmen Globus baut gemeinsam mit der EnBW die Ladeinfrastruktur an seinen Markthallen bundesweit aus. Insgesamt sollen über 800 HPC-Ladepunkte an über 60 Standorten installiert werden. Der Aufbau soll Ende dieses Jahres beginnen.

Die Planungen sehen dabei nicht einzelne Schnelllader auf den Parkplätzen vor den Baumärkten vor, sondern größere Anlagen: Im Schnitt werden 13 Schnellladepunkte pro Standort mit einer Ladeleistung von bis zu 300 kW entstehen. Es dürfte sich also um die bei EnBW üblichen Alpitronic Hypercharger HYC300 handeln.

Die Abrechnung der Ladevorgänge ist über alle gängigen Zahlungsarten möglich, also Ladekarten und -Apps diverser Anbieter – nicht nur über das „EnBW mobility+“-Angebot. Perspektivisch soll es für registrierte Globus-Kunden einen eigenen Ladetarif geben: „Für registrierte Globus-Kundinnen und -Kunden sind weitere Vorteile, wie etwa Laderabatte über die ‚Mein Globus’-App in Planung“, heißt es dazu in der Mitteilung.

An rund 20 der Globus-Markthallen errichtet die EnBW Überdachungen mit eigenen Photovoltaik-Anlagen – ähnlich wie an den eigenen HyperHubs. Damit soll nicht nur lokal Strom für die Ladepunkte erzeugt werden, die Dächer bieten auch einen Schutz bei schlechtem Wetter.

„Die Zusammenarbeit von Globus und der EnBW zeigt wunderbar, wie sich das Laden in den Alltag integriert“, sagt Timo Sillober, der als Chief Sales & Operations Officer der EnBW dort auch den Bereich E-Mobilität verantwortet. „Die Kundinnen und Kunden laden ihr Auto ganz bequem, während sie ihre Einkäufe erledigen. So haben sie nebenbei genug Strom in der Batterie für die Alltagsfahrten der kommenden zehn bis 14 Tage – ganz ohne Umweg zur Tankstelle. E-Autos laden dort schnell voll, wo sie ohnehin stehen.“

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Für die EnBW ist die Kooperation mit Globus bei weitem nicht die erste Zusammenarbeit mit einem Einzelhändler oder einer Baumarkt-Kette: So gibt es EnBW-Ladepunkte bei Bauhaus und anderen Baumarktketten wie Hellweg und Toom oder Immobilieninvestoren wie der Deutschen Konsum REIT-AG, zu deren Ankermietern Obi, Rewe und Netto gehören. Auch mit Rewe hat die EnBW eine Lade-Kooperation.

Zu Globus zählen laut dem Unternehmen 51 SB-Warenhäuser, 90 Baumärkte und sechs Elektrofachmärkte in Deutschland. Im Dezember 2021 wurde bekannt, dass Tesla auch einige Supercharger an Globus-Standorten bauen wird. „Wir leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz und wichtiger noch, wir bieten unseren Kunden einen neuen Service und geben ihnen die Möglichkeit, ebenfalls einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, sagt Nils Behrens, Leiter Tank- und Waschstraßengeschäft Deutschland bei Globus. „Gleichzeitig sind die Kooperation und der Ausbau der Ladepunkte bei Globus ein Bekenntnis zur Mobilität der Zukunft sowie eine sinnvolle Ergänzung unseres bisherigen Angebots an Lademöglichkeiten.“
Quelle: Info per E-Mail

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6 Kommentare zu “EnBW baut 800 HPC-Ladepunkte an Globus-Filialen

  1. Sebastian

    Ja wie denn nun? Kürzlich sagte man dass Tesla an jedem Globus Standort supercharger verbaut. Jetzt also beide oder nur EnBW? So wie sich diese Meldung hier liest, scheint wohl Tesla raus zu sein.

    • Dirk

      Das ist eine sehr gute Frage.

      Denn auch die Pfalzwerke haben bereits Schnelllader bei Globus errichtet und Globus selbst hat 11KW Ladestationen an allen Häusern aufgebaut.

      Wenn da jetzt noch Tesla und EnBW hinzukommen, wird das ganz schön voll auf dem Parkplatz.

      Ich vermute eher, dass nicht jeder CPO an jedem Standort vorhanden sein wird, sondern das aufgeteilt wird.

  2. Kerstin

    Ich fahre seit 2,5 Jahre eine Zoe in MVP
    Das Laden ist immer wieder eine große Herausforderung.
    Wann wird endlich gehandelt und nicht nur versprochen?
    Meine Freude an der E-Mobilität ist auf dem Tiefpunkt.
    MfG
    Kerstin

    • O. Zerbst

      Ich fürchte ein absehbares Abflachen der Zahl der eAuto-Zulassungen, wenn die Eigenheimbesitzer zunehmend „versorgt“ sein werden in einigen Jahren. Bisher sind es nach meinem Eindruck im Kollegen- und Bekanntenkreis nämlich fast ausschließlich Eigenheimbesitzer (des Ladens zu Hause wegen), die sich auf ein eAuto einlassen. Klar, hat auch mit den Neuwagenpreisen zu tun jene Korrelation.
      Es bleibt spannend.

      • Nörgler

        Versorgungstechnisch wird sich das schon regeln. Es wird eben eine neue Generation von „Tankstellen“ geben, zum Teil aus Umwandlung der alten. Bei durchschnittlicher Fahrpraxis genügt es, einmal pro Woche an die Zapfsäule zu fahren. Da tun sich Strategien auf. Sorge dürfte einem eher der krasse Preisunterschied machen zwischen privatem Laden und dem Tankstellenstrom.

      • Sebastian

        O. Zerbst
        .
        Das Ziel ist es, das Auto fahren nur noch für 10% der Bevölkerung erschwinglich ist. Das hat nichts mit Verschwörung zu tun, sondern ist offensichtlich in seiner Entwicklung.
        .
        Das selbe beim Wohnungsbau. Jetzt hat man die Käfighaltung von Hühner verboten, so wegen Auslauf und so, und im Gegenzug soll das Eigenheim verbooten werden und die Leute in Wohnbunker gepfercht werden.

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