05.09.2022 - 10:35

Kaufland & Lidl bieten Ladestrom künftig kostenpflichtig an

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Die Zeiten des Gratisladens sind vorbei: Auch Kaufland und Lidl bieten den Ladestrom an ihren Säulen ab dem 12. September nicht mehr kostenlos an. Überraschend kommt dieser Schritt jedoch nicht.

Die zur Schwarz-Gruppe gehörenden Ketten Lidl und Kaufland hatten zwar vor einiger Zeit eine eigene App eingeführt, um den Ladevorgang zu starten. Das Laden selbst blieb aber weiterhin kostenlos. Doch schon im Juni gab es Medienberichte, wonach auch Lidl und Kaufland das Laden kostenpflichtig machen könnten.

Ab dem 12. September wird dieser Schritt nun also vollzogen. Demnach soll an AC-Ladepunkten eine Kilowattstunde mit 0,29 Euro berechnet werden. An DC-Ladepunkte mit einer Leistung von bis zu 149 kW sollen es 0,48 Euro/kWh sein. An Standorten mit einer Ladeleistung ab 150 kW soll die Kilowattstunde sogar 0,65 Euro kosten.

Mit dem Ende des kostenlosen Ladens soll laut Medienberichten der weitere Ausbau sowie die Instandhaltung der Ladestationen gewährleistet werden.

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Lidl und Kaufland betreiben derzeit in Deutschland rund 1.300 Ladepunkte. Im Mai hatte die Schwarz Gruppe angekündigt, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2022 europaweit rund 6.200 neue Ladepunkte für Elektroautos an den Filialstandorten ihrer Handelssparten Lidl und Kaufland zu errichten.

Seit Juni bietet wie berichtet Aldi Süd den Ladestrom an seinen rund 500 Ladesäulen nicht mehr kostenlos an. Der Discounter verlangt an AC-Ladern 29 Cent pro Kilowattstunde, an DC-Säulen hingegen 39 Cent je kWh – in dem Fall auch für den AC-Ladepunkt. Eine Unterscheidung nach Ladeleistung gibt es bei den Gleichstromladepunkten allerdings nicht.

Bei der Handelskette Rewe gibt es von Anfang an Ladestrom nur gegen Bezahlung. Im November 2021 wurden entsprechende Vereinbarungen mit Shell und EnBW getroffen, um Schnellladesäulen an den Filialen von Rewe und Penny zu bauen. Kurze Zeit später wurde eine Erweiterung der Partnerschaft mit Allego bekannt, in deren Rahmen HPC an 100 Filialen entstehen sollen. Zudem betreibt Fastned einige Ladepunkte an Rewe-Filialen.
sueddeutsche.de

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12 Kommentare zu “Kaufland & Lidl bieten Ladestrom künftig kostenpflichtig an

  1. Christian Altmeier

    Klar ist das im ersten Moment schade. Auch ich habe den Gratis-Strom gerne mal mitgenommen… Wenn ich denn mal ne freie Säule bekommen habe. Wenn selbst das Autohaus um die Ecke seine Stromer zum Kaufland fährt, um diese dort kostengünstig zu laden, ist das mit der Verfügbarkeit halt eben so ein Ding.

    Zudem werden die Gratis-Säulen zumindest in meiner Ecke nur sehr zögerlich gewartet, wenn mal was kaputt ist. Es beschwert sich auch keiner, weil kost ja eh nix. Das wird sich in Zukunft hoffentlich ebenfalls ändern.

    Ich finde die Einführung eines Bezahlmodells OK. Gerade für den genannten Preis von 0,29 EUR AC. Billiger lade ich zuhause derzeit auch nicht. Für mich gilt bei Lidl/Kaufland zudem das gleiche wie zuvor bei Aldi: Nun habe ich keine Vorbehalte mehr, einen dieser Supermärkte bei längeren Strecken aus der Routenplanung auszunehmen. Und eine bessere Verfügbarkeit wird auch gegeben sein, weil hier jetzt nur noch derjenige lädt, der es muss. Ich glaube unterm Strich ist es (sofern die Schwarz-Gruppe dafür sorgt, dass die Säulen funktionieren) für alle ein Gewinn.

    • Christian Altmeier

      Ich meinte natürlich „einzubeziehen“ und nicht „auszunehmen“.

      • Reinhard

        Ich habe auch gerne den Gratisstrom bei Lidl in Hammersbach/Hessen mitgenommen an der Ladesäule bis 50 kW und meine Einkäufe dort getätigt…nun aber kostet es 0,48 EUR das finde ich heftig…mein jetziger Stromvertrag bietet 0,34…bei 0,29 wäre ich weiterhin Lidl Kunde geblieben

        • Robert Baum

          Ich glaube, für LIDL ist‘s trotzdem
          unterm Strich
          nun so finanziell besser als vorher.

  2. Tobias

    Die Information zu den AC-Ladekosten bei Aldi ist falsch.

    An Standorten mit Schnellader kostet auch das AC-Laden 39ct/kWh.

    • Daniel Bönnighausen

      Vielen Dank für den Hinweis. Habe den Punkt im Artikel entsprechend angepasst.

    • Ventura Salvatore

      Finde ich richtig schade, für die Personen die ihr Auto anschließen ,und danach in das Geschäft einkaufen gehen. Aber sehr gut für die wo ihr Auto anschließen und im Auto mit dem Handy spielen, oder sogar welche die sich einen Film anschauen auf denn großen Bildschirm am Auto.

    • Kat

      Ich finde es prinzipiell ja ok das es was kostet. Aber es geht nur mit Kreditkarte zu bezahlen. Ich habe aber keine Kreditkarte. Nehm ich meine RFID Karte, hab ich voll die hohen Kosten und hab kürzlich für 1 KW über 90 Cent bezahlt. Ist von Enbw.
      Würde gern einfach anders bezahlen. PAYPAL oder was weiß ich. Ob sowas wohl noch kommt?

  3. Lars

    Also in Berlin sind von 10 Lidl Ladesäulen meistens 1-2 in Funktion. Wartung ist ganz schlecht .
    Das es etwas kosten wird war klar aber solche Shell Wucherpreise zahlt keiner , wir jedenfalls nicht. Da kann man bei Tesla oder neu Globus schneller laden und deutlich billiger .
    Globus 150KW für 36 Cent mit 9 Euro Monatsabo
    Greenway 90 KW 36 cent
    Also wir fahren kein Lidl mehr an ( laut LIDL App haben wir ca. 600 Euro / Monat dort gelassen ) Kunden kann man vergraulen , kein Problem gehen wir woanders einkaufen.

  4. Helmut

    Die 29 Ct AC sind noch okay, 48 Ct DC aber zu teuer. Bitte das Ladenetz auch ausbauen !! In Heidenheim gibt es je 2x Aldi, Lidl und Kaufland Filialen – insgesamt aber gerade einmal 2 AC Ladepunkte bei einem Lidl, das ist deutlich zu wenig, da muß sich dringend etwas tun. Dazu kommt noch das dünne und teure AC Ladenetz der Stadtwerke mit Blockiergebühr an den AC Säulen schon nach 2 Stunden !! So ist E-Mobilität leider für die Mehrheit nicht praxistauglich, wenn man eben nicht zuhause Laden kann.

  5. Michael

    29 ct sind fair. Hoffentlich blockieren nun nicht die ganzen AC-Schnarchlader den günstigeren Anschluss.

  6. Rolf Reinhart

    Klar, es ist für alle ein Gewinn, wenn es künftig was kostet.

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05.09.2022 10:39