10.11.2022 - 11:44

Farizon Auto zeigt E-Transporter und kabinenlosen E-Lkw

Die Geely-Nutzfahrzeugtochter Farizon Auto gewährt einen Ausblick auf künftige Produkte. Dazu gehört eine auf den Namen SuperVAN getaufte Plattform für eine Familie von elektrischen Transportern, die 2024 auf die Straßen rollen sollen. Unabhängig davon hat der Hersteller jüngst 300 Millionen US-Dollar Kapital eingesammelt.

Farizon Auto besteht seit 2016 und strebt in China eine Führungsrolle bei emissionsfreien Nutzfahrzeugen an. Dazu hatte die Marke vergangenes Jahr bereits einen E-Lkw namens Homtruck mit voraussichtlichem Produktions- und Auslieferungsstart in 2024 präsentiert. Den Homtruck soll es sowohl als rein elektrische Version mit Batteriewechsel-Option als auch in einer Hybridausführung mit Methanol-Brennstoffzelle geben.

So weit, so bekannt. Jetzt legt Farizon mit der SuperVAN-Plattform nach. Diese wurde auf Basis der Geely Multi-Purpose Architecture (GMA) entwickelt und unterstützt die Entwicklung verschiedener Modelle, „etwa mit langem oder kurzem Radstand, als Personentransporter oder mit Pritschenaufbau“, heißt es in einer begleitenden Mitteilung. Technische Details nennt Farizon noch nicht, aber es gibt bereits konkrete Pläne: In der zweiten Jahreshälfte 2023 sollen in China erste SuperVAN-Fahrzeuge den Testbetrieb aufnehmen und ab 2024 die Serienproduktion und die Auslieferungen beginnen. Dabei hat Farizon eigenen Angaben zufolge neben Asien, Australien und Südamerika auch den europäischen Markt im Auge.

Als weitere Neuheit zeigt Farizon unter der Bezeichnung Homtruck Cabless ein am oben genannten E-Lkw angelehntes Modell ohne Fahrerkabine. Das Fahrzeug soll auf autonomes Fahren gemäß Level 4 ausgelegt sein und wurde „speziell zum Einsatz in begrenzten Betriebsumgebungen entwickelt“. Die neue Lkw-Variante verfügt dem Entwickler zufoge über eine robustere Schutzhülle als der Lkw mit Kabine – sowie über eine Reihe von Sensoren, die die Arbeitsumgebung während des Betriebs vollständig erfassen sollen. Die Antriebstechnik teilen sich beide Lkw-Varianten, wobei Farizon noch keinerlei Leistungsdaten zum Antrieb publik gemacht hat.

Auch in Europa könnte Farizon Auto künftig als Marke in Erscheinung treten. Die Geely-Marke gibt bekannt, die globale Markteinführung ihrer Produkte beschleunigen zu wollen, indem sie ein „Compliance-Entwicklungssystem für Exportprodukte“ und  gleichzeitig „lokale F&E-Zentren, Knocked-Down-Fabriken und operative Niederlassungen“ einführt.

Unabhängig davon kündigt die Geely-Tochter an, seine Fahrzeuge für Kunden in China künftig mit satellitengestützten Funkionen ausstatten zu wollen. Dies werde durch die Zusammenarbeit mit Geespace ermöglicht, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Geely Technology Group und Chinas erstem privaten Entwickler, Betreiber und Massenproduzenten von kommerziellen Satelliten in niedriger Umlaufbahn, heißt es dazu in der begleitenden Mitteilung.

Die Kapital-intensiven Produktanläufe finanziert Farizon unter anderem durch die Einbindung von Investoren. Bei seiner ersten externen Finanzierungsrunde sind laut Angaben des Herstellers von Ende Oktober mehr als 300 Millionen US-Dollar zusammengekommen. Angeführt wurde die Runde von Hidden Hill Capital.
global.geelycv.com (Produkte), global.geelycv.com (Kapitalbeschaffung)

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