VW ID. Polo kommt in vier Leistungsstufen

Vor dem Markstart des ID. Polo im kommenden Jahr hat Volkswagen weitere Details zu seinem E-Kleinwagen veröffentlicht. Darunter sind auch die Leistungsdaten der vier Antriebs- und zwei Batterievarianten.

Vw id polo technik
Bild: Volkswagen

Nach der Premiere des noch im Harlekin-Design getarnten ID. Polo kurz vor der IAA im September hatten jetzt erste Journalisten die Möglichkeit, bei einem „Covered Drive“ den kommenden E-Kleinwagen der Wolfsburger zu fahren. In diesem Zuge hat VW nun auch konkrete, technische Daten zum Antrieb veröffentlicht – was zur IAA-Premiere noch gefehlt hatte. Zwar ist über VW und die Schwestermodelle bei Cupra und Skoda schon durchgesickert, dass die Top-Versionen 166 kW leisten sollen, gerade aber zu der Basisvariante, also dem lange erarteten 25.000-Euro-Modell, hat VW bisher geschwiegen.

Jetzt steht fest, dass der ID. Polo in insgesamt vier Antriebsvarianten kommen wird. Die kleinere Batterie wird mit 85 oder 99 kW Antriebsleistung auf den Markt kommen, die größere Batterie wird mit 155 und 166 kW angeboten – die Leistungsstufe mit 166 kW wird im Falle von VW aber als ID. Polo GTI vermarktet. Bei dem Motor handelt es sich in allen Fällen um die eigens für die Frontantriebs-Modelle entwickelte APP290, die gemäß der VW-Namensgebung 290 Nm Drehmoment bietet. Ebenfalls komplett neu ist der Inverter, bei VW „Pulswechselrichter“ genannt. Dieses Bauteil wurde ebenfalls intern entwickelt und wird auch intern gebaut, was zu den Kostenvorteilen und dem Einstiegspreis von rund 25.000 Euro beitragen soll.

Neben den Antrieben stehen nun auch die Daten zu den beiden Batterie-Versionen fest. Seit der Vorstellung des Showcars ID.2all im Jahr 2023 war klar, dass es zwei unterschiedliche Batterien geben wird – eine LFP-Batterie für einen günstigen Einstiegspreis und eine NMC-Variante für bis zu 450 Kilometer Reichweite. Die beiden Antriebsversionen mit 85 und 99 kW werden serienmäßig mit dem LFP-Akku angeboten, der 37 kWh nutzbaren Netto-Energiegehalt bietet – den Bruttowert kommuniziert VW nicht. Das soll gemäß der vorläufigen Angaben WLTP-Reichweiten von bis zu 300 Kilometern ermöglichen. Die genauen Werte dürfte es erst zum Vorverkaufsstart geben, der für April 2026 geplant ist.

Die maximale Ladeleistung des LFP-Akkus beträgt laut VW 90 kW, der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent soll rund 27 Minuten dauern. Bei 37 kWh Netto-Energiegehalt müssen also 25,9 kWh in 27 Minuten in den Akku fließen – was einer durchschnittlichen Ladeleistung von 58 kW entspricht. Das AC-Laden ist mit 11 kW möglich und wird also unter vier Stunden dauern.

Der NMC-Akku für 450 Kilometer (vorläufiger) Reichweite kommt auf einen Netto-Energiegehalt von 52 kWh. Bei der Studie ID.2all wurde noch kein Energiegehalt genannt, nur die angepeilte Reichweite. Wir hatten damals auf 55 bis 60 kWh geschätzt, tatsächlich ist der Akku etwas kleiner. Während die vorläufige Reichweite zwar bis zum Serienmodell gleich gelblieben ist, hat VW die Ankündigung bei der Ladezeit nicht ganz erreicht: 2023 war von 20 Minuten die Rede, tatsächlich sind es 23 Minuten und 130 kW Peak-Ladeleistung.

ID. Polo kleiner AkkuID. Polo großer Akku
AntriebFWDFWD
Leistung85/99 kW155/166 kW
Drehmoment290 Nm290 Nm
Beschleunigung
Höchstgeschwindigkeit
WLTPReichweiteca. 300 kmca. 450 km
Batteriekapazität37 kWh52 kWh
Ladeleistung DC90 kW130 kW
Ladezeit DC 10-80%27 min23
Preis

Um den größeren Akku im ID. Polo von zehn auf 80 Prozent zu laden, sind 36,4 kWh nötig. Wenn diese Energiemenge in 23 Minuten übertragen werden soll, sind dazu im Schnitt 95 kW nötig. Bei 130 kW im Peak dürfte diese Leistung aber nur kurzzeitig gehalten werden, wenn sich am Ende ein Schnitt von 95 kW ergibt – oder die Leistung bricht nach einem längeren Plateau stark ein. Die genaue Ladekurve hat VW noch nicht veröffentlicht.

Bei beiden Akku-Varianten wird übrigens die Einheitszelle von PowerCo verwendet. Dabei handelt es sich um eine prismatische Zelle in der immer gleichen Größe, die aber mit unterschiedlichen Zellchemien gefüllt werden kann – angepasst auf das jeweilige Fahrzeug. Die Einheitszellen werden nach dem Cell-to-Pack-Prinzip im Unterboden verbaut, die bisherige Modul-Ebene von den anderen MEB-Fahrzeugen entfällt also. „Das reduziert den Preis, den Bauraum und das Gewicht, sorgt für ein effizienteres Thermomanagement und erhöht die Energiedichte um rund zehn Prozent“, erklären die Wolfsburger.

Da die Frontantriebs-Plattform im MEB neu ist, musste auch das Fahrwerk von Grund auf neu entwickelt werden – somit konnte es exakt auf den ID. Polo abgestimmt werden. Aber auch hier standen die Kosten-, Raum- und Gewichtseffizienz über allem. Vorne hat der ID. Polo eine MacPherson-Vorderachse und hinten eine „besonders kompakt bauende“ Verbundlenker-Hinterachse. „Das Zusammenspiel dieser beiden neuen Achsen ist geprägt durch ein Höchstmaß an präziser Linearität – ein Fahrverhalten, das dem Fahrer ein maximales Feedback vermittelt und so für spürbar mehr Sicherheit sorgt“, heißt es in der Mitteilung. Ob es der große Sub-Trunk der Studie unter dem eigentlichen Kofferraum auch in das Serienmodell geschafft hat, bestätigt VW noch nicht. Auf Schnittzeichnungen ist aber ein großer, leerer Raum zwischen den Hinterrädern zu sehen – an genau jener Stelle, wo sich vermutlich das große Staufach befindet. Bilder gibt es noch nicht – irgendwas muss sich VW ja noch für die eigentliche Weltpremiere aufheben.

Während sich der ID. Polo GTI mit sportlicher gezeichneten Stoßfängern etwas vom Standard-Modell abheben wird, sind die Abmessungen des ID. Polo seit der IAA bekannt: Das Modell ist 4,05 Meter lang bei einem Radstand von 2,60 Metern, 1,82 Meter breit und 1,53 Meter hoch. Neu ist, dass VW auch die Leergewichte nennt: Mit der 37-kWh-Batterie sind es 1.512 Kilogramm, mit dem 52-kWh-Akku 1.515 Kilo. Dass die LFP-Akkus mit ihrer geringeren Energiedichte oft gleich viel wiegen als die NMC-Akkus mit höherem Energiegehalt, hat sich zum Beispiel schon beim Mercedes CLA gezeigt: Auch dort sind die Exemplare mit dem 58-kWh-LFP-Akku und der 85 kWh großen NMC-Batterie nahezu gleich schwer.

Die Basis für den ID. Polo und seine Schwestermodelle ist die neu entwickelte Frontantriebs-Variante des MEB+. „Durch den neu konstruierten und effizienten E-Antrieb wurde die Komplexität und damit die Anzahl der Bauteile und das Gewicht reduziert – Parameter, über die Volkswagen die Kosten und den Verbrauch senken konnte. Darüber hinaus bietet der elektrische Frontantrieb an Bord des ID. Polo klare Raumvorteile“, so VW. Dank des Frontantriebskonzepts soll der ID. Polo Platz für fünf Personen samt 435 Litern Gepäck bieten.

Bis zu 1,2 Tonnen Anhängelast

Der ID. Polo ist recht genau so groß wie der aktuelle Verbrenner-Polo, soll im Innenraum aber 19 Millimeter mehr Platz bieten. Und auch der Kofferraum ist größer: Der Verbrenner fasst maximal 351 Liter. „Durch dieses Plus an Raum wird der viertürige und fünfsitzige ID. Polo mehr als jeder seiner Vorgänger zu einem Allrounder, der nicht nur auf das Leben in der Stadt spezialisiert ist, sondern auch weit über die urbanen Grenzen hinaus den Alltag mit Freunden und Familie meistert“, so VW. In einer Grafik ist zu sehen, dass der ID. Polo auch mit einer Anhängerkupplung angeboten wird – mit 75 kg Stützlast und immerhin 1.200 kg Anhängelast.

Laut den Wolfsburgern wurde „jedes Detail des Innenraums komplett neu designt und konstruiert“. Hervorgehoben wird etwa „das ergonomische Zusammenspiel aus digitalen und physischen Bedienelementen sowie die horizontale Architektur der Armaturentafel“. Das Digital Cockpit besteht aus einem 10,25 Zoll großen Bildschirm, in der Mitte ist ein 13 Zoll großer Touchscreen für das Infotainment platziert.

Ob direkt zum Start des Vorverkaufs im April 2026 alle vier Antriebe verfügbar sein werden, hat VW vorab noch nicht bestätigt. Wahrscheinlich ist, dass es zunächst eine Antriebsvariante geben wird und später die Komplexität in der Produktion gesteigert wird. Somit könnte der 25.000-Euro-ID.-Polo noch etwas auf sich warten lassen, falls VW zunächst mit dem großen Akku beginnt.

Quelle: Info per E-Mail

40 Kommentare

zu „VW ID. Polo kommt in vier Leistungsstufen“
dare100em
15.12.2025 um 13:52
Was mich interessieren würde, ist die tatsächliche Antriebskonfiguration. Wenn 290 Nm das Limit für die 150 kW+ Varianten sind, dann muss bei den kleinen Antriebsvarianten ja eher Richtung 200 Nm gedacht werden. Das ist im Umfeld schon eher am unteren Range, selbst ein e-Corsa / Pegeut 208 e hat 260 Nm. Andererseits sind rund 1.500 kg für heutige Verhältnisse schon fast ein Leichtgewicht.
Mike
15.12.2025 um 18:36
Die Antriebsleistung hat nicht unbedingt etwas mit dem Drehmoment zu tun. Jedoch, je höher die Antriebsleistung ist, desto höher ist auch die Energie die bei der Rekuperation in den Akku zurück gespeichert werden kann.
dare100em
16.12.2025 um 08:01
Leistung = Drehmoment x Drehzahl. Ein sehr grundlegender Zusammenhang, den man im Maschinenbau Studium früh lernt. Gerade beim Elektromotor, dessen Drehmoment ab Drehzahl 0 in voller Höhe anliegt, gilt dies um so deutlicher. Ein Getriebe gibt es hier nicht. Bei 290 Nm Drehmoment und 85 kW Leitung müsste ab einer Drehzahl von 2.800 min^-1 das Drehmoment deutlich begrenzt werden. (85 kW / 290 Nm * 9550) Bei 290 Nm Drehmoment und 155 KW Leitung erst ab 5.100 min^-1. Aber ja, es könnte auch eine sehr frühe Begrenzung für die niedrigen Leistungsklassen geben. Das halte ich aber für unwahrscheinlich, da es dann kaum eine Differenzierung bis ca. 80 km/h geben dürfte, da ja die Leistungskurve zu Beginn gleich ist. Vermutlich wird man das Drehmoment für die kleineren Leistungsstufen auf rund 200 Nm begrenzen. Sicher ist das natürlich nicht.
Stefan
16.12.2025 um 09:20
Danke für die Formel. Ist nicht mein Fachgebiet. Aber Ich denke nun zu verstehen warum der Corsa meiner Frau schneller auf 100 km/h ist als mein Kona, obwohl mein Kona 395nm und der Corsa ja nur 260nm hat und beide 100kw Antriebe haben. Der Kona kommt zwar vom Stand her schnell weg, muss aber schnell auch wieder gedrosselt werden. Corsa ist zwar langsamer beim anfahren kann aber die Leistung länger konstant halten.
Christian
16.12.2025 um 13:13
Das Dremoment der EM sagt nicht viel aus ohne die Übersetzung zu kennen. Da die meisten eFzg nur eine Gang haben ist das eben Entscheident wie schnell das Fahrzeug beschleunigt. Jetzt kann man diese natürlich besonders kurz machen. Aber damit sinkt die Höchstgeschwindigkeit oder man muss die maximale Drehzahl anheben. Und höhere Drehzahlen erhöhen den Verbrauch.
dare100em
16.12.2025 um 10:15
So ist es. Bei Verbrennern baut sich das Drehmoment erst auf, liegt dann (bei Turbomotoren) meist ab 1.500 bis 2.500 min^-1 voll an, um irgendwann wieder abzufallen. Bei Elektromotoren ist das Drehmoment sofort auf max. Höhe, fällt aber in oberen Drehzalbereichen aufgrund unterschielicher Themen (Thermisch, Feldschwäche, usw.) ab.
Peter Dieter Albrecht
15.12.2025 um 14:23
Wir haben dieses Auto schon lange bestellt. Der Garagist kann aber noch nicht bestellen...Wir treten jetzt von unserem Auftrag zurück und werden bei der Konkurrenz günstig einkaufen.
Markus
16.12.2025 um 11:57
Das ist natürlich eine Hiobsbotschaft für VW. :-) Oder anders gesagt. Wen interessiert das hier?
Oliver
15.12.2025 um 16:52
Aha.
Julian
15.12.2025 um 14:28
Citroen bekommt im e-C3 44 kWh LFP netto unter bei kleinerem Radstand & Breite. Ist die Batterie(und vor allem die Zellen) bei Citroen massiv höher? Falls nicht, ist es Irgendwie schon enttäuschend. Aufwändig neu entwickeltes Modell mit platzoptimierten Zellen in perfekt abgestimmtem Batteriekasten und dann kann man gar nicht auftrumpfen. Oder wird das LFP-Modell nicht voll belegt um einen relevanten Abstand zum NMC-Modell zu bekommen und das Einstiegmodell nicht zu attraktiv zu machen? Allerdings wirken die 52 kWh NMC da natürlich auch nicht überwältigend. Oder setzt man bewusst weit unten an, weil man ja noch ganz neu in der Zellfertigung ist? Das ist das Maß, dass man den eigenen Zellen blind zutraut, und erfahrene Zulieferzellen könnten theoretisch 30% mehr? Fragen über Fragen... Irgendwie hatte ich neben der besseren Effizienz die größere Kapazität schon gedanklich eingepreist* und so mit einem wirklichen Fortschritt bei der Elektromobilität im Kleinwagensegment gehofft. Jetzt bleibt halt mehr Auswahl und viel "ja, aber" ("ja, aber die Effizienz gleicht aus", "ja, aber ein zusätzlicher "Pendler-"/"Zweitwagen** "aus der VW-Gruppe" ) *Nicht einmal bei der Ladeleistung kann die neue Batterieplattform punkten. **Kann den Ausdruck nicht mehr hören
Lanzu
20.12.2025 um 11:30
Die 44 kWh sind brutto, es sind 42 netto. Mal abwarten, ob der ID. Polo überhaupt weniger Reichweite hat. Der e-C3 verbraucht deutlich zu viel. Die vorläufige Angabe beim VW ist 300km gegenüber 325 km bei Citroen. Der Abstand bei der Reichweite damit kleiner als beim Energiegehalt.
Philipp
16.12.2025 um 14:38
Ich denke es geht um den Preispunkt. Jede kWh kostet Geld. Dazu ist der eC3 vermutlich nicht umsonst ein "SUV", die Zellen bauen da vermutlich höher. Der ID Polo ist der Höhe nicht viel höher als ein Verbrenner Polo, was schon beeindruckend ist aber eben wenig Platz für hohe Zellen lässt.
Tim N.
15.12.2025 um 15:21
52 kWh in dem kleinen Auto sind sehr, sehr gut --- falls PowerCo, Gotion & Co. zeitgerecht liefern können.
Ernst Logert
16.12.2025 um 10:18
Alles „relativ“. Ich habe in meinem jahrzehntelangen bisherigen Autofahrerleben quasi nie an Autobahntankstellen gehalten oder getankt, einfach weil meine diversen verschiedenen Autos jeweils 800, 900.. oder noch mehr km schafften und schaffen bis zum nächsten Tankstopp. Und „Sozialpausen“ mache ich ebenfalls nicht an Autobahnraststätten, sondern viel lieber und ruhiger an kleinen Parkplätzen meist mit Restroom. Und nach 5 Min. geht‘s weiter.
P.Albert
22.12.2025 um 13:12
Wen interessiert das hier, wie ein Dieseldieter mit seinen veralteten, umweltbelastenden Antrieben pausiert? Thema verfehlt ,es geht um den neuen Polo.
Werner B.
15.12.2025 um 16:02
Leider keine Information zu V2X. Hallo Redaktion, könnt Ihr da mal nachhaken?
Matthias
15.12.2025 um 16:38
Soweit ich weiß hat VW bislang nur den 77 kWh Akku für V2X (mit begrenzter Entnahme) freigegeben. Man will wohl "upselling" betreiben: "Sie wollen V2X? Kein Problem, dafür gibt es den ID.4".
Peter
15.12.2025 um 16:08
Das Kofferraumvolumen ist ordentlich größer als beim ID.3 (385 l). Nicht schlecht. In Kombination mit Anhängelast kann man auf jeden Fall nicht sagen, dass VW nicht auf Kundenwünsche eingehen würde. Auch 166 kW mit FWD bei Nässe oder Glätte bestimmt "spannend" zu fahren sein werden.
Matthias
15.12.2025 um 17:02
"Darüber hinaus bietet der elektrische Frontantrieb an Bord des ID. Polo klare Raumvorteile“, so VW. Vor allem bietet es den Vorteil das seit dem Golf vorherrschende Frontverbrennungsmotordenken nicht ändern zu müssen. Das Tesla Model S hat bereits 2012 gezeigt dass E-Motor im Heck, später auch vorne, klare Raumvorteile hat wenn man konsequent baut. Sogar beim winzigen Smart ForTwo ist der Antrieb bei jeder Art hinten, mit darüber bequem gelegenem Kofferraum, und vorne gibt es Platz für Knautschzone und weit einschlagbare Vorderräder mit kleinem Wendekreis, genau das was man in der Stadt braucht. Anstatt den reichlich mittelmäßigen ME-Baukasten auf Vordermann zu bringen wirft VW alles um und baut einen Polo der im Vergleich zum alten e-Up auf Verbrennerplattform nicht deutlich besser ist, obwohl ein Größenklasse darüber und über 10 Jahre später als reines E-Auto entwickelt.
sig
16.12.2025 um 08:41
Also der BMW i3 hatte Heckantrieb und kaum Kofferaum....für ein mega city vehicle nicht besonders clever... Toller Kofferaum dagegen im Polo
halver
20.12.2025 um 16:25
Dafür hat der i3 einen Frunk. Im Aftermarket bekommst im i3 eine Kofferraumerweitung um den Platz des fehlenden REX nutzen zu können.
Matthias
15.12.2025 um 16:43
VW opfert hier Hinterradantrieb und Akkugröße um hinten eine reichlich sinnlose tiefe Kofferraummulde zu bekommen. Bandscheibenvorfall ab Werk.
Nathalie
16.12.2025 um 00:21
Made my Day! :-D
Matthias
15.12.2025 um 17:28
Völlig weltfremd ist die Ladebuchse vorne rechts, in einer normalen Garage nicht zugänglich weil darin die Beifahrerseite direkt an die Wand geparkt werden muss. Man kann doch nicht auf beiden Seiten Platz verschwenden, vor allem wenn er gar nicht vorhanden ist. Bei VW scheinen alle Entscheidungsträger großzügig dimensionierte Domizile zu haben. Oder ihre Chauffeure kümmern sich um solche Sachen. Eine ID4-Ladeklappe ist unnötig groß, zudem rautenförmig, und geht nicht weit genug auf wenn das Auto an der Wand geparkt wurde. Bei sowas merkt man dass die Verantwortlichen nicht selber E-Auto fahren. Auch in Ladeparks muss man damit einmal ums Auto herumlaufen und braucht auch auf der anderen Seite Platz, unnötigerweise. Das früher übliche AC-Laden am Straßenrand ist längst bedeutungslos, allenfalls noch bei einigen Carsharing-Standorten üblich. Mein Auto ist darauf ausgelegt, kann mich nicht erinnern wann ich das zuletzt gemacht habe, 2020 fällt mir ein. Björn Nyland predigt seit Jahren dass nur die bei Tesla übliche Anordnung der Ladebuchse auf der Fahrerseite richtig ist: "the left side is the right side because the right side is the wrong side".
Daniel
16.12.2025 um 08:44
Korrekt. Die dämliche Position der Ladbuchse wäre auch für mich ein Ausschlusskriterium. Hinten links ist die einzig sinnvolle Variante für mich (parke rückwärts in eine enge Garage). Auch der Preis ist immer noch viel zu hoch im Vergleich zu einem Tesla Model 3 für 36.990€, das viel mehr Leistung, Platz und Ausstattung bietet.
dare100em
16.12.2025 um 08:03
Dafür ist dieser Platz nahezu ideal an öffentllichen Säulen, welche in Längs zur Fahrtrichtung angeordneten Parkplätzen im urbanen Umfeld ageordnet sind. Das wird die Motivation sein, stimmt aber natürlich auf Garagen bezogen. Dort ist es sehr ungünstig.
Harry
16.12.2025 um 13:00
Also ist der" Nasenlader" , vorn in der Mitte eigendlich ein guter Kompromiss , aber nicht so oft im Angebot.
Herbert Wertig
15.12.2025 um 23:02
Wenn ich den Citroen C-3 Test vom Sonntag lese - danke Herr Bönnighausen, ausführlich und hilfreich - dann Preis und Leistung vergleiche, stelle ich fest: Leicht wird es der Polo im nächsten Jahr nicht haben.
Bernd Ewald
16.12.2025 um 06:47
450km Reichweite sind Okay. Eine 80kwh Batterie für mehr Reichweite,ein Gedanke der leider keine Umsetzung gefunden hat. Schade. Gruß aus Teltow Bernd Ewald
Karl Zort
16.12.2025 um 09:23
Ich hoffe ja immer noch ein bisschen, dass etwa Stellantis mit seiner STLA Small Architektur dann 2027 um die 70 kWh oder mehr in den kleinen Wagen unterbringen kann, optional zumindest. Das würde dann Druck machen auch für die anderen Hersteller.
Stefan Dessro
16.12.2025 um 10:06
Ich denke auch, dass sich da am Markt in jener Fahrzeugkategorie 2026-27-28… noch manches herstellerübergreifend gegenseitig „hochschaukeln“ wird bezüglich der bestellbaren Batteriekapazitäten. Wird man natürlich auch zu bezahlen haben dann, solche Optionen. Ist ja auch ok so.
Matthias
20.12.2025 um 16:38
Kleine Autos, kleinere Batterien; Große Autos, größere Batterien. Was ist so schwer daran, dass zu verstehen? Der geeignete Bauraum in Kleinwagen ist endlich! Größere Batterien benötigen viel mehr Auto. Dieses Gerede um größere Batterien zeugt immer wieder von maximaler Unwissenheit und Unerfahrenheit in der E-Mobilität.
Paul-Gerhard Fenzlein
16.12.2025 um 08:28
Warum verschlafen deutsche Autobauer und speziell VW alle Trends in der E-Mobilität? Gut, VW wollte nicht auf dem Niveau eines Dacia's ins Kleinwagen Segment einsteigen, aber den kleinen Leapmotor hätte man sich schon als Vorbild nehmen können! Und das ist bereits der BYD Dolphin Surf und seit November 20,25 auch NIO's Firefly im Markt! Und speziell der NIO ist technisch, mit Hinterradantrieb und Ausstattungsmäßig, mit 92 l vorderen und 402 l hinteren Kofferraum deutlich besser aufgestellt. Auch die zentrale bedieneinheit und Software ist moderner. Und mit seinen neuen Airbags auch in punkto Sicherheit, ganz weit vorne! Der Preis von knapp 30.000 € für die Basisvariante und 32.000 € für die Premium Ausstattung, ist, wenn man die Preisliste von VW annimmt real. Ein weiterer Vorteil des NIO Firefly ist, dass er Wechselbar Batterien hat und NIO angekündigt hat, Ende 2026 einen zweiten Batteriepack mit doppelter Kapazität anzubieten. Geht man von den Batterie Mietpreisen von China aus, wo die Batterien Miete für den kleinen 42 kWh Akku 45 € pro Monat kostet, dann sollte die Batteriemiete in Europa um 55-60 € pro Monat betragen. Für die Stadt ist die Reichweite von realen. 300-350 km. In Ordnung, für Urlaub strichen, wäre eine Batterie mit 65 kWh dann eine super Ergänzung! Der Batterietausch soll mit den Power Swap Stationen der 5. Generation weniger als 3 Minuten dauern. Und diese Stationen sollen im nächsten Jahr auch in Europa "flächendeckend" ausgerollt werden!
dare100em
16.12.2025 um 10:22
Ich kann dieses "Verschlafen" Gerede wirklich nicht mehr hören. Und ja, der Nio ist the best thing since sliced bread
Jutta
20.12.2025 um 16:26
Ich kann es nicht oft genug hören. VW verschläft so ziemlich alles.
dare100em
22.12.2025 um 18:09
Sie haben doch VOLL auf Elektromobilität gesetzt? Welcher (etablierte) Hersteller hat ihrer Meinung nach schneller gehandelt? Toyota? Nissan? GM? Ford? Stalantis? BMW? Max. Kia-Hyundai haben her auf 800V (6xxV) gesetzt, aber auch diese verdienen weiter am Verbrenner.
Jutta
03.01.2026 um 21:09
Es geht nicht darum wer schneller gehandelt hat, sondern welche Fahrzeugkategorien produziert wurden. Kleine und günstige Fahrzeuge wie der eUP und eGolf waren einst das Aushängeschild. Genau diese Neufahrzeuge braucht es SEIT JAHREN!
Heinz Terplin
16.12.2025 um 11:04
52 kWh bietet doch etwa selbst Stellantis längst schon in Corsa und Zwillingen. Bei Neuerscheinungen in 2026 kommt das also nicht allzu dolle rüber:( Da muss es hoffentlich die Motoreffizienz richten, dass man vielleicht doch die Nase vorn erzielt bei VW.
Thomas Dieker
02.01.2026 um 10:03
Der Audi A2 welcher auf MEB+ wie der IP Polo basiert, wird bereits mit einem größeren Akku und 600km WLTP Reichweite beworben. Ich denke ab 2028 gibt es dann den ID Polo auch mit einem vernünftigen Akku.
Wolfbrecht
02.01.2026 um 16:48
Alles klar, Glaskugel-Thomas. 2028 interessiert niemanden. Heutige Akkus sind sehr vernünftig. Es braucht keine größeren Akku! Das bindet unnötig Ressourcen und Kapital. Viel wichtiger ist die Energieeffizienz! Schauen Sie zu den europäischen Nachbarn, da diskutiert absolut niemand Batteriegrößen! In Norwegen hat man ebenfalls kein Problem mit kleinen Akkus! BEVs brauchen nicht die Reichweite von Verbrennerfahrzeugen, das ist einfach Tinnef!

Schreiben Sie einen Kommentar zu Oliver Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert