LG Energy Solution verkauft US-Werksgebäude an Honda

LG Energy Solution strebt an, das Gebäude seines Joint-Venture-Werks für E-Auto-Batterien im US-amerikanischen Bundesstaat Ohio an seinen Partner Honda zu veräußern. Die Produktion in Regie des Joint Ventures soll dort zwar wie gehabt anlaufen, LG Energy Solution will durch die Milliarden-Transaktion aber seine Kapitalbelastung reduzieren.

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Bild: LG Energy Solution

Laut „The Korea Herald“ soll der Verkauf dem südkoreanischen Batteriekonzern 4,2 Billionen Won (rund 2,5 Milliarden Euro) in die Kassen spülen. Die Zeitung berichtet unter Berufung auf offizielle, bei den zuständigen Aufsichtsbehörden eingereichte Unterlagen, dass LG Energy Solution das Werksgebäude in der Nähe von Jeffersonville im Fayette County und „alle gebäudebezogenen Einrichtungen des Joint Ventures L-H Battery Company mit Ausnahme des Grundstücks und der Ausrüstung“ an Honda USA veräußere. Die Transaktion soll am 28. Februar abgeschlossen werden.

Das Joint Venture soll die Anlage dann im Rahmen eines Mietvertrags weiter nutzen, wobei sich laut „The Korea Herald“ an den Produktions- oder Betriebsplänen selbst nichts ändert: Die Herstellung von E-Auto-Batterien für Hondas nordamerikanische Elektrofahrzeugmodelle soll im laufenden Jahr beginnen, „wobei eine Ausweitung der Produktion auf Anwendungen für Energiespeichersysteme möglich ist“, wie es heißt. Als Grund für den Teilverkauf gilt LG Energy Solutions Bestreben, seine Kapitalbelastungen zu senken – vor allem weil der eMobility-Hochlauf weltweit nicht so schnell erfolgt wie noch vor wenigen Jahren angenommen. Das Unternehmen selbst erklärte, dass die Veräußerung Teil seiner Strategie sei, die wachsende Planungsunsicherheit zu meistern.

Kurzer Rückblick: Den Spatenstich für das neue Werk in Ohio hatten Honda und LG Energy Solution 2023 gesetzt, nachdem sie kurz zuvor das Joint Venture L-H Battery Company gegründet hatten. Bei Baubeginn gab das Duo eine jährliche Produktionskapazität von rund 40 GWh an. Die Absicht zum Bau des Werks hatten beide Seiten zuvor bereits im August 2022 bekundet. Damals hieß es, die Partner würden insgesamt 4,4 Milliarden US-Dollar in das Werk investieren und die vom Band laufenden Pouchzellen exklusiv an Honda-Werke in Nordamerika liefern. Die elektrischen Modelle von Honda und der zu dem Autobauer gehörenden Marke Acura, die vor 2026 auf den Markt gekommen sind, nutzen bekanntlich noch die Ultium-Plattform von General Motors.

koreaherald.com

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