EnBW wird Lade-Partner des ACV
Laut der Mitteilung wurde der neue Tarif „speziell für die Mitglieder des Automobilclubs entwickelt“, damit die „ACV-Mitglieder das Schnellladenetz der EnBW zu attraktiven Konditionen nutzen“ können. Tatsächlich baut der „ACV Ladetarif“ wie schon frühere Kooperations-Angebote auf dem bekannten Tarifmodell der EnBW auf.
Konkret zahlen ACV-Mitglieder an den über 8.000 EnBW-Ladepunkten in Deutschland über den Tarif 0,46 €/kWh bei einer monatlichen Grundgebühr von 3,99 Euro. An Ladepunkten anderer Betreiber im Roaming (in Deutschland und weiteren europäischen Ländern) liegen die Kosten in einer Spanne von 56 bis maximal 89 Cent pro kWh – die aktuellen Preise können jeweils in der „EnBW mobility+“-App eingesehen werden.
| ACV Ladetarif | |
|---|---|
| EnBW-Ladepunkte | 0,46 €/kWh |
| Roaming | 0,56-0,89 €/kWh |
| Grundgebühr | 3,99 €/Monat |
| Blockiergebühren | 0,10 €/min ab 241 min Ladezeit |
Damit entspricht der „ACV Ladetarif“ quasi dem Ladetarif M der EnBW, auch dort werden an EnBW-Ladepunkten 0,46 €/kWh fällig. Allerdings liegt die Grundgebühr bei 5,99 €/Monat, ACV-Mitglieder erhalten hier also zwei Euro Nachlass pro Monat. Die EnBW hatte mit Wirkung zum 1. Dezember 2025 ihre Ladepreise leicht gesenkt, seitdem gelten die hier genannten Konditionen.
Es ist nicht die einzige Kooperation der EnBW mit einem Autoklub: Gemeinsam mit dem Auto Club Europa (ACE) bietet die EnBW für Mitglieder dieses Klubs seit 2024 den Tarif „ACE e-POWER“ an, jedoch nach einem anderen Konzept als bei der neuen ACV-Kooperation: ACE-Mitglieder erhalten fünf Cent Rabatt auf den EnBW-Ladetarif S. Das heißt: Mit 0,51 €/kWh (statt der sonst üblichen 0,56 €/kWh im S-Tarif) liegen die Preise pro Kilowattstunde hier etwas höher, dafür wird keine monatliche Grundgebühr fällig. Weit verbreitet war einst auch der Tarif „ADAC eCharge“ für ADAC-Mitglieder, diese Kooperation ist allerdings ausgelaufen. Inzwischen setzt der größte deutsche Autoklub auf Aral Pulse als Lade-Partner.
ACV-Mitglieder können die neue Clubleistung ab dem 2. Februar 2026 über die ACV-App beantragen und den „ACV Ladetarif“ anschließend über die „EnBW mobility+“-App buchen. Über die EnBW-App können dann die Ladevorgänge gestartet und abgerechnet werden. Optional ist auch eine Ladekarte im ACV-Design bestellbar (siehe Artikelbild), das erste Exemplar ist kostenlos. Zum Start gibt es zudem ein Ladeguthaben in Höhe von zehn Euro.
„Mit der Kooperation zwischen EnBW und ACV setzen wir ein Zeichen für die Zukunft der Elektromobilität“, betont Lars Jacobs, Chief Commercial Officer E-Mobilität bei der EnBW. „Die EnBW ist eine maßgebliche Treiberin für die Transformation der Mobilität. Gemeinsam mit dem ACV möchten wir den Hochlauf der Elektromobilität weiter vorantreiben und den Menschen den Umstieg auf nachhaltige Mobilität erleichtern. Der neue ‚ACV Ladetarif‘ ist ein weiterer Schritt, um Elektromobilität noch attraktiver zu machen.“
Auch ACV Geschäftsführer Holger Küster sieht in der Zusammenarbeit großes Potenzial: „Mit dem vergünstigten ‚ACV Ladetarif‘ und eigener Ladekarte bieten wir unseren Mitgliedern einen echten Mehrwert. Sie profitieren von einem der größten und zuverlässigsten Ladenetze Europas zu attraktiven Konditionen. So schaffen wir Sicherheit, Planbarkeit und faire Preise beim Laden ihres Elektroautos. Genau das, was unsere Mitglieder von einem starken Mobilitätspartner erwarten.“





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