US-Produktionsstart der Neuen Klasse von BMW ist gesichert

Nachdem der BMW-Partner AESC vergangenen Juni überraschend den Bau seiner Batteriezellfabrik in der Nähe des US-Werks von BMW gestoppt hatte, galt lange als unsicher, ob BMW die US-Produktion der Neuen Klasse rechtzeitig starten kann. Nun sind die Probleme offenbar ausgeräumt.

Bmw werk spartanburg
BMW-Werk Spartanburg
Bild: BMW

Der japanische Batteriezellhersteller AESC gilt als zentraler Lieferant für BMWs Neue Klasse, also die neue Elektroauto-Architektur mit 800 Volt Systemspannung, die im September auf der IAA mit dem Elektro-SUV iX3 iPremiere gefeiert hat.

BMW plant schon lange, ab diesem Jahr auch in seinem US-Werk in Spartanburg in South Carolina Modelle der Neuen Klasse zu bauen, hat die Autofabrik darauf bereits vorbereitet und zudem in Woodruff eine Batteriemontagefabrik errichtet. Und diese Anlage sollte eigentlich gemäß des „Local for local“-Konzepts mit Batteriezellen von AESC aus einer neuen Anlage in Florence (ebenfalls South Carolina) beliefert werden.

Allein: AESC hat den Bau seiner Batteriezellfabrik in Florence vergangenen Juni bis auf weiteres pausiert. Begründung damals: Unsicherheiten in Bezug auf US-Wirtschaftspolitik und Marktbedingungen. Das aber brachte die Pläne von BMW in Gefahr, ab 2026 Fahrzeuge seiner Neuen Klasse in den USA zu bauen. Das erste Modell soll übrigens voraussichtlich der neue iX5 sein.

Nun sind die Probleme aber laut BMW-Einkaufschef Nicolai Martin vom Tisch: „Uns droht bei Batteriezellen für das Werk in Spartanburg kein Ausfall. Das neue Werk in Woodruff wird planmäßig ab 2026 mit der Montage von Hochvoltbatterien beginnen und bis Ende 2026 werden wir in Spartanburg mit der Fertigung von vollelektrischen Fahrzeugen starten“, sagt Nicolai Martin gegenüber der „Automobilwoche“.

Für eine Übergangszeit wird AESC demnach die US-Produktion von BMW mit Zellen aus seinem globalen Produktionsnetzwerk versorgen. Zugleich strebt BMW aber weiter eine lokale Wertschöpfungskette innerhalb der USA an. Ob die Zellen dann von AESC kommen werden, ist aber noch unklar. Womöglich kommen auch andere Zellhersteller in Frage.

automobilwoche.de

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