Teslas Director of Vehicle Operations and Engineering geht
Bates Abgang bei Tesla hat das US-Portal Electrek auf dessen LinkedIn-Profil entdeckt und darüber berichtet. Der Manager hatte in seinen acht Jahren bei Tesla mehrere Schlüsselpositionen im Werk Fremont inne, angefangen von der Instandhaltung und Steuerung der Lackiererei. Von Dezember 2020 bis August 2023 hatte Bate als Director of Manufacturing für das Model 3 und Model Y fast drei Jahre lang die Produktion der beiden wichtigsten Modelle von Tesla in dem kalifornischen Werk beaufsichtigt. Und seitdem war er Director of Vehicle Operations and Engineering.
Den jetzt von Elon Musk angekündigten Umbau des Werks Fremont wird Bate also nicht mehr begleiten. Bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für 2025 hatte Musk erklärt, dass die beiden in Fremont gebauten Oberklasse-Modelle S und X im zweiten Quartal 2026 auslaufen werden. Die frei werdenden Flächen will Tesla nutzen, um dort künftig den humanoiden Roboter Optimus zu bauen. Bis zuletzt hat Tesla die Produktionskapazität für das Model S und Model X in Fremont mit 100.000 Einheiten pro Jahr angegeben, die Anlagen waren aber nicht gut ausgelastet. Die Produktion von „über 550.000 Model 3/Model Y“ in Fremont bleibt aber unangetastet.
Bate verlässt nicht nur Tesla, sondern die gesamte Autobranche. Er ist laut seinem LinkedIn-Profil Werksleiter bei Chemelex in Redwood City (Kalifornien). Chemelex bezeichnet sich selbst als „ein weltweit führendes Unternehmen für elektrische Wärme- und Sensorlösungen“. Wer bei Tesla in Fremont auf Bate folgt, ist noch nicht bekannt.
Bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen hat Musk seinen Kurs untermauert, Tesla vom Hersteller von Elektroautos und Energielösungen zu einem Tech-Konzern für KI, autonome Mobilität und Robotik umzubauen. Robotaxis und das Optimus-Roboter-Projekt sind künftig also wichtiger als Verkäufe konventioneller Elektroautos an Privatkunden oder große Flotten.
Tesla sitzt zwar auf knapp 44 Milliarden Dollar an Barmitteln und kann zumindest eine Zeitlang die Investitionen stemmen. „Aber irgendjemand muss ja die Fabriken betreiben, die das Geld für diese KI-Visionen erwirtschaften. Leute wie Benjamin Bate“, merkt Elektrec-Autor Fred Lambert in dem kurzen Meinungs-Abschnitt unter dem Artikel an. „Fertigungskompetenz braucht Jahre, um aufgebaut zu werden. Es kann schwierig sein, einen Mitarbeiter, der nach acht Jahren jeden Winkel der Lackiererei und der Endmontagelinie in Fremont kennt, durch einen Hochschulabsolventen zu ersetzen – eine Strategie, die Tesla in den letzten Jahren verfolgt hat.“
0 Kommentare