Waymo führt autonome Fahrtechnologie der sechsten Generation ein
Laut Waymo geht es bei der sechsten Generation des „Waymo Driver“ um die Verbesserung von Effizienz und Sicherheit. Das Unternehmen formuliert es so: „Er dient als Hauptmotor für unsere nächste Expansionsphase mit einer optimierten Konfiguration, die die Kosten senkt und gleichzeitig unsere kompromisslosen Sicherheitsstandards beibehält.“ Das Training der Plattform umfasste rund 200 Millionen Meilen in zehn Großstädten. Diese Tests stellen einen großen Vorteil gegenüber anderen Robotaxi-Anbietern wie Tesla dar, die noch mit der Einführung der Technologie zu kämpfen haben.
Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt ist die Eignung der neuen Plattform für verschiedene Fahrzeugplattformen und die Fähigkeit, auch in deutlich vielfältigeren Umgebungen – darunter extreme Winterbedingungen – zuverlässig zu agieren. Das Kamerasystem wurde offenbar so weit verbessert, dass es eine zuvor nicht erreichte Präzision erreicht. Dies ist möglich, da es die Umgebung des Fahrzeugs erfasst und selbst bei starkem Lichteinfall Daten aus tiefen Schatten interpretiert.
Technisch gesehen basiert das System auf einem hochmodernen 17-Megapixel-Bildsensor, der Millionen von Datenpunkten für gestochen scharfe Bilder erfasst und gleichzeitig eine außergewöhnliche thermische Stabilität unter allen Fahrbedingungen bietet. Dadurch kann das Unternehmen die Anzahl der Kameras reduzieren und den Prozess optimieren. Integrierte Reinigungssysteme tragen ebenfalls zur Leistungsfähigkeit bei widrigen Wetterbedingungen bei.
Zusätzlich wird ein Lidar-System eingesetzt, um ein 3D-Bild der Fahrzeugumgebung zu erzeugen. Dieses erfasst größere Entfernungen und bietet redundante Abdeckung für die Kameras, wodurch das System fundiertere Entscheidungen treffen kann. Ein Audiosystem namens „EAR“ (Externe Audioempfänger) ermöglicht es dem Fahrzeug, herannahende Einsatzfahrzeuge oder Bahnübergänge zu erkennen.
Soll Hyundai für Waymo 50.000 Robotaxis bauen?
Neben der Einführung einer neuen Generation autonomer Fahrtechnologie gibt es Gerüchte, wonach Hyundai bis 2028 an Waymo 50.000 autonome Fahrzeuge des Typs Ioniq 5 liefern soll. Dass Waymo das Fahrzeug mit der sechsten Generation des „Waymo Driver“ verwenden will, ist zwar schon seit 2024 bekannt. Jedoch waren der Umfang und die Stückzahlen der Kooperation bislang nicht bekannt. Diese kommen von Gasgoo unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Wie die chinesische Automobil-Nachrichtenseite berichtet, könnte dieser Deal bei einem Preis von rund 50.000 US-Dollar pro Fahrzeug ein Volumen von 2,5 Milliarden US-Dollar erreichen.
Der Bericht führt weiter aus, dass Hyundai finanziell angeschlagen ist und dringend einen Gewinnanstieg benötigt. Dies zeigt sich in einem Umsatzrückgang von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr im vierten Quartal des vergangenen Jahres, verbunden mit einem verlangsamten Wachstum in wichtigen Märkten. Dieser Deal würde nicht nur einen deutlichen Umsatzschub bringen, sondern auch als Testfeld für den autonomen Ioniq 5 dienen und dessen Marktvalidierung unterstützen.
Waymo verzeichnete in letzter Zeit ein beeindruckendes Wachstum, das durch eine Investition von 16 Milliarden US-Dollar Anfang des Monats zusätzlich beflügelt wurde. Zugleich wurden zunehmende Sicherheitsbedenken laut, unter anderem nach einem Unfall, bei dem ein Waymo-Robotaxi ein Kind erfasste. Das Fahrzeug konnte jedoch rechtzeitig bremsen und Schlimmeres verhindern. Konkurrent Tesla hingegen setzt weiterhin auf Sicherheitsbegleiter, da sein Robotaxi-System noch nicht als ausreichend sicher gilt. Waymos Expansion schreitet ungebremst voran.
Dieser Artikel von Chris Randall ist zuerst bei unserer internationalen Ausgabe electrive.com erschienen.





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