ATU und Gepvolt planen Schnelllader an rund 300 Filialen

Die Werkstattkette ATU hat mit Gepvolt einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur an ihren Filialen voranzutreiben. Zum Auftakt der Partnerschaft sollen an 20 ATU-Filialen Schnellladesäulen in Kombination mit Batteriespeichersystemen installiert werden. Perspektivisch ist der Rollout auf rund 275 weitere Standorte geplant.

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Bild: ATU

Gepvolt ist im Bereich erneuerbarer Energien tätig und spezialisiert auf die Entwicklung, Errichtung und den Betrieb stationärer Batteriespeicher. Zentrale Komponenten der Speicher- und Steuerungstechnik werden nach Unternehmensangaben in Deutschland entwickelt und produziert. Neben Industrie- und Großspeichern auf Freiflächen bietet das Unternehmen inzwischen auch Schnellladesäulen mit stationären Batteriespeichern an.

Im Rahmen der nun geschlossenen Kooperation zwischen der deutschen Werkstattkette und Gepvolt sollen in einem ersten Schritt 20 ATU-Filialen in Deutschland mit eben jenen Schnellladesäulen samt Batteriespeichersystem ausgestattet werden. Konkrete Angaben zu den Standorten, zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme oder zu technischen Details der Ladesäulen und Speicher machen weder ATU noch Gepvolt – auch nicht auf der eigenen Webseite.

Stattdessen hebt Sebastian Jarantowski, Vorsitzender der Geschäftsführung von ATU, die Bedeutung der Kooperation hervor: „Der Ausbau der Schnellladeinfrastruktur ist für uns kein Zusatzangebot, sondern Teil unserer strategischen Transformation. Wir entwickeln unsere Filialen konsequent weiter – vom klassischen Werkstattstandort hin zum regionalen Mobility Hub.“ Und weiter: „Mit Gepvolt verbinden wir Werkstattservice und Elektromobilität intelligent und wirtschaftlich sinnvoll. So stärken wir unsere 500 Standorte als flächendeckende Kompetenzzentren für die Mobilität von morgen – nah am Kunden, technologisch stark und zukunftssicher.“ Doch alle 500 ATU-Standorte sollen nicht mit Schnellladern von Gepvolt ausgestattet werden. Perspektivisch ist der Rollout derzeit auf rund 275 weitere Standorte geplant. Gepvolt übernimmt die vollständige technische Konzeption, Planung, Errichtung sowie den Betrieb der Anlagen.

Ursprüngliche Ausbauziele verfehlt

Sollte das Vorhaben vollständig umgesetzt werden, würden künftig rund 300 ATU-Standorte in Deutschland mit Schnellladesäulen von Gepvolt ausgestattet sein. Nach Angaben von ATU verfügen derzeit 117 Filialen über Schnellladesäulen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die deutsche Werkstattkette ihren ursprünglich gesteckten Ausbauzielen deutlich hinterherhinkt.

Im Mai 2022 hatte das Unternehmen gemeinsam mit Allego angekündigt, bis 2025 an mehr als 400 neuen Standorten rund 900 Schnellladepunkte mit mindestens 150 kW zu errichten und die damals bestehenden 41 Standorte aufzurüsten. Im Oktober 2023 waren jedoch erst 44 Ladestandorte in Betrieb. Gründe für den schleppenden Ausbau mit Allego nennt ATU nicht. Auch bleibt offen, ob die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Betreiber fortgesetzt wird. Immerhin: Mit Gepvolt soll der Ausbau nun wieder beschleunigt werden.

Parallel dazu investiert die Werkstattkette übrigens auch in Know-how und Technik. Jede Filiale soll so bereits seit mehreren Jahren über mindestens eine Fachkraft mit Hochvoltausbildung der Stufe 2 verfügen. Damit werde sichergestellt, dass typische Wartungs- und Servicearbeiten an Elektrofahrzeugen fachgerecht und sicher durchgeführt werden können. Ferner wurde Anfang dieses Jahres die Filiale in Weiden in der Oberpfalz als erster Standort mit einer spezialisierten Werkstattbox für Elektro- und Hybridfahrzeuge ausgestattet. Diese Kompetenzwerkstatt bietet moderne Diagnosetechnik und eine umfassende technische Ausstattung für komplexe Wartungs- und Reparaturarbeiten an E-Fahrzeugen.

atu.de, gepvolt.com

1 Kommentar

zu „ATU und Gepvolt planen Schnelllader an rund 300 Filialen“
Man eh
26.02.2026 um 10:06
Toll noch ein Anbieter das ist was wir brauchen.

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