BYD bringt überarbeiteten Seal nach Deutschland
Die elektrische Mittelklasse-Limousine ist bereits seit einigen Jahren im europäischen BYD-Angebot. Während der weltweit größte Hersteller von Elektroautos das SUV-Modell Atto 3 kürzlich umfassend überarbeitet hat und bei der Technik zum Beispiel von einem 400-Volt-System auf 800 Volt gewechselt ist, fallen die Änderungen beim Seal deutlich kleiner aus. Optisch ist das Facelift kaum als solches zu erkennen. „Am Heck wandert das BYD-Logo prominent nach oben mittig über die durchgehende LED-Lichtsignatur. Die Modellbezeichnung SEAL befindet sich nun unten rechts am Kofferraumdeckel“, schreibt BYD etwa. Neu sind auch das Design der 19-Zoll-Felgen und die Farbpalette: Neben den bereits verfügbaren Lackierungen Indigo Grey (Grau), Obsidian Black (Schwarz), Polar White (Weiß) und Atlantis Grey (Grau) bietet BYD künftig auch Shadow Purple (Violett) und Parkour Red (Rot) an.
Interessant ist hingegen, was sich unter dem optisch leicht überarbeiteten Kofferraumdeckel getan hat: Der Kofferraum der Limousine wächst um 85 auf 485 Liter Volumen und erhält zwei Haken, um lose Gegenstände abzusichern. Unter der Fronthaube erhöht ein neu gestalteter Stauraum das Volumen um 19 auf nun 72 Liter – „ideal für Ladekabel oder sogar ein Handgepäckstück“, so BYD.
Neben diesen praktischen Features wird zum Modelljahr 2026 auch die Serienausstattung angepasst. Das modernisierte Paket an Assistenzsystemen umfasst nun auch eine Fahrer-Überwachung. Und es gibt künftig einen Bluetooth-Schlüssel, der den Zugang zum Auto über das Smartphone ermöglicht.






Keine nennenswerten Änderungen gibt es beim Antrieb. Im Basismodell mit der Bezeichnung „Comfort“ ist ein 61,4 kWh großer LFP-Akku mit den BYD-eigenen Blade-Zellen verbaut – in Kombination mit einem 226 kW starken Heckantrieb (360 Nm). Die Ausstattung „Design“ kombiniert den Heckantrieb mit einem 82,5-kWh-Akku zur höchsten WLTP-Reichweite der Baureihe von bis zu 570 Kilometern. Im Top-Modell „Excellence“ wird der große Akku mit einem 390 kW starken Allradantrieb (670 Nm) kombiniert. Die maximale Ladeleistung liegt aber auch mit dem Facelift weiterhin bei 150 kW, womit der Standard-Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent mit 37 Minuten relativ lange dauert.
Der BYD Seal Comfort steht in Deutschland mit 47.990 Euro in der Preisliste, den größeren Akku gibt es im Seal Design ab 49.990 Euro. Für das Top-Modell Excellence mit dem Allradantrieb und höherwertiger Ausstattung werden mindestens 53.990 Euro nach Liste aufgerufen. Allerdings werden die Kunden wohl nicht diese Preise zahlen müssen, denn zumindest bis zum 31. März 2026 gewährt der Hersteller noch einen eigenen „E-Bonus“.
„Mit dem BYD E-Bonus und maximaler staatlicher Förderung startet der Seal Comfort schon bei 31.990 Euro, der Seal Design ist ab 34.490 Euro verfügbar, und der Seal Excellence kostet ab 37.490 Euro“, teilt BYD Deutschland mit. Das heißt: Legt man die 6.000 Euro als maximale staatliche Förderung zugrunde, beträgt der „E-Bonus“ beim Seal des Modelljahres 2026 je nach Ausstattung zwischen 9.500 und 10.500 Euro.
Die hohen Rabatte dürften dazu beitragen, den Absatz von BYD in Deutschland spürbar zu erhöhen. 2025 hat der Hersteller hierzulande 23.306 Fahrzeuge ausgeliefert und damit das eigene Ziel von 50.000 Einheiten verfehlt – diese Marke soll dafür jetzt im laufenden Jahr erreicht werden.





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