BYD bringt überarbeiteten Seal nach Deutschland

BYD Deutschland hat den überarbeiteten Seal für 2026 vorgestellt. Das neue Modell bietet mehr Funktionen, Sicherheitsfeatures sowie ein leicht angepasstes Design. Die Listenpreise beginnen in Deutschland bei 47.990 Euro – mit einer Rabattaktion von BYD und der angekündigten E-Auto-Förderung kann die E-Limousine aber schon bei 31.990 Euro beginnen.

Byd seal modelljahr min
Bild: BYD

Die elektrische Mittelklasse-Limousine ist bereits seit einigen Jahren im europäischen BYD-Angebot. Während der weltweit größte Hersteller von Elektroautos das SUV-Modell Atto 3 kürzlich umfassend überarbeitet hat und bei der Technik zum Beispiel von einem 400-Volt-System auf 800 Volt gewechselt ist, fallen die Änderungen beim Seal deutlich kleiner aus. Optisch ist das Facelift kaum als solches zu erkennen. „Am Heck wandert das BYD-Logo prominent nach oben mittig über die durchgehende LED-Lichtsignatur. Die Modellbezeichnung SEAL befindet sich nun unten rechts am Kofferraumdeckel“, schreibt BYD etwa. Neu sind auch das Design der 19-Zoll-Felgen und die Farbpalette: Neben  den bereits verfügbaren Lackierungen Indigo Grey (Grau), Obsidian Black (Schwarz), Polar White (Weiß) und Atlantis Grey (Grau) bietet BYD künftig auch Shadow Purple (Violett) und Parkour Red (Rot) an.

Interessant ist hingegen, was sich unter dem optisch leicht überarbeiteten Kofferraumdeckel getan hat: Der Kofferraum der Limousine wächst um 85 auf 485 Liter Volumen und erhält zwei Haken, um lose Gegenstände abzusichern. Unter der Fronthaube erhöht ein neu gestalteter Stauraum das Volumen um 19 auf nun 72 Liter – „ideal für Ladekabel oder sogar ein Handgepäckstück“, so BYD.

Neben diesen praktischen Features wird zum Modelljahr 2026 auch die Serienausstattung angepasst. Das modernisierte Paket an Assistenzsystemen umfasst nun auch eine Fahrer-Überwachung. Und es gibt künftig einen Bluetooth-Schlüssel, der den Zugang zum Auto über das Smartphone ermöglicht.

Keine nennenswerten Änderungen gibt es beim Antrieb. Im Basismodell mit der Bezeichnung „Comfort“ ist ein 61,4 kWh großer LFP-Akku mit den BYD-eigenen Blade-Zellen verbaut – in Kombination mit einem 226 kW starken Heckantrieb (360 Nm). Die Ausstattung „Design“ kombiniert den Heckantrieb mit einem 82,5-kWh-Akku zur höchsten WLTP-Reichweite der Baureihe von bis zu 570 Kilometern. Im Top-Modell „Excellence“ wird der große Akku mit einem 390 kW starken Allradantrieb (670 Nm) kombiniert. Die maximale Ladeleistung liegt aber auch mit dem Facelift weiterhin bei 150 kW, womit der Standard-Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent mit 37 Minuten relativ lange dauert.

Der BYD Seal Comfort steht in Deutschland mit 47.990 Euro in der Preisliste, den größeren Akku gibt es im Seal Design ab 49.990 Euro. Für das Top-Modell Excellence mit dem Allradantrieb und höherwertiger Ausstattung werden mindestens 53.990 Euro nach Liste aufgerufen. Allerdings werden die Kunden wohl nicht diese Preise zahlen müssen, denn zumindest bis zum 31. März 2026 gewährt der Hersteller noch einen eigenen „E-Bonus“.

„Mit dem BYD E-Bonus und maximaler staatlicher Förderung startet der Seal Comfort schon bei 31.990 Euro, der Seal Design ist ab 34.490 Euro verfügbar, und der Seal Excellence kostet ab 37.490 Euro“, teilt BYD Deutschland mit. Das heißt: Legt man die 6.000 Euro als maximale staatliche Förderung zugrunde, beträgt der „E-Bonus“ beim Seal des Modelljahres 2026 je nach Ausstattung zwischen 9.500 und 10.500 Euro.

Die hohen Rabatte dürften dazu beitragen, den Absatz von BYD in Deutschland spürbar zu erhöhen. 2025 hat der Hersteller hierzulande 23.306 Fahrzeuge ausgeliefert und damit das eigene Ziel von 50.000 Einheiten verfehlt – diese Marke soll dafür jetzt im laufenden Jahr erreicht werden.

myconvento.com

6 Kommentare

zu „BYD bringt überarbeiteten Seal nach Deutschland“
Joa Li
04.03.2026 um 01:39
Die Ladeleistung ist nicht mehr zeitgemäss und für Langstrecken ein Hindernis. Warum sie da nichts verbessern, ist ein Rätsel.
Philipp
04.03.2026 um 16:21
zumal BYD ja die technologie hat um in 10min von 10 auf 80 zu kommen. im HAN.
Branchenkenner
04.03.2026 um 17:09
Ab Ende dieser Woche hat BYD sogar die Technologie um von 10% auf 80% in 5 Minuten zu kommen
Tom
04.03.2026 um 12:49
Ich vermute sie wollen Restbestände loswerden, die sie in China bei weitem nicht mehr verkaufen können. Da ist der Wettbewerb von starker Ladeleistung und Akkugröße zum niedrigen Preis viel zu groß verglichen wie bei uns.Außerdem befindet er sich mit der Bauform und Größe in kleiner Konkurrenz. Mir fallen da bei Coupé bis etwa 4,70m nur das Model 3 und der Mercedes CLA spontan ein. Das eine Auto ist sehr spartanisch und das andere ist deutlich teurer. Da könnte für BYD die Nische groß genug sein.
Philipp Tielmann
08.03.2026 um 09:06
BMW i4 ist auch noch da, bald der neue i3. dann wirds eng.
Efahrer
08.03.2026 um 00:10
Die wollen uns ja sowieso nur noch mit ihren Hybridschleudern zuschütten, daher geben sie sich bei den reinen BEVs keine Mühe mehr. Die bezahlten Influencer auf diversen Kanälen helfen fleißig beim Marketing.

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