BYD will in Deutschland dieses Jahr 50.000 Autos verkaufen
Im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ sagte BYD-Deutschlandchef Lars Bialkowski: „Wir wollen das erreichen, was wir uns schon im vergangenen Jahr vorgenommen haben und die Marke von 50.000 knacken.“ Denn dieses Ziel hatte Europachefin Stella Li eigentlich schon für 2025 ausgegeben. Doch das war fürs vergangene Jahr unrealistisch, weil BYD Anfang 2025 auf gerade einmal 26 Händlerstandorte kam, dann aber übers Jahr ziemlich zulegte und mit 150 unterzeichneten Händler- und Servicestandorten abschloss.
Um die 50.000 Neuzulassungen in Deutschland dieses Jahr zu schaffen und den Absatz damit gegenüber letztem Jahr mehr als zu verdoppeln, will BYD sein Händlernetz 2026 mehr als verdoppeln, wobei allein den letzten Wochen schon wieder 40 Standorte dazu kamen: „Derzeit haben wir rund 190 Vertriebsstandorte, bis zum Ende des Jahres wollen wir bei mindestens 350 sein“, sagte Bialkowski der Zeitung.
Der Manager, der von Stellantis kommt und seit 1. Juni 2025 im Amt ist, betont die steigende Bedeutung von Plug-in-Hybriden (PHEV) für BYD in Deutschland und Europa. Die chinesische Marke, die auf dem alten Kontinent zunächst nur mit vollelektrischen Fahrzeugen gestartet war, kam im Januar 2026 laut Daten des Kraftfahrt-Bundesamts auf einen PHEV-Anteil von 40,6 Prozent aller Neuzulassungen, während die BEVs bei 59,4 Prozent lagen: Von insgesamt 2.629 neuen BYD-Fahrzeugen waren 1.561 BEVs und 1.068 PHEVs.
Der BYD Seal U DM-i war laut „Handelsblatt“ 2025 der erfolgreichste PHEV in Europa – und mittlerweile sieht man auch immer häufiger den BYD Seal 6 DM-i, den ersten Kombi von BYD in Europa und zudem ebenfalls ein PHEV, auf deutschen Straßen. Dabei dürfte der aktuelle Fokus auf PHEVs nicht nur an den Kundenwünschen liegen, sondern auch daran, dass auf den Import von PHEVs in die EU anders als bei reinen E-Autos keine Sonderzölle anfallen. Und BYD will bei PHEVs dieses Jahr weiter Gas geben und in Deutschland einen Marktanteil von 5 Prozent erreichen, so Bialkowski. Bei BEVs liegt die Zielmarke bei 4 Prozent. Und im Gesamtmarkt über alle Antriebsarten hinweg peilt BYD 1,5 bis 2 Prozent an. Zum Vergleich: Vergangenes Jahr lag BYD im deutschen Gesamtmarkt mit 0,8 Prozent leicht vor Tesla (0,7 Prozent).
Um den Absatz in Deutschland schnell zu steigern, setzt BYD aktuell auf massive Rabatte für seine Elektroautos: So ist beispielsweise der E-Kleinwagen BYD Dolphin Surf aktuell bereits zum Aktionspreis von 18.900 Euro erhältlich. Zieht man noch die neue staatliche E-Auto-Förderung von bis zu 6.000 Euro ab, so ist der kleine Stromer im Idealfall für nur 12.900 Euro zu haben. Und der Elektro-SUV BYD Seal U ist auf 34.990 Euro reduziert, abzüglich staatlicher Förderung kann der Preis unterm Strich auf 28.990 Euro fallen.





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