BATTL3: Münster erhält nächstes Batterie-Laborgebäude
Den Bauauftakt hat die Technologieförderung Münster (TFM) diese Woche mit einem symbolischen Spatenstich vor Ort gefeiert. Der Neubau im Wissenschaftspark Münster soll hochspezialisierte Labor- und Arbeitsflächen für Unternehmen der Batteriebranche schaffen und „die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie und Startups weiter intensivieren“, wie es in einer begleitenden Mitteilung heißt.
Das Gebäude entsteht auf sechs Etagen mit rund 1.600 Quadratmetern Laborfläche und bietet Raum für bis zu fünf Unternehmen – darunter kleine und mittelständische Unternehmen, Startups, Industriepartner sowie internationale Direktinvestitionen. Das Labor wird dabei in die BatteryCityMünster integriert – mit bereits vorhandenen Akteuren wie IWARU – FH Münster, dem Helmholtz-Institut Münster, der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB und dem MEET Battery Research Center. Die Fertigstellung des BATTL3 ist für das vierte Quartal 2027 geplant.
Das Gebäude wird konkret auf einem keilförmigen Grundstück zwischen dem Technologiehof Münster an der Mendelstraße und der Heisenbergstraße realisiert. Das Investitionsvolumen für das Projekt beläuft sich auf knapp 14 Millionen Euro, wobei das Land Nordrhein-Westfalen und die EU aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE/JTF-Programm NRW) 6,75 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung stellen. Die ausstehenden 7,25 Millionen Euro stemmt die Technologieförderung Münster aus Eigenmitteln, wobei sich die Stadt Münster mit vier Millionen Euro beteiligt.
BATTL3 soll nach der Fertigstellung Ende 2027 zum dritten Laborgebäude auf dem Areal des Technologiehofes Münster werden. Bezogen werden soll es von Batteriefirmen, die eng mit Einrichtungen wie dem universitären Batterieforschungszentrum MEET, dem Helmholtz-Institut Münster, der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB und dem Iwaru der FH Münster zusammenarbeiten. Ausgestattet werden soll die Einrichtung u.a. mit chemischen Laboren, Gefahrstofflagern, modernen Lüftungsanlagen, Büroräumen und Flächen für den Einbau eines Trockenraums. „Unternehmen, auch internationale Partner, können sich für Flächen bei der TFM bewerben“, heißt es.
TFM-Geschäftsführer Volker Ruff kommentiert: „Mit dem Neubau unterstreicht die TFM die federführende Rolle und treibende Kraft bei der strategischen Entwicklung einer innovativen Forschungsinfrastruktur und Marke BatteryCityMünster. Räume für Innovationen folgen einer klaren strategischen Ausrichtung zur Stärkung des hiesigen Clusters Batteriesysteme.“
Der Begriff „Cluster Batteriesysteme“ bezieht sich typischerweise auf die geografische Konzentration von Forschungseinrichtungen, Unternehmen und weiteren Akteuren, die in Münster an der Forschung, Entwicklung und Anwendung von Technologien zur Energiespeicherung beteiligt sind. Dieses Cluster tritt nach außer unter dem Namen „BatteryCityMünster“ auf. Ruff: „Wir wollen gemeinsam mit der Stadt, Forschungspartnern und Unternehmen einen Teil zu Energiewende, Nachhaltigkeit und Autarkie in Europa beitragen.“
Neben der starken wissenschaftlichen Basis, die durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen geprägt ist, „schafft BATTL3 die dringend benötigte Infrastruktur für den Transfer von Wissen und Technologien in die Wirtschaft“, betont der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, Dr. Marco Trienes. „Wir erwarten neue Unternehmensansiedlungen, die Transformation bestehender Firmen und deutliche Impulse für den regionalen Arbeitsmarkt.“





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