Hohe Nachfrage: BMW baut den iX3 in zwei Schichten
Ganz überraschend kommt der Schritt nicht, denn die Münchner hatten mehrfach den guten Bestelleingang des ersten Modells der Neuen Klasse erwähnt. Und schließlich hatte BMW-Vertriebsvorstand Jochen Goller den Zweischichtbetrieb in Debrecen schon Ende Januar angekündigt.
„Der vollelektrische BMW iX3 erfreut sich seit seiner Weltpremiere auf der IAA im September 2025 bereits einer überaus starken Nachfrage – unter den vorbestellten, vollelektrischen BMW Fahrzeugen in Europa ist seither jedes dritte ein BMW iX3“, gibt auch BMW jetzt in der Mitteilung zu den Geschäftszahlen für 2025 an. „Mit dem erfolgreichen Start der Neuen Klasse haben wir 2025 gezeigt, wie wir die Marke BMW mit den neuen Technologie-Clustern und der neuen Designsprache in die Zukunft führen. Die außergewöhnlich hohe Nachfrage nach dem ersten Modell, dem BMW iX3, beweist: Pioniergeist, Innovationskraft und Mut zahlen sich aus“, sagt auch BMW-CEO Oliver Zipse. „Unsere Auftragsbücher für den iX3 sind bis weit in das laufende Jahr hinein gefüllt. Wir nutzen die Flexibilität unserer Produktion und unseres Lieferantennetzwerkes und erhöhen unsere Kapazitäten entsprechend der Nachfrage.“
Wie Zipse, der im Mai nach der Hauptversammlung den Vorstandsvorsitz an Milan Nedeljković übergibt, weiter ausführt, ist die Nachfrage sowohl bei den Privat- als auch den Flottenkunden höher als erwartet. „Und wir gewinnen auch viele Neukunden, die zuvor noch keinen BMW gefahren sind“, sagt Zipse zu dem neuen Elektro-SUV.
Der BMW iX3 wurde im September vorgestellt, im Oktober lief dann die Serienproduktion im neuen BMW-Werk im ungarischen Debrecen an. Im Januar wurden bereits erste Exemplare des iX3 an Kunden und Prominente ausgeliefert, der Händler-Start fand dann Anfang März statt. Auf den in Ungarn gebauten iX3 wird der neue i3 als elektrische Limousine im 3er Segment folgen. Das im Werk München gebaute Modell wird in der kommenden Woche seine Design-Premiere feiern, der Wechsel von der Vorserie zur Serienproduktion des i3 ist im zweiten Halbjahr 2026 geplant.
Im Geschäftsjahr 2025 hat BMW ein Konzernergebnis vor Steuern von mehr als zehn Milliarden Euro erzielt, der Konzernüberschuss lag wie im Vorjahr bei mehr als sieben Milliarden Euro, was eine Ebit-Marge von 7,7 Prozent ergibt – wie 2024 und das „trotz signifikanter zusätzlicher Zollbelastungen“, wie BMW betont. Der Umsatz lag mit 133,45 Milliarden Euro allerdings 6,3 Prozent unter dem Vorjahr (währungsbereinigt laut BMW -3,9 %). „Die Entwicklung spiegelt die hohe Wettbewerbsintensität im Automobilgeschäft, insbesondere in China, wider. Des Weiteren wirkten negative Währungseffekte, im Wesentlichen aus dem US-Dollar, dem koreanischen Won und dem chinesischen Renminbi“, so BMW.
Mit Bezug auf die Markteinführung der wichtigen Neuen Klasse sind auch die Forschungs- und Entwicklungsleistungen interessant. Hier hat BMW den Höchststand aus dem Vorjahr mit knapp 9,1 Milliarden Euro hinter sich gelassen und noch 8,32 Milliarden Euro investiert – im Vorjahr waren besonders hohe Ausgaben für die Entwicklung der neuen Plattform angefallen. „Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der baureihenübergreifenden Digitalisierung und Elektrifizierung der Fahrzeugflotte“, erklärt das Unternehmen. „Des Weiteren enthalten sie die Leistungen für die Entwicklung von Modellen der Neuen Klasse wie dem BMW iX3, von Nachfolgemodellen des BMW X5 sowie des BMW 7er.“
bmwgroup.com (Mitteilung), bmwgroup.com (Zipse-Rede)





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