Jolt Energy baut Schnelllader bei Rewe und Penny
In den kommenden Jahren sollen bundesweit mehr als 100 Schnelllade-Standorte pro Jahr auf Rewe- und Penny-Parkplätzen entstehen, wie Jolt Energy mitteilt. Dabei setzt Jolt Energy – wie üblich – auf Batterie-gestützte Schnellladesäulen. Die gesamte Infrastruktur, die Jolt an den Standorten von Rewe und Penny bauen wird, soll gemäß der Ankündigung ohne Mittelspannungsausbau auskommen, sondern nur über das Niederspannungsnetz realisiert werden.
Angesichts von typischen Aufenthaltszeiten von 20 bis 30 Minuten für einen Lebensmitteleinkauf gelten Parkplätze bei Supermärkten und Discountern als ideales Szenario für das Schnellladen von Elektroautos. Rund 60 Prozent der Bevölkerung in Deutschland lebt im urbanen Raum, etwa 80 Prozent davon zur Miete – und oft ohne Möglichkeit auf eine private Wallbox. Das Schnellladen während des Einkaufs kann hier eine gute Möglichkeit sein, das E-Auto ohne Umwege oder Zeitverluste zu laden. An vielen Standorten sind die dafür nötigen Netzanschlüsse und Trafostationen aber nur mit erheblichem Aufwand realisierbar.
Der Standort in Heidelberg wurde laut Jolt auf Basis technischer, wirtschaftlicher und strategischer Kriterien ausgewählt. „Neben der hohen Nachfrage nach Schnellladen spielte die Flächencharakteristik eine entscheidende Rolle. Die kompakte Jolt-Lösung ermöglicht eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung bei gleichzeitig hoher Sichtbarkeit und verkehrsgünstiger Lage“, hießt es in der Mitteilung.
Rewe vermarktet auch Werbe-Screens von Jolt
In Heidelberg hat Jolt eine Ladesäule vom Typ Merlin One aufgestellt, die das Unternehmen selbst entwickelt hat – mit bis zu 300 kW Ladeleistung. Die Technik wird vom deutschen Spezialisten ADS-TEC Energy eingekauft, für die Jolt-Lösung charakteristisch ist allerdings der 75 Zoll große Werbebildschirm. Und auch dafür ist Rewe ein Partner: Die Vermarktung der Screen-Inhalte erfolgt über Rewe Group Retail Media Connect. „Neben Drittwerbung werden regionale Inhalte, Wetternews sowie unternehmenseigene Kampagnen ausgespielt. So entsteht ein integriertes Modell, das Ladeinfrastruktur und digitale Außenwerbung miteinander verbindet“, erklärt Jolt.
Die Strategie hinter dem weiteren Ausbau, Partnerschaften wie mit Rewe, die Vermarktung der Screen-Inhalte und auch die Wahl der passenden Hardware hat Jolt-CEO Jörg Lohr Anfang diesen Jahres im ausführlichen Interview mit electrive erklärt.
„Mit Rewe bringen wir High Power Charging genau dorthin, wo es im urbanen Raum am dringendsten benötigt wird: an hochfrequentierte Alltagsorte wie Supermärkte. Unsere batteriegepufferte Technologie ermöglicht ultraschnelles Laden selbst bei begrenzten Netzkapazitäten und eröffnet dem Handel zusätzliche Erlöspotenziale durch integrierte Werbeflächen“, kommentiert Hans Beck, Chief Commercial Officer bei Jolt Energy. „Heidelberg ist der Startpunkt für einen großflächigen Ausbau mit mehr als 100 Standorten pro Jahr.“
Rewe selbst unterhält im Bereich der Ladeinfrastruktur bereits mehrere Partnerschaften mit Anbietern, etwa der EnBW und Shell Recharge. Aber mit diesen Partnern und klassischen Schnellladekonzepten war eben nicht an jeder Filiale der Bau einer Lade-Anlage möglich. „Dank der Spezialisierung auf batteriegepufferte HPC-Ladesysteme ist Jolt für uns der ideale, komplementäre Lösungspartner. Insbesondere dort, wo HPC-Laden bislang aus Platzgründen oder aufgrund begrenzter Netzkapazitäten nicht realisiert werden konnte“, sagt Sebastian Engels, Projektkoordinator bei der Rewe Group und zuständig für den Roll-Out der E-Mobilität. „Der bis zu 75 Zoll große Werbebildschirm an den Jolt-Ladesäulen bietet zusätzlichen Mehrwert, den wir sinnvoll in die Kommunikationsaktivitäten der Rewe Group integrieren können. Wir freuen uns sehr über die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Jolt und darauf, zeitnah weitere Standorte in deutschen Ballungsräumen gemeinsam zu erschließen.“
Quelle: Info per E-Mail





9 Kommentare