Fastned senkt Ad-hoc-Ladepreis in Deutschland auf 69 Cent/kWh
Die vorübergehende Senkung der Netzentgelte hatte die Bundesregierung im September beschlossen und später von einem Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro gesprochen, um diese Senkung in 2026 zu realisieren. Dabei gibt es jedoch keinen bundeseinheitlichen Fixbetrag pro Kilowattstunde, sondern die Bundesregierung spricht von durchschnittlich 2 Cent/kWh, wobei es individuelle Abweichungen geben kann. Ob es einen solchen Bundeszuschuss auch 2027 wieder geben wird, ist übrigens noch unklar.
Der niederländische Schnellladeanbieter Fastned will die gesunkenen Netzentgelte, die natürlich auch für die Versorgung von Ladestationen mit Strom gelten, nun mit einem Quartal Verspätung an seine Kunden weiterreichen – dafür fällt die Preissenkung im Ad-hoc-Tarif mit 4 Cent/kWh aber doppelt so hoch aus wie der von der Bundesregierung genannte Durchschnittswert bei der Netzentgeltsenkung.
Konkret sinkt zum 1. April 2026 der Ad-hoc-Ladepreis bei Fastned in Deutschland von73 auf 69 Cent/kWh. Dieser gilt für Nutzer der Ladesäulen, die direkt vor Ort mit Karte bezahlen. Zugleich können die in der Fastned-App registrierten Kunden weiterhin den im Januar eingeführten Rabatt von 10 Prozent erhalten, wenn sie innerhalb der App eine Debit- oder Kreditkarte als Standard-Zahlungsmittel nutzen. Heißt: In der App werden dann noch 62 statt bislang 65 Cent/kWh fällig.
Schnellladen noch attraktiver machen
„Ein attraktives Ladeerlebnis entsteht nicht nur durch gutes Design und hohe Zuverlässigkeit, sondern auch durch einen fairen Preis. Dank der gesunkenen Netzentgelte können wir in Deutschland ab dem 1. April einen niedrigeren Preis anbieten und das Schnellladen für noch mehr Menschen attraktiver machen“, sagt Fastned-Deutschlandchefin Linda Boll.
Auch für Kunden mit der sogenannten Gold-Mitgliedschaft wird es günstiger: Hier sinkt der kWh-Preis von 51 auf 48 Cent. Bei der Gold-Mitgliedschaft handelt es sich um ein Abo für 11,99 Euro im Monat, das 30 Prozent Rabatt auf den Grundpreis gewährt.
In Belgien, Frankreich und Schweiz wird es teurer
Sämtliche genannten Preise gelten nur in Deutschland. Allerdings hat Fastned zum 1. April auch in Dänemark eine Preissenkung von 4,99 auf 3,79 DKK (Ad-hoc) angekündigt, während es in Belgien, Frankreich und der Schweiz teurer wird, mit Fastned zu laden: In Belgien steigt der Ad-hoc-Preis von 73 auf 77 Cent/kWh, in Frankreich von 59 auf 61 Cent/kWh und in der Schweiz von 73 auf 75 Rappen/kWh. Sämtliche internationalen Preise finden sich hier.
Gerade erst hat Fastned seinen Jahresbericht 2025 vorgelegt. Darin nennt Fastned einen Umsatz aus Ladevorgängen von 122,4 Millionen Euro. Davon entfallen 72,8 Millionen Euro auf den Heimatmarkt Niederlande, 16 Millionen Euro auf Belgien, 12,7 Millionen Euro auf Frankreich, 10 Millionen Euro auf Deutschland, 8 Millionen Euro auf Großbritannien und die restlichen 2,75 Millionen Euro auf andere europäische Länder.





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