Pfalzwerke schließen Schnelllade-Ausbau bei Hornbach ab
Mit der Inbetriebnahme des Standorts in Potsdam ist der bundesweite Ausbau abgeschlossen. Dort steht ein High Power Charger mit zwei CCS-Anschlüssen für Ladeleistungen von bis zu 400 kW sowie einem Typ-2-Anschluss zur Verfügung.
Der Energieversorger betreibt an den Hornbach-Filialen insgesamt 253 Schnellladestationen mit 414 HPC-Ladepunkten. Je nach Standort und Ladesäule sind Ladeleistungen von bis zu 400 kW möglich. Hinzu kommen 71 DC-Ladepunkte mit bis zu 50 kW. Wie sich die HPC-Ladepunkte auf die einzelnen Märkte verteilen, führen die Pfalzwerke nicht weiter aus. „Rund 65 Prozent aller Märkte verfügen zudem über eine eigene Trafostation und damit über mehrere Ultraschnellladepunkte“, heißt es lediglich.
„Dass wir heute jeden deutschen Hornbach-Markt mit mindestens einer Schnellladestation ausstatten konnten, zeigt, was mit Vertrauen, langfristigem Denken und technischer Kompetenz möglich ist“, sagt Dominik Habig, Vorstandsmitglied der Pfalzwerke. Kai Pichhardt, Leiter Immobilienmanagement und zuständig für das Thema E-Mobilität bei Hornbach, ergänzt: „Durch die Zusammenarbeit mit den Pfalzwerken haben wir für Kunden, die mit dem Elektroauto unterwegs sind, einen großen Mehrwert geschaffen.“
Verlängerung der Partnerschaft
Bereits im Oktober 2023 hatten beide Unternehmen eine Verlängerung ihrer Zusammenarbeit bis 2033 angekündigt. Damals stellten sie zusätzliche Ladepunkte und höhere Ladeleistungen an bestehenden Standorten sowie den Ausbau in weiteren europäischen Ländern in Aussicht. Nun sprechen die Partner erneut von einer Verlängerung um weitere zehn Jahre. Die Verträge für die einzelnen Standorte wurden nach Angaben der Pfalzwerke um 15 Jahre verlängert. Ein konkretes neues Enddatum der Kooperation nennen die Unternehmen nicht.
Die nächste Phase soll nun vor allem der Modernisierung und Optimierung der vorhandenen Infrastruktur dienen. Die Pfalzwerke nennen mögliche Leistungserhöhungen, technische Weiterentwicklungen und eine noch bessere Integration in das Nutzungserlebnis vor Ort. Ziel sei es, die Ladeparks kontinuierlich an die wachsenden Anforderungen der Elektromobilität anzupassen und den Kunden eine zuverlässige und leistungsstarke Schnellladeinfrastruktur zu bieten. Konkrete Maßnahmen oder einen Zeitplan führen die Partner jedoch nicht auf. „Die jetzt vereinbarte Verlängerung mit Hornbach unterstreicht den gemeinsamen Erfolg und den klaren Anspruch, diese Infrastruktur dauerhaft verlässlich und kundenorientiert weiterzuentwickeln“, sagt Alexander Häge, Bereichsleiter E-Mobility und Unternehmensentwicklung bei den Pfalzwerken.
Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen begann bereits im Jahr 2018. Zum Auftakt nahmen die Partner am Hornbach-Stammsitz in Bornheim eine Schnell- und eine Normalladesäule in Betrieb. Geplant war damals, rund 100 geeignete Hornbach-Märkte in Deutschland mit Ladeinfrastruktur auszustatten. Neben AC-Ladepunkten standen zunächst Schnelllader mit bis zu 50 kW im Fokus. Später wurde die Kooperation auf Österreich ausgeweitet. Ende 2021 kündigten die Partner an, bis Ende 2022 Schnellladeparks an 14 Hornbach-Standorten in der Alpenrepublik aufzubauen. Die ersten Anlagen gingen im Sommer 2022 in Seiersberg und Bad Fischau in Betrieb.
In Schweden nahmen die Pfalzwerke 2024 zudem am Hornbach-Markt in Kristianstad zwei Alpitronic-Hypercharger mit jeweils zwei Ladepunkten in Betrieb. Damals kündigte das Unternehmen sechs weitere Standorte in Schweden innerhalb von zwei Jahren an, unter anderem in Göteborg und Malmö. Ob die damals angekündigten weiteren Standorte in Schweden inzwischen umgesetzt wurden, bleibt unklar.





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