Kia baut den EV2 jetzt in Serie
Daher bezeichnet der südkoreanische Autobauer den EV2 als „weiteren Meilenstein in Kias regionaler Elektrifizierungsstrategie“. Da der EV2 auch der bisher kleinste und günstigste Elektro-Kia in Europa ist, wird nicht nur das Portfolio um einen weiteren Stromer ergänzt, sondern auch die Käuferschaft um neue Zielgruppen erweitert.
Das elektrische B-Segment-SUV hatte im Januar 2026 auf der Automesse in Brüssel seine Weltpremiere gefeiert und ist seit Mitte März bestellbar. In Deutschland starten die Preise bei 26.600 Euro für die Basisausstattung und den 42,2 kWh großen Akku, der bis zu 317 Kilometer WLTP-Reichweite ermöglicht. Mit dem großen 61-kWh-Akku beginnen die Preise in der Variante „Air“ ab 33.490 Euro – während bei anderen Elektro-Kias „Air“ die einfachste Ausstattung ist, gibt es beim EV2 noch eine weitere Basisvariante ohne Namenszusatz. Die große Preisdifferenz ist nicht nur auf den größeren Akku mit bis zu 453 Kilometern Reichweite zurückzuführen, sondern umfasst auch eine um eine Stufe höherwertige Ausstattung. Insgesamt ist die Ausstattungs-Logik beim EV2 nicht gerade simpel – auch mit der Unterscheidung zwischen dem Vier- und Fünfsitzer –, weshalb wir für weitere Details auf unseren Artikel zum Bestellstart verweisen.
Anders als bei der Schwestermarke Hyundai mit deren kleinstem Elektroauto Inster ist der EV2 kein elektrifizierter Ableger eines Verbrenner-Kleinwagens, sondern das bis dato kleinste Modell auf Basis der Elektro-Plattform E-GMP. Damit nutzt der EV2 im Grunde den gleichen Baukasten wie der ebenfalls in Zilina gebaute EV4, auch wenn bei dem B-Segment-Fahrzeug andere Komponenten und Batteriegrößen genutzt werden. Zum Produktionsstart fertigt Kia den EV2 übrigens nur mit der 42,2 kWh großen „Standard Range“-Batterie, die Produktion der Exemplare mit großem Akku und auch der Top-Ausstattung GT-Line soll im Juni anlaufen.
Dass der EV2 im europäischen Kia-Werk vom Band läuft, ist die Folge einer Investition von über 200 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Mit diesem Budget hat Kia Slovakia die Produktion des 2004 eröffneten Werks modernisiert und dabei nach eigenen Angaben unter anderem in Roboter der nächsten Generation, die Optimierung der Produktionslinien und die Verbesserung des Arbeitsumfelds investiert. Tatsächlich wurden die Anlagen für den EV2 schon im Zuge der Vorbereitungen auf die Produktion des EV4 eingerichtet – das erste E-GMP-Modell aus Zilina wird seit August 2025 in Serie gebaut.









Mit welchen Stückzahlen des EV2 Kia plant, geht aus der Mitteilung nicht hervor. 2025 hat das slowakische Werk rund 300.000 Fahrzeuge und etwa 470.000 Motoren hergestellt, darunter die Verbrenner/Hybrid-Baureihen XCeed und Sportage sowie den erwähnten Elektro-Kompaktwagen EV4 – einen Fahrbericht zu diesem Modell können Sie hier nachlesen. Die in Zilina gebauten Kias stehen für 9,3 Prozent der weltweiten Kia-Produktion, die Fahrzeuge wurden in 73 Länder exportiert.
„Der Produktionsstart des EV2 bestätigt erneut unsere technischen Fähigkeiten und unsere Flexibilität in Europa“, sagt Soohang Chang, Präsident und CEO von Kia Europe. „Mit dem Produktionsstart des EV4 im vergangenen August haben wir unsere Fähigkeit unter Beweis gestellt, vollelektrische Modelle sowie Fahrzeuge mit Hybrid- und Verbrennungsmotoren parallel zu produzieren. Mit dem EV2 wird die Produktion unseres slowakischen Werks die Elektrifizierungsstrategie von Kia in Europa nun noch besser unterstützen.“





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