BMW-Werk Steyr baut nun auf zwei Linien E-Motoren
Die Elektromotoren der „Gen6“ hatte BMW im Februar 2025 vorgestellt. Dabei hält BMW am Konzept der SSM fest – also der stromerregten Synchronmaschine. Dabei wird das Magnetfeld im Rotor nicht durch Permanentmagnete, sondern durch eine mit Gleichstrom erregte Wicklung erzeugt. Dabei wurde die SSM weiterentwickelt, um für die neue 800-Volt-Architektur der „Neuen Klasse“ optimiert zu werden, deren erste beiden Modelle der iX3 und der i3 sind.
Anfang August 2025 meldete BMW dann den Start der Serienproduktion dieser Gen6-Motoren in seinem Werk in Steyr. Es ist zugleich der erste vollelektrische Antrieb, der am Standort Steyr gefertigt wird, während dort weiterhin auch noch Diesel- und Benzinmotoren hergestellt werden.
Durch den Serienstart einer zweiten Produktionslinie für diese E-Motoren in Steyr erhöht BMW nun deutlich die Kapazität. Das kommt zum rechten Zeitpunkt, denn die Nachfrage nach dem im März eingeführten E-SUV iX3 ist so hoch, dass BMW in seinem Werk im ungarischen Debrecen bereits auf Zweitschichtbetrieb umstellen musste. Und für die neue E-Limousine i3, die ebenfalls die Elektromotoren aus Steyr benötigt, soll die Serienproduktion im August in München beginnen.
Nachdem 2025 in Steyr bereits die ersten 8.500 E-Motoren für den BMW iX3 hergestellt wurden, will der bayrische Autobauer nun sowohl mit einer Stückzahlsteigerung auf der ersten Linie als auch der Inbetriebnahme der zweiten Produktionslinie bereits in diesem Jahr eine Kapazität von über 100.000 E-Motoren in Steyr erreichen.
„Wir freuen uns über die Beliebtheit unserer neuen vollelektrischen Modelle der ‚Neuen Klasse‘. Der BMW iX3 ist bereits jetzt das meistbestellte BMW E-Modell in Österreich. Auch der kürzlich vorgestellte BMW i3 stößt auf große Zustimmung. Mit dem Serienstart der zweiten Produktionslinie werden wir unsere Fahrzeugwerke Debrecen und München mit mehr jener Motoren beliefern, die in diesen Modellen stecken. Das ist unser Beitrag zum Hochlauf der ‚Neuen Klasse‘,“ sagt Werksleiter Harald Gottsche.
Helmut Hochsteiner, Leiter der E-Antriebsproduktion im BMW Group Werk Steyr, ergänzt: „Zusätzlich zur Kapazitätssteigerung bietet diese neue Produktionslinie mehr Flexibilität für Antriebsvarianten. Künftig wird an dieser Linie neben dem regulären Elektromotor der sechsten Generation auch eine Sport-Variante für BMW M vom Band laufen. Wir sind damit bestens aufgestellt, um den Wandel zur Elektromobilität auch aus Steyr heraus weiter voranzutreiben.“





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