Opels erster Formel-E-Rennwagen heißt GSE 27FE
Es ist genau einen Monat her, als Stellantis die lange erwartete Marken-Rochade für sein Formel-E-Engagement verkündet hat: DS zieht sich nach vielen Jahren aus der elektrischen Formel-Rennserie zurück, Opel steigt mit einem Werkseinsatz stattdessen in die Formel E ein. Schon im Jahr zuvor wurde intern Maserati gegen Citroen getauscht. Künftig vertreten also Opel und Citroen den Konzern in der Rennserie.
Der Opel-Rennwagen wird dabei auf den Namen Opel GSE 27FE hören, wie der Hersteller nun mitteilt. GSE steht dabei für das Opel-eigene Kürzel für die sportlichsten Elektroautos, die 27 für die Saison 2026/2027 und das FE für die Formel E. Das Fahrzeug wurde jetzt bei gemeinsamen Testfahrten aller Formel-E-Hersteller auf dem Circuit Paul Ricard im französischen Le Castellet vorgestellt – wie auch schon der neue 975 RSE von Porsche. Wie für Opel im Motorsport typisch ist der Rennwagen in Neongelb, Schwarz und Weiß gehalten. Allerdings handelt es sich dabei um eine spezielle Test-Lackierung für den Rollout, das finale Design inklusive der Sponsoren-Schriftzüge soll auf dem Pariser Autosalon im Oktober vorgestellt werden.
Bei dem Chassis, der Batterie und der Antriebseinheit and er Vorderachse handelt es sich in der Formel E um einheitliche Standard-Teile, die für alle Hersteller gleich sind und nicht verändert werden dürfen, um die Kosten zu senken. Die Hersteller entwickeln aber die wichtige hintere Antriebseinheit samt Aufhängung und der Software selbst – im Falle von Stellantis bringt auch Citroen sein Knowhow ein. Auch wenn die Rennwagen äußerlich gleich aussehen, gibt es technische Unterschiede. Die Leistung ist aber gleich: Die neuen Gen4-Rennwagen leisten bis zu 600 kW, können dank des elektrischen Allradantriebs schneller als ein Formel-1-Rennwagen beschleunigen und werden bis zu 335 km/h schnell. Die Rekuperationsleistung, mit der Energie beim Bremsen zurückgewonnen werden kann, beträgt sogar bis zu 700 kW.






„Was wir heute enthüllen, ist weit mehr als ein Prototyp“, sagt Jörg Schrott, Teamchef des Opel GSE Formula E Teams. „Der Opel GSE 27FE ist ein strategischer Technologiebeschleuniger für unsere Arbeit in der Serie und speziell für unsere GSE-Performance-Modelle. Nach vielen intensiven Stunden auf dem Prüfstand integrieren wir nun den kompletten Antriebsstrang ins Auto und werden ab Anfang Mai auf der Rennstrecke sein.“
In dem kommenden Monaten wird es also weitere Tests und Prüfstandsläufe mit dem GSE 27FE geben. Am Steuer wird dann – wie schon beim Rollout in Le Castellet – die deutsche Rennfahrerin Sophia Flörsch sitzen. „Nach ersten Tests im Simulator hier das erste Mal im Formel-E-Gen4-Rennwagen von Opel zu fahren, ist ein unbeschreiblicher Moment. Das brutale Drehmoment, diese völlig neue Performance – es fühlt sich an wie die Zukunft des Motorsports, und ich bin bereit, die Limits herauszufahren“, bekräftigt Flörsch. Ob sie auch einen der beiden Plätze als Werksfahrer für die kommende Saison erhält, ist noch nicht bestätigt.





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