Dettendorfer Energy eröffnet Lkw-Ladepark südlich von Ingolstadt
Im November 2024 hat Dettendorfer Energy seinen ersten öffentlichen Lkw-Ladepark am Inntaler Autohof in Raubling in Betrieb genommen, und zwar mit zwölf Ladepunkten geeignet sowohl für E-Lkw und E-Busse wie auch E-Pkw. Dafür wurden zwei Alpitronic HYC400 und vier Alpitronic HYC300 installiert, also Ladestationen mit bis zu 400 bzw. 300 kW Leistung. Und als Besonderheit wurden Lkw-taugliche Spuren eingerichtet, bei denen eine einfache Nutzung ohne Abkoppeln eines Sattelaufliegers möglich ist.
Nun folgt der zweite Wurf des Joint Ventures der Spedition Dettendorfer sowie Energie Südbayern: In Zusammenarbeit mit dem bayrischen Transportunternehmen Alfred Amenda & Sohn haben die Partner nun einen zweiten Lkw-Ladepark errichtet – und diesmal sogar mit Megawatt-Leistung. Dabei soll die Einrichtung nahe der Autobahnabfahrt Langenbruck an der A9 zugleich der erste öffentlich zugängliche Standort in Südbayern mit dem Megawatt Charging System (MCS) sein.
Das heißt allerdings nicht gleich, dass dort alle E-Lkw mit einer Leistung von einem Megawatt laden können, denn noch wird MCS von keinem Hersteller serienmäßig verbaut. Doch das soll schon in Kürze passieren – und somit ist der neue Lkw-Ladepark von Dettendorfer Energy gut für die Zukunft gerüstet.
Und damit der Lkw-Ladepark nicht ungenutzt herumsteht wie die eine oder andere Wasserstoff-Tankstelle, können E-Lkw und E-Busse dort auch mit herkömmlichen CCS-Steckern laden, und zwar mit einer Leistung von bis zu 600 kW. Möglich macht das das moderne HYC1000-Ladesystem von Alpitronic, das vor reichlich einem Jahr vorgestellt wurde.
Dettendorfer Energy spricht von insgesamt fünf parallel nutzbaren Ladespuren am Lkw-Ladepark Langenbruck. Dieser besteht aus der HYC1000 Power Unit (max. 1.000 kW mit dynamischer und bedarfsgerechter Leistungsverteilung), zwei Ladesäulen mit sowohl MCS- als auch CCS‑Stecker (je max. 750 kW und künftig 1.000 kW MCS / max. 600 kW CCS) und einer reinen CCS‑Ladesäule (max. 600 kW CCS, beidseitig nutzbar). Hinzu kommt noch eine separate Ladestation vom Typ HYC400 (max. 400 kW mit 2 Ladepunkten). Der Ladepark ist so geplant, dass er auf eine zweistellige Anzahl von Ladeplätzen erweitert werden kann.
Georg Dettendorfer, Geschäftsführer der Dettendorfer Gruppe, sagt zur Eröffnung: „In Langenbruck setzen wir den höchsten heute verfügbaren Ladestandard um. Mit Megawattladen ist die nächste, wichtige Stufe in der Dekarbonisierung des Güterverkehrs erreicht: kürzere Standzeiten, planbare Abläufe und neue Möglichkeiten im täglichen Betrieb. Unser Ladepark ist noch einer von wenigen MCS-Standorten in Deutschland. Für einen elektrifizierten Güterkraftverkehr braucht es solche innovativen Lösungen – und daran arbeiten wir hier in Bayern gemeinsam.“
Mit der Ladekarte von Energie Südbayern – powered by Dettendorfer Energy ist das Laden an den von Dettendorfer Energy betriebenen Ladesäulen besonders preiswert. Hiermit fallen für Spediteure 41,2 ct/kWh netto an. Es werden aber auch Ladekarten und Apps von Roaming-Partner akzeptiert, wobei Dettendorfer Energy an den Ladenetz-Roamingverbund angeschlossen ist. In unmittelbarer Nähe des Lkw-Ladeparks befinden sich zwei Schnellrestaurants, ein Einkaufsmarkt, eine Bäckerei und eine Tankstelle.
Quelle: per Mail, linkedin.com





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