Ladenetz von Smatrics EnBW wächst auf 683 HPC-Ladepunkte

Das Österreich-Joint-Venture Smatrics EnBW hat sein Ultraschnellladenetz im ersten Quartal 2026 auf 683 HPC-Ladepunkte an 113 Standorten ausgebaut. Bis Jahresende sollen mehr als 900 HPC-Ladepunkte zur Verfügung stehen. Nach den bislang kommunizierten Q1-Zahlen wäre dafür in den kommenden Monaten jedoch ein deutlich höheres Ausbautempo nötig.

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Bild: Smatrics

Wie Smatrics EnBW mitteilt, ist das eigene Ladenetz in Österreich in den vergangenen zwölf Monaten von rund 460 auf 683 Ultraschnellladepunkte gewachsen. Das entspricht einem Plus von knapp 50 Prozent. Die HPC-Ladepunkte bieten Ladeleistungen von bis zu 400 kW und verteilen sich inzwischen auf 113 Standorte. Rund 450 dieser Ladepunkte befinden sich laut dem Joint Venture an Standorten aus dem Einzelhandel, an Fachmarktzentren und Baumärkten.

Im ersten Quartal 2026 kamen neue Ladepunkte in drei Bundesländern hinzu: In Wien wurden zwölf HPC-Ladepunkte errichtet, in Niederösterreich zehn und in Oberösterreich acht. „Damit befinden sich mehr als die Hälfte aller Smatrics-EnBW-Ultraschnellladepunkte in den drei genannten Bundesländern“, heißt es. Zur genauen Verteilung auf einzelne Standorte macht das Joint Venture allerdings keine näheren Angaben.

Konkret teilt Smatrics EnBW lediglich mit, dass sich alle im ersten Quartal neu errichteten Ladepunkte bei Einzelhandelspartnern befinden. Smatrics EnBW sieht darin einen wichtigen Hebel für den weiteren Ausbau, weil sich vorhandene Parkflächen und Infrastruktur nutzen lassen. „Attraktive Standorte sind das A und O beim Ausbau der Ladeinfrastruktur – besonders in einem bereits gut ausgebauten Markt wie Österreich. Lademöglichkeiten bei Handelspartnern bringen den Vorteil, dass keine neuen Parkflächen geschaffen werden müssen. So können wir die Errichtung aufgrund vorhandener Infrastruktur rascher und einfacher umsetzen“, so Thomas Landsbek, CEO von Smatrics EnBW.

Neben der Zahl der Ladepunkte rückt Smatrics EnBW auch die zunehmende Qualität der eigenen Standorte in den Vordergrund. Das Unternehmen nennt unter anderem Preisanzeigen, Kartenzahlung, Gastronomie- und Sitzbereiche, Toiletten, Überdachungen sowie Ladepunkte für Fahrzeuge mit Anhänger. Besonders an autobahnnahen Standorten sollen solche nutzerfreundlichen Funktionen die Akzeptanz des öffentlichen Ladens erhöhen.

Mit dem Ausbau sieht sich Smatrics EnBW auch für den weiteren Hochlauf der Elektromobilität in Österreich gerüstet. In der Mitteilung verweist das Unternehmen darauf, dass im März bereits jeder vierte neu zugelassene Pkw in Österreich rein elektrisch angetrieben war. „Dass 2026 das Durchbruchsjahr für die E-Mobilität wird, ist für mich keine Überraschung“, sagt Landsbek. Smatrics EnBW – und Österreich generell – hätten frühzeitig in eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Ladeinfrastruktur investiert. In Österreich stünden anbieterübergreifend inzwischen mehr als 4.300 HPC-Ladepunkte zur Verfügung.

Das Joint Venture Smatrics EnBW will seinerseits das eigene Ladenetz bis Ende 2026 auf mehr als 900 Ultraschnellladepunkte ausbauen. Bereits Ende Januar hatte das Unternehmen angekündigt, im laufenden Jahr 250 neue HPC-Ladepunkte in Österreich errichten zu wollen und bis Ende dieses Jahres über diese Anzahl an Ladepunkten verfügen zu wollen. Somit hält Smatrics EnBW auch nach Ablauf des ersten Quartals 2026 an einem im Januar gesteckten Ausbauziel für dieses Jahr fest.

Rechnerisch bleibt das Jahresziel damit aber ambitioniert: Von 655 Ladepunkten Ende Januar auf mehr als 900 Ladepunkte bis Ende 2026 entspräche einem Zubau von rund 250 HPC-Ladepunkten. Der nun genannte aktuelle Stand von 683 Ladepunkten bedeutet gegenüber Januar jedoch erst ein Plus von 28 Ladepunkten. Selbst wenn man die in der Mitteilung für das erste Quartal genannten 30 neuen Ladepunkte zugrunde legt, müsste Smatrics EnBW in den verbleibenden neun Monaten noch mehr als 200 zusätzliche HPC-Ladepunkte ans Netz bringen. Das bisherige Ausbautempo müsste sich dafür also deutlich erhöhen.

ots.at

2 Kommentare

zu „Ladenetz von Smatrics EnBW wächst auf 683 HPC-Ladepunkte“
Holger Kliesch
05.05.2026 um 16:29
Sehr gut! Der dringende Ausbau der SMATRICS Ladestützpunkte muss schnell wachsen. Wir fahren 3 Jahre E und begrüßen dies zutiefst. Das Heute und das Morgen gehört dem E-Mobile! Zweihundert Jahre Otto Motor ( Verbrenner ) sind genug. Im Museum Ja auf der Straße Nein!
FM
12.05.2026 um 14:33
Weiß jemand, ob die Smatrics / EnBW-Standorte über den Ladetarif L für €0,39 kWh verfügbar sind?Wenn ich über die Mobility+ App den Tarif L mit 12 Euro Grundgebühr auswähle, bekomme ich m. E. alle EnBW Standorte für 39 Cent. Ich finde keinen Hinweis, ob dies auch bei den in Österreich der Fall ist oder ob die separat laufen.

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