Kempower stellt kombinierten MCS/CCS-Dispenser vor

Der finnische Ladestationshersteller Kempower hat das neue Produkt Mega Satellite Flex vorgestellt – und damit den ersten Dispenser des Unternehmens, der einen MCS- und CCS-Anschluss kombiniert.

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Bild: Kempower

Bereits 2024 hat Kempower für den Schwerlastbereich sein erstes eigenes MCS-Ladesystem vorgestellt, das mit einer Stromstärke von bis zu 1.500 Ampere funktioniert und eine Leistung von 1,2 Megawatt (MW) schafft. Die ersten Inbetriebnahmen bei Kunden erfolgten dann im September 2025. Dabei deutete sich an, dass es das Ladesystem auch kombiniert mit MCS- und CCS-Stecker geben soll – ein entsprechendes Produkt hatte Kempower aber zu dem Zeitpunkt noch nicht auf dem Markt.

Denn die MCS-Technologie – das Kürzel steht für Megawatt Charging System – hat bislang noch ein typisches Henne-Ei-Problem: Sie ist noch kaum verbreitet. Fahrzeughersteller verbauen die MCS-Anschlüsse bei E-Lkw noch nicht serienmäßig, was aber schon bald passieren soll. Umgekehrt gibt es aber auch noch wenige MCS-Ladestationen.

Mit dem neuen Dispenser namens Kempower Mega Satellite Flex haben die Finnen auf der Advanced Clean Transportation (ACT) Expo in Las Vegas daher nun eine Lösung vorgestellt, die den Übergang zum MCS-Verfahren unterstützt, an der zugleich aber auch Fahrzeuge mit dem seit langem bekannten CCS-Verfahren laden können. Eine solche Kombination bietet auch schon Konkurrent Alpitronic an. Das Stecker-Doppelpack mit CCS und MCS soll Ladeanbieter dabei unterstützen, in der Transformationsphase von CCS zu MCS bei E-Lkw eine hohe Auslastung der Ladestationen zu erzielen.

Konkret handelt es sich beim Mega Satellite Flex dabei um einen Dispenser, der an eine Power Unit von Kempower angeschlossen werden muss. Denn wie schon der Name sagt, handelt es sich – wie auch bei anderen Ladepunkten von Kempower – um einen Teil eines Satellitensystems. Die höchstmögliche Ladeleistung beträgt dabei 1,2 Megawatt mit MCS oder aber 560 kW mit CCS – eine Leistung die heute noch kaum ein Fahrzeug unterstützt.

Kempower-CPO Jussi Vanhanen sagt: „Wir sind stolz darauf, unsere neueste Lösung vorzustellen, die unsere Kunden dabei unterstützt, den nächsten Schritt in Richtung emissionsfreier Schwerlastverkehr zu gehen. Unsere flexible Lösung unterstützt Betreiber dabei, mehr Fahrzeugtypen zu bedienen, die Standortauslastung und die Kapitalrendite kurzfristig zu steigern und sich gleichzeitig auf den MCS-Übergang vorzubereiten.“

Der Kempower Mega Satellite Flex soll ab Juli 2026 in Europa und Nordamerika erhältlich sein und wird diesen Sommer auf Veranstaltungen in ganz Europa vorgestellt.

kempower.com

1 Kommentar

zu „Kempower stellt kombinierten MCS/CCS-Dispenser vor“
18MALL99
07.05.2026 um 21:52
Cool, aber wie hesslich kann man so ein Teil eigentlich designen...Im Vergleich zu den Alpis HYC1000

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