Plattform-Wechsel: Neuer DS N°7 E-Tense kostet ab 56.300 Euro

Die Stellantis-Marke DS Automobiles präsentiert mit dem neuen DS N°7 den Nachfolger des DS 7 – und den zugehörigen Stromer DS N°7 E-Tense. Als Preis für die Elektro-Version ruft DS in Deutschland ab 56.300 Euro auf. Der Bestellstart soll in wenigen Wochen erfolgen, der Marktstart dann im Herbst. (Update am Ende des Artikels)

Ds automobiles ds n7 min
Bild: Stellantis

Der DS N°7 (gesprochen: „DS Nummer Sieben“) ist ein Kompakt-SUV, das in der nun eingepreisten, neuen Generation auf die Plattform STLA-Medium wechselt. Das Modell kommt im Herbst mit elektrischem Antrieb und mit Hybrid-Technik auf den Markt. Letzterer kostet ab 47.700 Euro, die reinen E-Antriebe sind standardmäßig teurer: Für den DS N°7 E-Tense mit Standard-Reichweite (543 Kilometer) ruft DS Automobiles 56.300 Euro auf, für die einmotorige Long Range Variante mit bis zu 740 Kilometern sind es ab 61.700 Euro. Etwas später soll noch ein Allradler ab 66.000 Euro folgen.

Alle Varianten werden dabei in den Ausstattungslinien Pallas, Étoile und zeitlich befristet auch als Kollektions-Modell La Première erhältlich sein. Die noch im März ebenfalls aufgezählte Basis-Ausstattung Aura erwähnt DS hingegen nicht mehr.

Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei dem nun bestellfertigen Stromer um den Nachfolger des seit 2018 erhältlichen Bestsellers DS 7. Dieser wechselt von der EMP2-Plattform auf Stellantis‘ STLA-Medium-Architektur – analog zu mehreren Opel-, Jeep- und Peugeot-Stromern, die auch schon auf der neuen Plattform stehen. Wie das Vorgängermodell ist auch der DS N°7 dabei ein 4,66 Meter langes Mittelklasse-SUV, das mit Premiumausstattungen punkten will. Die 2014 gegründete Stellantis-Marke fischt mit ihrem Anspruch und Preis also nicht im Massensegment der Kompakt-SUV, sondern peilt eine begrenzte Zielgruppe an. Damit geht einher, dass der DS7 zwar das elektrische Kernmodell der französischen Marke, aber eben trotzdem ein Nischenstromer ist. Innerhalb des DS-Sortiments gesellt sich der DS N°7 zum 2025 eingeführten Topmodell DS N°8 und der kompakten Limousine DS N°4.

ModellversionAusstattungListenpreis
DS N°7 E-Tense FWDPallasab 56.300 Euro
Étoileab 62.650 Euro
La Premièreab 68.150 Euro
DS N°7 E-Tense FWD Longe Range Pallasab 61.700 Euro
Étoile ab 68.950 Euro
La Premièreab 74.450 Euro
DS N°7 E-Tense AWD Longe RangePallas   ab 66.600 Euro
  Étoileab 72.950 Euro
La Premièreab 78.450 Euro

Drei Motorisierungen bei den reinen Stromern

Die rein elektrischen Modellversionen werden dabei künftig in drei Leistungsstufen erhältlich sein. Der DS N°7 E-Tense FWD beherbergt einen Vorderradantrieb mit 169 kW und eine 73,7-kWh-Batterie für eine Reichweite von bis zu 543 Kilometern. Kurzfristig kann die Boost-Funktion des Modells die Leistung auf 191 kW steigern. Bei allen elektrischen DS N°7 gilt zudem: die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 190 km/h begrenzt.

Der DS N°7 E-Tense FWD Long Range hat einen stärkeren Frontmotor mit 180 kW Leistung verbaut und kann im Boost-Modus kurzzeitig 206 kW abrufen. Die Reichweite beziffert DS auf bis zu 740 Kilometer. Ermöglicht wird diese hohe Distanz durch „die effiziente Aerodynamik und eine Batteriekapazität von 97,2 kWh“, wie die Franzosen mitteilen. Der Luftwiderstandsbeiwert beträgt konkret 0,26, was auch auf der Autobahn (bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 km/h) noch mehr als 450 Kilometer Reichweite erlauben soll. DS positioniert das Modell damit bewusst als langstreckentauglichen Stromer.

Beim DS N°7 E-Tense AWD Long Range geht es hingegen auch um den Output. Das Allradmodell fährt mit einer Systemleistung von 257 kW vor (mit Boost kurzzeitig 276 kW) und soll in 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Der hier ebenfalls verbaute 97,2-kWh-Akku sorgt laut DS auch im schwereren Topmodell für bis zu 679 Kilometer.

Der große Akku mit NMC-Zellen ist uns bereits aus Peugeot-Modellen wie dem E-3008 und E-5008 bekannt. Er wird in Nordfrankreich hergestellt und bietet eine DC-Ladeleistung von 160 kW. Für einen Premiumstromer ist dies kein überwältigender Wert. DS betont aber: „Wichtiger als die maximale Ladeleistung ist jedoch die Ladekurve, an der die Ingenieure des N°7 mit großer Akribie gearbeitet haben. Ergebnis dieser Arbeit ist eine sehr flach abfallende Ladekurve, die zwischen 20 und 55 Prozent Ladezustand annähernd konstant bei 160 kW bleibt. So lässt sich innerhalb von zehn Minuten eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern zurückgewinnen.“

Für einen Ladevorgang von 20 auf 80 Prozent gibt der Hersteller eine Ladezeit von 27 Minuten an. Außerdem kann die Batterie sowohl automatisch als auch manuell thermisch vorkonditioniert werden. Diese Batterieheizung und auch die im DS-Stromer erhältliche V2L-Funktion sind bekanntlich neue, nachträglich zugänglich gemachte Features der STLA Medium. Zusätzlich ist der N°7 auch Plug&Charge-fähig.

Der Vollständigkeit halber sei zudem die vierte Modellvariante, der DS N°7 Hybrid, genannt. Dieser Mild-Hybrid kombiniert einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit einem 48-Volt-Elektromotor und kann „kurze Strecken rein elektrisch zurückzulegen“. Ein weiterer, größerer Hybrid-Antrieb ist laut DS bereits in Vorbereitung. Details will der Autobauer aber erst später nennen.

N°7 wächst in der Länge um fünf Zentimeter

Unabhängig vom Antrieb spielt der DS N°7 wie sein Vorgänger mit den Segmenten: Das bewusst kompakte Außenmaß kombiniert die Pariser Marke mit Komfort und Innenraum-Features aus höheren Fahrzeugklassen. Gegenüber dem DS 7 bleibt der neue DS N°7 mit einer Breite von 190 Zentimetern und einer Höhe von 163 Zentimetern unverändert, er wächst aber in der Länge um rund sieben Zentimeter auf 4,66 Meter. Dies kommt vor allem dem Radstand (+5 cm auf 2,79 Meter) und somit den Platzverhältnissen innen zugute. Der Kofferraum bleibt hingegen weitgehend identisch: Je nach Antriebstechnologie und Audiosystem bietet er ein Volumen zwischen 500 und 560 Litern. Wenn die in Segmenten 40/20/40 teilbare Rückbank umgeklappt wird, entsteht eine nochmals größere, ebene Ladefläche.

Optisch bleibt DS seiner elegant-dynamischen Linie treu. Das neue Modell steht dabei auf Leichtmetallrädern mit einem Durchmesser von 18 bis 21 Zoll. Neu ist u.a. die leichte Wölbung des Daches, was vom Konzeptfahrzeug DS Aero Sport Lounge inspiriert ist. Gleichzeitig stellt die gebogene Dachlinie die Kopffreiheit für die Fondpassagiere sicher. Der größere Radstand macht sich ansonsten in einer größeren Beinfreiheit bemerkbar. Und: Die hinteren Türen sind im Vergleich zum Vorgänger verlängert worden – u.a. um die Fläche der Seitenfenster um 30 Prozent zu vergrößern. Das optionale Panoramadach wurde laut DS „sogar um 40 Prozent vergrößert“.

Die Front des DS N°7 wird derweil von der neuen Lichtsignatur der Pariser Premiummarke charakterisiert, die mit dem DS N°8 eingeführt wurde. Als Farben stehen für das Kompakt-SUV Palladium-Grau, Topas-Blau, Alabaster-Weiß, Kristall-Grau, Perla-Nera-Schwarz sowie die neue Lackierung Seiden-Grün zur Wahl. Zusätzlich individualisierbar ist das Modell durch ein in Schwarz absetzbares Dach sowie „eine erweiterte Zweifarbenlackierung dank innovativer Paintjet-Technologie“, wie es weiter heißt. Dadurch lässt sich etwa die Motorhaube und der Kühlergrill in Schwarz absetzen.

Vom aktiven Fahrwerk bis zum Nackenwärmer

Als weitere Features des DS N°7 nennt der französische Hersteller ein aktives Fahrwerk („DS Active Scan Suspension“), One-Pedal-Driving, ein speziell dämpfendes Verbundglas für den akustischen Komfort und ein Highend-Soundsystem („Electra 3D“). Die Vordersitze sind zudem je nach Ausstattungslinie mit Heiz-, Kühl- und Massagefunktionen ausgestattet. Außerdem bietet DS einen „Nackenwärmer“, „der sanfte Warmluft um den Nacken strömen lässt“, wie es heißt. Weiter können auch die Fondpassagiere eine eigene Sitzheizung nutzen und die Klimaanlage separat regulieren.

Die Ausstattungsniveaus sind dabei in die Linien Pallas und Étoile unterteilt. Bei der Innenausstattung gilt ferner, dass „alle Flächen mit weichen Materialien bezogen“ sind und mit gebürstetem Aluminium oder Echtholzverkleidungen kombiniert werden können. Weitere Premiummerkmale sind u.a. Nappaleder-Sitzbezüge und eine Ambientebeleuchtung. Das Cockpit wird von einem Digital-Kombiinstrument beherrscht, das einen Zehn-Zoll-Bildschirm mit einem 16-Zoll-Touchscreen zusammenfasst. Das Instrument ist oberhalb der Mittelkonsole in die Armaturentafel integriert.

Was noch? Der Wechsel auf die STLA-Medium ermöglicht dem neuen DS N°7 auch deutliche Verbesserungen bei den Fahrassistenzsystemen. In diesem Zuge soll das Modell u.a. mit digitale Rückspiegeln, einem erweiterten Head-Up Display und einer in den vorderen Stoßfänger integrierten Infrarotkamera („DS Night Vision“) punkten. Außerdem hält der DS Drive Assist 2.0 Einzug, ein ADAS-System, das u.a. teilautomatisiertes Fahren der Stufe 2 erlaubt. Ferner erhält der N°7 das konzerneigene Multimediasystem der nächsten Generation („DS Iris System 2.0 mit ChatGPT“), das per Spracherkennung oder über den Touchscreen bedient wird. Und: „Die Integration der Künstlichen Intelligenz ChatGPT ermöglicht eine natürlich anmutende Konversation mit dem System“, stellt DS heraus.

Modell ist zu knapp 90 Prozent Made in Europe

Wichtig ist DS noch, dass beim N°7 knapp 90 Prozent aller Fahrzeugkomponenten aus europäischer Produktion stammen. So wird etwa die 97,2-kWh-Batterie beispielsweise in der ACC-Gigafactory in Billy-Berclau im Norden Frankreichs gefertigt. An diesem Joint Venture ist Stellantis als Gründungsmitglied und Hauptaktionär beteiligt. Ein weiteres Unternehmen mit Beteiligung von Stellantis, NPE im nordostfranzösischen Trémery, produziert den Elektromotor. Die Endmontage findet im Stellantis-Werk Melfi in Süditalien statt.

Update 22.05.2026: Der neue DS N°7 kann ab sofort in Deutschland bestellt werden. Die Preise für die rein elektrische Version DS N°7 E-Tense beginnen ab 56.300 Euro.

media.stellantis.com, stellantis.com (Update)

2 Kommentare

zu „Plattform-Wechsel: Neuer DS N°7 E-Tense kostet ab 56.300 Euro“
Schwuli
08.05.2026 um 05:36
Hört sich nicht sehr Konkurrenz fähig an.
Ralf
08.05.2026 um 09:34
Als sehr zufriedener DS 7 Hybrid Fahrer (2021, jetzt 110.000km) sind die Anpassungen sehr interessant. Der DS ist auch jetzt noch ein Hingucker, der mit seiner Technik (Assistenzsysteme, 300PS) den ein- oder anderen beeindruckt. Kein Allerweltsauto, das wird so bleiben.

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