E.ON eröffnet vier neue Deutschlandnetz-Ladeparks im Norden

E.ON Drive nimmt dieser Tage vier neue Ladehubs in Bremen und Niedersachsen in Betrieb. Dabei handelt es sich um drei Standorte, die im Rahmen der Regionallose des Deutschlandnetzes errichtet werden, sowie um einen Ladepark auf einem Autobahnrastplatz.

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E.ON-Ladepark in Neustadt am Rübenberge
Bild: E.ON

E.ON Drive hat seine ersten beiden Schnellladestandorte im Rahmen des Deutschlandnetzes im Februar 2025 in Süddeutschland in Betrieb genommen. Seitdem schreitet der Ausbau kontinuierlich voran – und nun kommen vier Ladehubs im Norden hinzu. Die drei Standorte im Rahmen der Regionalllose entstehen in Neustadt am Rübenberge (bei Hannover), Bad Zwischenahn (bei Oldenburg) und Schneverdingen (Lüneburger Heide). Darüber hinaus sind im Auftrag der Autobahn GmbH bereits Ladestationen von E.ON am Rastplatz „Mahndorfer Marsch“ an der A1 in Bremen an der Grenze zu Niedersachsen in Betrieb gegangen.

Timo Sillober, CEO bei E.ON Drive Infrastructure, erklärt: „Mit unseren vier neuen Standorten in Niedersachsen und Bremen setzen wir Maßstäbe für modernes Laden. Alle installierten Ladestationen verfügen über eine Leistung von bis zu 400 Kilowatt – genug, um ein modernes E‑Auto in kurzer Zeit für die nächste Fahretappe zu laden. Wo immer möglich integrieren wir ein digitales Informationssystem: Schon beim Heranfahren sehen unsere Kundinnen und Kunden dann freie Ladeplätze und den aktuellen Ad-hoc-Preis – für maximale Transparenz und ein entspanntes Ladeerlebnis.“

Eine Besonderheit des E.ON Ladeparks in Neustadt am Rübenberge ist eine Photovoltaikanlage mit insgesamt 27 kWp Nennleistung, die sich über drei Dächer erstreckt. Die erzeugte Energie wird direkt für den Ladebetrieb vor Ort genutzt. Die sechs Ladestationen mit insgesamt zwölf Ladepunkten für E-Autos befinden sich in der Nähe der B6 am famila-Supermarkt im Gewerbegebiet am Rudolf-Diesel-Ring 30.

Auch der neue Schnellladestandort in Schneverdingen (Am Vogelsang 12, nahe B3) in der Lüneburger Heide ist in Kooperation mit einem famila-Supermarkt entstanden, so dass der Ladevorgang mit Lebensmitteleinkäufen, einem Besuch bei der Post oder einem Kaffee verbunden werden kann. Acht Schnellladepunkte stehen dort zur Verfügung. Ein T-förmiges Designelement an den Ladestationen zeigt jederzeit die Verfügbarkeit der Ladeplätze sowie den Ad-hoc-Preis an, wobei dieser wie an allen genannten Standorten direkt an einem Kreditkartenterminal bezahlt werden kann. Aber auch die Zahlung per Ladekarte oder Lade-App ist selbstverständlich möglich.

Am Bad Zwischenahner Meer ist ein weiterer Schnellladestandort am Landcafé Neumann entstanden, der einen besonders idyllischen Ladestopp bieten soll. Während das E-Auto an einem der acht Ladepunkte an der Wiefelsteder Straße 12 lädt, können Fahrer und Passagiere im Garten des Cafés eine Pause einlegen und ein Stück Torte genießen.

An der Autobahn A1 in Bremen an der Grenze zu Niedersachsen ist am Rastplatz „Mahndorfer Marsch“ ein Standort mit drei Ladestationen mit jeweils zwei Ladepunkten errichtet worden. Die überdachten Ladestationen mit jeweils 400 Kilowatt Ladeleistung ergänzen das Ladeangebot entlang einer der wichtigsten Nord‑Süd‑Achsen Deutschlands.

An den Standorten mit mindestens acht Ladepunkten steht zudem ein extralanger Stellplatz zur Verfügung, der für das Laden von E-Autos mit Anhänger sowie E-Transportern optimiert ist.

Bei der Ausschreibung des Deutschlandnetzes hatte E.ON Drive drei Regionallose für insgesamt 139 Standorte erhalten, hinzu kamen später noch über 30 Autobahnstandorte auf unbewirtschafteten Rastplätzen. Im Zuge dessen entstehen über 1.350 Schnellladepunkte. Über die verschiedenen Anbieter hinweg investiert der Bund dabei 2,3 Milliarden Euro in rund 9.000 neue Schnellladepunkte an rund 1.000 Standorten, die eigentlich bis Ende 2026 fertig werden sollen – allerdings könnte sich der Aufbau einzelner Standorte laut Nationaler Leitstelle Ladeinfrastruktur bis 2028 hinziehen, v.a. wegen Problemen bei der Bereitstellung der erforderlichen Netzanschlüsse.

eon.de

7 Kommentare

zu „E.ON eröffnet vier neue Deutschlandnetz-Ladeparks im Norden“
Timo Schacht
12.05.2026 um 16:05
Ist ja schön und gut.. aber der Ladepark bei uns in Bassum bei Bremen von Eon im Rahmen des Deutschlandnetz ist schon fast ein Jahr gebaut und immer noch nicht am Netz. Das ist ja mal wieder Deutschlandspeed...
Volker Jaschke
12.05.2026 um 17:38
Macht nichts. Bei der Geheimniskrämerei um die Ladetarife die Eon macht, will da eh niemand laden.
Simon 1
13.05.2026 um 10:03
Ich habe gerade mal Interesse halber geschaut, man findet wirklich keinerlei Informationen auf deren Website, was das Laden kostet oder welche Tarife es gibt. Dafür eine Telefonnummer, wo man anrufen und sich beraten lassen kann. Selten etwas derart nutzerunfreundliches gesehen. Unterwegs Laden wird auch ständig mit Hausstrom vermischt, was ich so finde kostet DC-Laden wohl 61 Cent/kWh und 10 Cent/min bereits nach 45 Minuten. Dazu ein sehr dünnes Netz wo pro Standort meist nur eine einzelne Säule Steht. Verstehe wirklich nicht, warum irgendwer bei eon laden sollte, wo es doch beispielsweise mit EnBW und Ionity viel bessere und gleichzeitig günstigere Optionen gibt.
Musicman
12.05.2026 um 21:39
Danke für die Warnung. Werden großräumig umfahren. Eoff einer der Akteure die mit Reiche die Energiewende sabotieren.
MWF
13.05.2026 um 07:55
„… EOn will damit Maßstäbe setzen“ solange wir mit einem Flickwerk an Ladeparks weiter machen ist und bleiben Teslas Supercharger der Maßstab. Und auf der einen Seite wollen sie mit 400kW schnelle Ladevorgänge bereitstellen, aber weisen darauf hin, dass man ja während dessen einkaufen gehen sollte oder einen romantischen Kaffee genießen sollte.
erFahrer
13.05.2026 um 08:46
Vielen Dank, selten so gelacht - die Rubrik „Kurzschluss“ reicht dafür nicht. „Schenkelklopfer“ vielleicht? Mit 27 kW PV - ausreichend um den Standby der Lader zu versorgen. Wer bei E.ON lädt hat nicht verstanden was dieser Konzern alles unternimmt um sauberen Strom im Netz zu unterbinden. Smart Meter Desaster, Großspeicher-Willkür und einen 0-Sterne Kundenservice ,der alles Zusammengenommen den 1. Preis (der goldene Bremsschuh) als Verhinderer moderner Stromversorgung Deutschland sichert. Gut dass die eigene Preisgestaltung die Umsätze sowieso nur von Unbedarften entstehen lässt. Das Tobias Wagner hier auch noch Werbung bei seinen Videos macht ist erstaunlich- wo er doch sonst so Gemeinwohlfokusiert ist. Bleibt zu hoffen dass dieser E.ON - Hochmut schon ein Indikator für den baldigen Fall darstellt.
id3 forever!
13.05.2026 um 12:05
Die Zusammenarbeit mit Famila ist einfach toll: Endlich ein Angebot mit mehreren Chargern auf dem Parkplatz. Bei Aldi, Lidl und co ist es immer nur ein Charger mit zwei Kabeln. Diese sind dann vielfach besetzt, so dass man sich doch nicht darauf verlassen kann. Finde es gut, dass E.ON und/oder Famila da nicht zu knapp kalkuliert. Auf jeden Fall besser als bei Tankstellenbetreibern, wo ich nichts zu tun habe, außer auf die Zapfsäulen nebenan zu schauen (und mit krumm anschauen zu lassen).Und meines Erachtens ist E.ON auch zuverlässiger geworden. Die alten Dreifachlader haben sie doch mittlerweile alle ausgetauscht

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