Electra halbiert Abo-Preis und senkt kWh-Tarif
Electra hat seine Preise innerhalb der vergangenen zwölf Monate bereits mehrfach angepasst. Jetzt folgt die nächste Änderung. „Mit der Anpassung machen wir unser Abo-Modell deutlich zugänglicher. Wer regelmäßig öffentlich schnelllädt, kann damit einfacher von einem niedrigeren Kilowattstundenpreis profitieren“, so Paul Tonini, Country Manager Deutschland von Electra.
Seit dem 18. Mai zahlen Kunden in Deutschland für das Abo-Modell „Electra+ Smart“ nur noch 4,99 Euro monatlich. Im Gegenzug kostet die Kilowattstunde an den Electra-Schnellladern ab 0,34 Euro. Zuvor lag der Abo-Preis bei 9,99 Euro pro Monat, der niedrigste Arbeitspreis bei 0,39 Euro/kWh.
Rabatte gewährt Electra in dem Tarif auch bei den drei Partnern Ionity, Fastned und Atlante. Letzterer betreibt in Deutschland allerdings noch keine eigenen Ladestandorte. Zur Höhe der Rabatte an den Schnellladern der ChargeLeague-Partner macht Electra vor Abschluss des Abos keine transparenten Angaben. Nach Abschluss zeigt sich jedoch: Bei Ionity sinkt der reguläre Preis mit der Electra-App von 0,75 (ohne Abo) auf 0,64 Euro/kWh, bei Fastned reduziert sich der Kilowattstundenpreis von 0,73 Euro ebenfalls auf 0,64 Euro.
Beim zweiten Abo-Modell „Electra+ Essential“ bleibt es zwar bei der Grundgebühr von 1,99 Euro pro Monat, allerdings wird der Ladepreis von 0,49 Euro/kWh auf 0,44 Euro/kWh gesenkt. Einen Rabatt bei den Partnern Ionity, Fastned und Atlante wird in diesem Tarif nicht gewährt.
Die Preise außerhalb der Abo-Modelle ändern sich nicht: Wer über die Electra-App lädt, zahlt weiterhin 0,54 Euro/kWh. Für spontanes Laden per Kreditkarte gilt unverändert ein Preis von 0,69 Euro/kWh.
Ferner fällt an den Electra-Standorten auch eine Blockiergebühr von 0,40 Euro pro Minute an, sobald die Batterie zu 80 Prozent aufgeladen wurde und der Standort ausgelastet ist. Es gibt jedoch eine Kulanzzeit von fünf Minuten. Zudem ist die Blockiergebühr auf maximal 50 Euro begrenzt. Nutzer erhalten zudem vorab eine Benachrichtigung.
Doch nicht nur in Deutschland sinken die Preise. In Österreich gelten ab sofort die gleichen günstigen Konditionen wie in Deutschland. Parallel treibt Electra den Ausbau seines Schnellladenetzes weiter voran: In Deutschland betreibt das Unternehmen aktuell 26 Stationen, 16 weitere befinden sich derzeit im Bau und sollen bis Ende des Quartals in Betrieb gehen. Auch in Österreich wächst das Netz weiter – unter anderem mit dem nach eigenen Angaben leistungsstärksten öffentlichen Ladepark des Landes in Völkermarkt an der A2.
Dynamische Preise in Frankreich und Belgien
In Frankreich und Belgien führt Electra zudem dynamische Preise ein. Dabei verändert sich der Ladepreis je nach Tageszeit und Auslastung an der Ladestation. In Nebenzeiten sinkt der Preis in den „Electra+“-Tarifen sowie beim App-Preis um 0,10 Euro pro Kilowattstunde. Zu stark nachgefragten Zeiten steigt der Preis hingegen um 0,10 Euro/kWh.
Mit diesem System will Electra die vorhandene Ladeinfrastruktur gleichmäßiger auslasten. Nutzer, die zeitlich flexibel sind, können gezielt günstiger laden, heißt es. Ziel ist es, die Nachfrage besser über den Tag zu verteilen.
„Dynamische Preise sind vielen Nutzern bereits aus dem Alltag bekannt – unter anderem bei Stromtarifen“, so Tonini. „Beim Schnellladen können sie helfen, die Nachfrage besser zu steuern. Wichtig ist dabei, dass der jeweils gültige Preis transparent angezeigt wird.“





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