Enbw ladestation charging station min
Bild: Peter Schwierz
InterviewInfrastruktur

„Die Kilowattstunde allein ist kein Produkt“ – Martin Roemheld, EnBW mobility+

Mehr Leistung, weniger Ladepunkte, neue Produkte: Martin Roemheld, Chef von EnBW mobility+, spricht exklusiv bei electrive über die nächste Phase des Ladenetz-Ausbaus, Probleme mit Netzanschlüssen und die Frage, warum Schnellladen künftig völlig neu gedacht werden muss. Ein guter Rat für die deutsche Automobilindustrie darf auch nicht fehlen.

Nach gut 100 Tagen als Chef des Ladegeschäfts der EnBW zieht Martin Roemheld im großen Exklusiv-Interview mit electrive eine erste Bilanz. Er erläutert den strategischen Schwenk seines Unternehmens weg von starren Ausbauzielen hin zur kapazitätsbasierten Netzplanung. Und er nimmt die über 860 Verteilnetzbetreiber in Deutschland beim Thema Standardisierung in die Pflicht. Denn ihre Prozesse sind entscheidend dafür, wie schnell CPOs die benötigten Mittelspannungsanschlüsse für Schnellladeparks erhalten können. Außerdem spricht Roemheld, der einst selbst in der Autobranche gearbeitet hat, über den neuen Schwung in der Elektromobilität, die Ladeinfrastruktur der Zukunft, chinesische Konkurrenz und warum die deutsche Autoindustrie aufpassen muss, nicht „zum Nokia der Mobilität“ zu werden.

Herr Roemheld, ist die E-Mobilität – bedingt durch externe Faktoren wie den Konflikt im Iran und die neue Förderung in Deutschland – wieder im Aufwind?

Ich glaube, das kann man so sagen. Wir sehen es in den Zulassungszahlen und wir sehen es in der Nutzung der Ladeinfrastruktur. Verhaltensänderungen funktionieren in der Regel am schnellsten, wenn sie vom Geldbeutel getrieben sind. Und durch die aktuelle Preisentwicklung an den Tankstellen gewinnt die Überlegung, sich ein neues oder gebrauchtes E-Fahrzeug anzuschaffen, noch einmal einen anderen Stellenwert. Ich sehe das auch im privaten Umfeld: Menschen sprechen mich häufiger darauf an, wollen Informationen und beschäftigen sich stärker mit dem Thema.

Das heißt, Sie sehen auch eine steigende Auslastung an Ladeparks, die zuvor eher wenig genutzt wurden?

Wir sehen eine sehr heterogene Auslastung in unserem Netz, das ja flächendeckend in Deutschland aufgebaut ist. Es gibt Orte, an denen noch wenig passiert und an denen wir weit in die Zukunft vorinvestiert haben. Gleichzeitig sehen wir aber auch Hotspots, an denen es durchaus zur Schlangenbildung kommt – und das stellt uns vor entsprechende Herausforderungen in Planung und Ausbau. Wir haben Ladeparks, die wir jetzt dringend ausbauen müssen, und andere, bei denen eher die Frage ist, ob dort überhaupt jemals ausreichend Bedarf entstehen wird.

Mit dem neuen Förderprogramm kommt möglicherweise auch eine Kundengruppe in die Elektromobilität, die noch gar keine Erfahrung mit dem Markt, den Produkten und dem Laden hat. Wie gehen Sie als größter Ladenetzbetreiber in Deutschland damit um?

Zum einen ist für uns wichtig, dass wir die Bedienung und das Kundenerlebnis an unseren Ladesäulen so einfach wie möglich halten. Deshalb haben wir ein sehr einheitliches Netz mit weitgehend gleicher Hardware. Das macht die Bedienung zunächst einmal einfacher.

Wir sind außerdem davon überzeugt, dass wir mit unseren drei Tarif-Varianten ein sehr einfaches Angebotskonzept haben. Und ich hoffe, dass sich inzwischen so viele Menschen mit E-Mobilität befasst haben, dass auch im Austausch zwischen Freunden und Bekannten mehr Informationen weitergegeben werden. Die Leute kommen also nicht mehr vollkommen uninformiert in das Thema hinein. Fast jeder kennt mittlerweile jemanden, der schon eine Weile elektrisch fährt. Und in solchen persönlichen Gesprächen werden viele Informationen ausgetauscht.

Und das reicht aus?

Wir arbeiten außerdem daran, das Thema Marke und die Sichtbarkeit unseres Netzes noch einmal zu stärken. Der Kunde soll sehen: Wenn dort EnBW dransteht, weiß ich, was ich bekomme. Das ist vertraut, verlässlich und berechenbar. Wir wollen die Marke EnBW mit Produktqualität und Abdeckung zusammenbringen. Die Botschaft lautet: Du musst nur einmal lernen, wie es funktioniert – dann kannst du dieses Wissen im gesamten Netz immer wieder anwenden.

Tankstellen hatten früher einen Tankwart. Wäre ein Ladewart vorübergehend eine Idee?

Es gibt schon lange keine Tankwarte mehr und ein Ladewart ist auch nicht nötig, weil Laden immer intuitiver wird. Was wir aber bereits machen, sind situative Events an Ladeparks. Dort bieten wir Informationen für Kunden*innen an und sind als Unternehmen und Team auch für persönliche Gespräche verfügbar. Viel mehr beschäftigt uns im Moment aber die Frage, wie wir die Bedürfnisse der Kunden während einer Ladepause erfüllen können – etwa Sanitärangebote oder Retail. Da machen wir gerade sehr viel.

Sie haben die hohen Tankpreise angesprochen. Geht die Elektromobilität eigentlich offensiv genug in die Kommunikation, um sich gerade vor diesem Hintergrund als Alternative anzubieten?

Wir nutzen unsere Kanäle gezielt, um über Elektromobilität zu informieren. Unser Ansatz ist es, die Vorteile sachlich einzuordnen, ohne andere Antriebsformen abzuwerten.

Aus unserer Sicht braucht es vor allem eine positive und verständliche Kommunikation: Wie funktioniert Laden im Alltag? Welche Kosten entstehen? Und welche Planbarkeit haben Kundinnen und Kunden?

Ein wichtiger Punkt ist dabei die Perspektive: Während die öffentliche Diskussion oft von kurzfristigen Preisschwankungen geprägt ist, geht es vielen Nutzer*innen bei der Elektromobilität um Verlässlichkeit im Alltag. Genau hier setzen wir mit unseren Angeboten an.

Gleichzeitig gilt: Auch wir bewegen uns in einem Marktumfeld mit verschiedenen Einflussfaktoren – etwa bei Energiepreisen oder regulatorischen Rahmenbedingungen. Unser Ziel ist es deshalb, möglichst transparente und langfristig planbare Lösungen anzubieten, die für Kund*innen nachvollziehbar sind.

Enbw ladestation charging station walsrode min
Aktuell setzt EnBW v.a. auf die Ladestation HYC400 von Alpitronic
Bild: Daniel Bönnighausen

Die fossile Welt kassiert aber hemmungslos ab, auch jetzt wieder mit dem Tankrabatt, wie wir sehen. Könnte man da als Branche der Elektromobilität nicht offener oder offensiver auftreten? Ich sehe immer wieder TV-Berichte, in denen sich Verbrennerfahrer über hohe Spritpreise beschweren, aber die Elektromobilität taucht als Alternative gar nicht auf…

Ich halte wenig davon, andere Branchen öffentlich zu kritisieren oder Gegensätze zuzuspitzen. Entscheidend ist aus meiner Sicht, die eigenen Angebote verständlich zu machen und einzuordnen.

Klar ist: Elektromobilität ist für viele Menschen heute schon eine praktikable Alternative im Alltag. Gleichzeitig sehen wir, dass die öffentliche Debatte häufig von kurzfristigen Preisentwicklungen geprägt ist – und weniger von langfristigen Gesamtkosten oder Nutzungserfahrungen.

Kommen wir zum Netzausbau der EnBW. Vor einigen Jahren gab es einmal das Ziel von 30.000 Ladepunkten bis 2030. Später wurde das auf 20.000 reduziert. Wo steht Ihr Netz heute – und bleibt es bei diesen 20.000 Ladepunkten oder kann man mit dem Hochlauf der Elektromobilität inzwischen wieder offensiver planen?

Der entscheidende Faktor ist für mich die Entwicklung der Ladeleistungen auf Fahrzeugseite. Wenn Fahrzeuge und Ladepunkte höhere Leistungen ermöglichen, brauche ich weniger Stecker, um die Fahrleistung der Flotte abzudecken.

Deshalb haben wir uns bewusst davon verabschiedet, ausschließlich auf absolute Zahlen wie 30.000 oder 20.000 Ladepunkte zu schauen. Unser Ziel ist vielmehr, einen bestimmten Marktanteil zu halten, um so ein flächendeckendes Ladenetz bieten zu können. Gleichzeitig beobachten wir sehr genau, wie sich die Fahrzeuge weiterentwickeln und welche Ladeleistungen künftig benötigt werden. Denn mit steigender Leistung sinkt automatisch die Zahl der notwendigen Stecker.

Davon ausgenommen ist natürlich der Retail-Use-Case, bei dem wir weiterhin Aufenthaltszeiten von etwa 30 Minuten anstreben und die Ladeleistung entsprechend dimensionieren.

Das Ladenetz kann also kleiner ausfallen, weil die Ladeleistung der Fahrzeuge steigt?

Mit der Weiterentwicklung der Fahrzeuge und höheren Ladeleistungen wird sich das Nutzungsverhalten perspektivisch weiter verändern. Die frühere Vorstellung, in der sich alles um das AC-Laden drehte, und man davon ausging, das Auto müsse über Nacht geladen werden, ist überholt.

Dieses Bild wandelt sich langsam. Laden wird künftig eher eine kurze Zeitspanne wie Tanken in Anspruch nehmen. Ich lade dann vielleicht einmal pro Woche in wenigen Minuten – und das war’s.

Der VDA behauptet trotzdem regelmäßig, dass es nicht genug Ladeinfrastruktur gibt. Auch die Präsidentin sagt, in ihrer Straße gebe es keine Ladesäule, deshalb könne sie nicht elektrisch fahren. Und auch der BMW-Aufsichtsratschef hat sich gerade wieder ähnlich geäußert. Diese Narrative sitzen offenbar noch ziemlich tief. Wie reagiert die Ladebranche auf solche Aussagen?

Ich halte es für nachvollziehbar, dass unterschiedliche Akteure die Situation aus ihrer jeweiligen Perspektive bewerten. Wichtig ist aus meiner Sicht, die Entwicklung faktenbasiert einzuordnen.

Ich sehe, wie stark sich der Wettbewerb in der elektrischen Welt – gerade mit Blick auf China – inzwischen entwickelt hat. Die Ladeinfrastruktur ist am Ende ein Katalysator für die Elektromobilität. Unsere Infrastruktur ist für die neuesten Fahrzeuge geeignet – auch für die Modelle der chinesischen Marken. Kunden werden ein sehr gutes Ladeerlebnis haben, wenn sie ein Fahrzeug mit 400-kW-Ladefähigkeit an eine 400-kW-Ladesäule der EnBW anschließen.

Für uns ist entscheidend: Ladeinfrastruktur muss mit der Entwicklung der Fahrzeuge Schritt halten. Deshalb setzen wir auf leistungsfähige Standorte, die sowohl heutige als auch kommende Fahrzeuggenerationen unterstützen.

Was folgt daraus?

Ich wünsche mir, dass wir die Diskussion stärker lösungsorientiert führen. Das würde auch im Sinne des Industriestandorts Deutschlands sein. Elektromobilität ist ein wettbewerbsintensives Feld, in dem sich Fahrzeuge und Infrastruktur parallel weiterentwickeln müssen. Genau so sollte man es auch betrachten.

Die Ladeinfrastruktur ist dabei ein zentraler Baustein, die sich bereits gut entwickelt hat. In fast ganz Deutschland befindet sich im Abstand von 50 Kilometern bereits ein Ladepunkt der EnBW. Das Netz ist flächendeckend vorhanden. Wenn man mit Menschen spricht, die tatsächlich elektrisch fahren und die Ladeinfrastruktur im Alltag nutzen, dann ist die Alltagstauglichkeit der Elektromobilität in Deutschland längst gegeben.

Bmw i5 touring enbw ladestation charging station peine min
Ladepark von EnBW in Peine
Bild: Peter Schwierz

Vor Ihrem Wechsel in die Ladeinfrastrukturbranche waren Sie selbst Teil der Autoindustrie. Wie schauen Sie rückblickend auf deren Lernkurve? Denn die Elektroautos, die jetzt auf den Markt kommen, sind durchaus überzeugend. Das passt eigentlich gar nicht mehr zu der Kommunikation, die manche Verbände führen.

Ja, wir sehen da unterschiedliche Geschwindigkeiten und teilweise auch einen gewissen Disconnect. Gleichzeitig kann ich vieles nachvollziehen, wenn ich mir die Investitionen und die Hintergründe in den Konzernen anschaue.

Ich weiß, dass es bei den Autoherstellern Teams gibt, die mit großer Leidenschaft und viel Engagement die Elektromobilität vorantreiben. Gleichzeitig haben die Unternehmen natürlich betriebswirtschaftliche Rahmenbedingungen und bestehende Investitionen, aus denen sie nicht einfach herauskommen.

Das ist letztlich der Wettbewerbsvorteil neuer Player: Sie gehen mit voller Fokussierung auf Elektromobilität in den Markt und haben keine Legacy-Investments, die sie erst wieder refinanzieren müssen.

Am Ende sind das Top-Management-Entscheidungen. Die deutsche Automobilindustrie muss sich jetzt konsequent auf die Zukunft ausrichten, damit sie nicht der Nokia-Moment ereilt. Denn die Fortschritte, die wir beispielsweise in China sehen, sind gigantisch. Die Hersteller kommen inzwischen auch mit der Produktion nach Europa. Zölle oder Handelshemmnisse werden die deutsche Industrie deshalb nicht langfristig vor diesem Wettbewerb schützen.

Umso wichtiger wäre es, gemeinsam an der Zukunft zu arbeiten.

Sie sind jetzt seit etwas mehr als 100 Tagen bei der EnBW im Amt. Was haben Sie bereits erreicht und wie blicken Sie auf die Marktpositionierung und das, was Sie vorgefunden haben?

Was ich vorgefunden habe, ist zunächst einmal ein hochprofessionelles und extrem engagiertes Team. Ich bin sehr glücklich, diesen Job bekommen zu haben. Es macht jeden Tag Spaß, mit diesem Team zu arbeiten.

In den vergangenen Monaten haben wir uns noch einmal intensiv mit unserer Produktstruktur beschäftigt. Dabei haben wir zum Beispiel entschieden, nicht mehr einfach nur von ‚dem Netz‘ zu sprechen und Stecker zu zählen. Stattdessen betrachten wir unterschiedliche Use Cases sehr viel differenzierter.

Ein Beispiel ist unser Langstreckennetz entlang der deutschen Autobahnen. Dort wollen wir Kunden ermöglichen, mit einer EnBW-Ladekarte und innerhalb des EnBW-Netzes von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen zu fahren – mit einem durchgängigen Produkterlebnis.

Parallel dazu entwickeln wir ein Netz für die wöchentliche Routine in Städten – also etwa Ladeparks an Einkaufszentren, die Kunden regelmäßig nutzen können, wenn sie nicht zu Hause laden.

Der dritte Bereich ist das innerstädtische ‚Electric City Hub‘-Netzwerk. Dort wollen wir Menschen, die weder zu Hause noch beim Einkaufen laden, eine Art elektrische Tankstelle in der Stadt anbieten.

Gleichzeitig befinden wir uns organisatorisch in einer Transformation. Bisher lag der Schwerpunkt stark auf dem Ausbau des Netzes und darauf, möglichst schnell Ladepunkte an die Straße zu bringen. Jetzt wird die Betriebsoptimierung immer wichtiger.

Wir arbeiten daran, die ohnehin hohe Zuverlässigkeit weiter zu steigern und gleichzeitig effizienter zu werden. Denn wir wollen wettbewerbsfähige Produkte anbieten und die Preise stabil halten. Langfristig denken wir sogar darüber nach, ob Preise perspektivisch auch wieder sinken könnten.

Dafür brauchen wir allerdings höhere Auslastungen und geringere Kosten. Genau daran arbeiten wir jetzt strategisch mit dem Team.

Gibt es darüber hinaus auch quantifizierbare persönliche Ziele? Etwa beim Marktanteil oder beim Netzausbau? Anders gefragt: Was wollen Sie bei der EnBW konkret erreichen?

Wir haben kommuniziert, dass wir bei der Ladeinfrastruktur einen Marktanteil von 20 Prozent anstreben. An dieser Entwicklung orientieren wir unseren Ausbau.

Gleichzeitig wollen wir effizienter sein als der Wettbewerb. Unser Ziel ist es, beim Anteil der tatsächlich abgesetzten Energie überproportional stark zu sein. Es geht also nicht nur darum, Infrastruktur aufzubauen, sondern sie auch möglichst effizient zu nutzen. Darüber hinaus haben wir klare Ziele bei der Zuverlässigkeit unserer Ladeinfrastruktur.

Außerdem verfolgen wir weiterhin die Strategie, sowohl EMP als auch CPO zu sein – also digitale Angebote und physische Infrastruktur aus einer Hand anzubieten. Dazu gehören eine gute App, Navigation, transparente Preise und unterschiedliche Tarifmodelle für verschiedene Use Cases.

Enbw ladestation rewe
Auch an vielen Rewe-Märkten stehen Schnelllader von EnBW
Bild: Rewe Group, Fotograf: Christoph Große

Das klingt allerdings ein wenig so, als wäre der weitere Ausbau des Ladenetzes gar nicht mehr so stark im Fokus.

Da haben Sie mich missverstanden. Wir sind aktuell ungefähr bei der Hälfte dessen, was wir bis 2030 als Zielnetz betrachten. Das ist unser Planungshorizont, bevor wir erneut bewerten müssen, wie sich die Fahrzeugflotte weiterentwickelt.

Wir arbeiten dabei mit langfristigen Annahmen, wie sich der Fahrzeugmarkt bis 2040 entwickeln wird. Natürlich hängt vieles auch von politischen Entscheidungen ab – etwa davon, wie es mit dem Verbrenner weitergeht oder ob es zusätzliche Unterstützung für die Elektromobilität gibt.

Was sind aktuell die größten Herausforderungen beim weiteren Netzausbau? Immer wieder hört man, dass insbesondere die Netzanschlüsse die gesamte Branche ausbremsen.

Ja, das ist für uns ganz klar der Punkt, der alles andere überstrahlt. Wir stoßen häufig auf die Situation, dass die für den Betrieb der Ladeparks notwendige Leistung nicht in vollem Umfang oder in einzelnen Fällen gar nicht verfügbar ist. Der erforderliche Netzausbau dauert teilweise mehrere Jahre und bremst den Aufbau von Ladeinfrastruktur massiv aus.

Das Problem ist in Deutschland extrem regional und kleinteilig organisiert. Und genau das ist die besondere Herausforderung unserer Branche: Wir haben es mit sehr vielen unterschiedlichen Netzbetreibern zu tun. Wenn ein Unternehmen eine Fabrik baut, hat es meist nur mit einem Netzbetreiber zu tun. Wir dagegen arbeiten permanent mit unterschiedlichsten regionalen Strukturen, Prozessen und Anforderungen.

Das verursacht enorme Verzögerungen und macht den Ausbau deutlich komplizierter.

Was würden Sie sich von der Politik wünschen? Schließlich gibt es in Berlin eine Ministerin, die dafür zuständig ist.

Was wir dringend brauchen, ist Standardisierung. Es ist völlig in Ordnung, dass Deutschland über 860 Netzbetreiber hat – die Struktur ist nun einmal historisch gewachsen. Was aus meiner Sicht aber nicht funktioniert, ist, dass jeder Netzbetreiber eigene Prozesse und Anforderungen definiert.

Wir erleben sehr individuelle Antrags- und Realisierungsverfahren, teilweise sogar personenbezogene Vorgaben. Das betrifft technische Anforderungen genauso wie administrative Abläufe.

Was wir brauchen, sind verlässliche Standards und klare Fristen. Wenn wir mit einem Netzbetreiber in den Austausch gehen, müssen wir wissen: Wann bekommen wir welche Rückmeldung? Ist die Leistung verfügbar? Welche Kosten fallen an? Wie sehen die technischen Anforderungen für Umspannstationen und für die baulichen Umsetzung aus? Wann wird der Anschluss fertiggestellt?

Es geht also vor allem um Transparenz, verlässliche Zeitpläne und klare Rückmeldefristen. Das macht den Ausbau vielleicht nicht automatisch schneller, aber zumindest planbar und berechenbar.

Wird es unter Ihrer Verantwortung auch neue Produkte geben? Zum Beispiel dynamische Ladepreise? Gerade angesichts negativer Strompreise könnte Laden ja theoretisch sogar netzdienlich werden.

Ich bin ein großer Freund digitaler Produkte. Das vertrags- und appbasierte Laden eröffnet enorme Möglichkeiten für sehr differenzierte Angebote. Deshalb setzen wir aktiv neue Produkte auf unsere Roadmap.

Das wird allerdings nicht übermorgen passieren, weil wir bereits viele Themen parallel entwickeln. Aber ich glaube fest daran, dass die Elektromobilität die Chance bietet, deutlich spezifischere Produkte für sehr unterschiedliche Kundengruppen anzubieten.

Und genau das macht diese digitalen Geschäftsmodelle im Ladebereich für mich so spannend.

Kommen wir zu den Ladepreisen. Verglichen mit Benzin oder Diesel ist elektrisches Fahren heute ja oft deutlich günstiger. Hat sich die Debatte über hohe Ladepreise damit erledigt?

Faktisch ja – emotional leider noch nicht. Ich nehme weiterhin wahr, dass das Thema ‚hohe Ladepreise‘ kommunikativ eine gewisse Attraktivität besitzt.

Meine Erfahrung ist eine andere: Die meisten Menschen, die elektrisch fahren, verstehen sehr genau, wie sie ihre Mobilität wirtschaftlich optimieren können und fahren weiterhin deutlich günstiger als mit Verbrennern.

Dabei geht es nicht nur um den Strompreis, sondern auch um Wartungskosten und die gesamten Betriebskosten des Fahrzeugs – also die sogenannten Total Cost of Ownership. Und die sind bei E-Fahrzeugen schlicht besser.

Ich glaube deshalb, dass sich diese Debatte mit der Zeit beruhigen wird. Denn am Ende stehen den Kunden sehr attraktive und günstige Produkte zur Verfügung.

Das gilt vor allem dann, wenn man als Kunde innerhalb eines Ladenetzes bleibt. Verlässt man das und landet bei Roaming- oder Ad-hoc-Preisen, wird es schnell teuer und kompliziert. Können Sie den Kunden Hoffnung machen, dass dieses Ökosystem künftig einfacher und günstiger wird?

Wir befinden uns in einem jungen und stark wachsenden Markt, in dem sehr viele Akteure in unterschiedlichsten Rollen versuchen, sich langfristig zu positionieren. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass sich dieser Markt in den kommenden Jahren deutlich konsolidieren wird.

Es werden Geschäftsmodelle verschwinden, Marktrollen werden wegfallen und am Ende werden sich die Angebote durchsetzen, die für Kunden den größten Mehrwert bieten.

Man darf außerdem nicht vergessen: Viele Kunden haben relativ stabile Routinen. Wer überwiegend regional unterwegs ist, kann mit einem lokalen Anbieter sehr gut fahren. Wer viel Langstrecke fährt, findet bereits heute passende Angebote – auch bei uns –, mit denen sich dieser Use Case problemlos abdecken lässt.

Die meisten Menschen befinden sich also gar nicht permanent in dieser Extremsituation, in der plötzlich nichts funktioniert oder nur noch extrem teuer geladen werden kann. Langfristig wird sich der Markt aus meiner Sicht deutlich vereinfachen.

Gleichzeitig werden wir aber auch spezialisierte Produkte sehen, die für bestimmte Kundengruppen zusätzliche Komplexität mitbringen können. Entscheidend wird sein, dass Kunden nur die Produkte sehen, die tatsächlich zu ihrem Nutzungsverhalten passen.

Können Sie das konkreter machen und einmal beispielhaft skizzieren – ohne zu viel über kommende Produkte zu verraten?

Nehmen wir einmal hypothetisch ein Produkt mit flexiblen Strompreisen. Am Energiemarkt sehen wir heute bereits, dass die Preise morgens und abends in den klassischen Pendelzeiten besonders hoch sind, während sie mittags teilweise sehr niedrig ausfallen.

Für viele Pendler würde ein solches Modell allerdings das Risiko bedeuten, gerade dann teuer zu laden, wenn sie ihr Auto tatsächlich brauchen – nämlich morgens und abends. Mittags, wenn die Preise niedrig wären, sind sie mit ihrer Arbeit beschäftigt und können ihr Fahrzeug gar nicht laden.

Das heißt: Für eine kleinere Kundengruppe mit hoher zeitlicher Flexibilität könnte so ein Produkt attraktiv sein. Wenn ich es aber Menschen anbiete, die davon faktisch nicht profitieren können, führt das eher zu Frust.

Deshalb glaube ich, dass viele Kunden weiterhin die Berechenbarkeit fester Tarife bevorzugen. Sie wollen sich darauf verlassen können: Ich entscheide mich für eine Marke, kenne meinen Preis und alles bleibt transparent und einfach.

Und was die sehr hohen Ad-hoc-Ladepreise betrifft, die inzwischen ja teilweise auch wieder gesunken sind?

Natürlich wirken solche Preise auf den ersten Blick hoch, wenn man nur auf den Preis pro Kilowattstunde schaut. In absoluten Zahlen ist das für die meisten Kunden über das Jahr hinweg aber oft kaum relevant.

Viele Menschen nutzen solche Ad-hoc-Ladevorgänge nur in Ausnahmefällen. Im Alltag spielen diese Ladevorgänge für viele eine eher untergeordnete Rolle. Bei der EnBW entfallen gerade nur knapp über ein Prozent aller Schnellladevorgänge auf das Ad-hoc-Laden. Ein Großteil des Ladens erfolgt über andere, planbare Optionen.

Das ist vergleichbar mit der Situation früher auf der Urlaubsfahrt, wenn man einmal an der Autobahntankstelle getankt hat. Natürlich war das teurer – aber eben nur in einem Ausnahmefall.

Wie entwickeln sich denn die Preise bei der EnBW perspektivisch?

Wir haben klar kommuniziert, dass wir unsere Preise nicht erhöhen werden. Unsere Tarife bleiben stabil – auch über den Sommer hinweg. Aktuell sehen wir keinen Anlass für Preissteigerungen.

Natürlich beobachten wir die Entwicklungen am Energiemarkt sehr genau. Nach den extremen Ausschlägen haben sich die langfristigen Strompreise inzwischen auf einem höheren Niveau stabilisiert. Gleichzeitig darf man nicht vergessen: Der Strompreis ist für uns nur ein Bestandteil der Gesamtkosten.

Dazu kommen Abschreibungen, Betriebskosten oder auch Pachtzahlungen für Standorte. Unser Ziel bleibt aber klar: Wir wollen das aktuelle Preisniveau möglichst halten und perspektivisch eher darüber nachdenken, Preise langfristig wieder zu senken.

Lassen Sie uns noch über das Reisen in Europa sprechen. Viele Kunden erleben dort noch Probleme – entweder weil sie gar nicht laden können oder weil das Laden sehr teuer wird, wenn nationale Ladekarten fehlen. Gibt es dafür Lösungen?

Strategisch fokussieren wir uns aktuell vor allem auf Deutschland. Das bleibt unser Kernmarkt. Europa bieten wir weiterhin über Roaming an.

Gerade beim Roaming sieht man allerdings sehr deutlich, wie fragmentiert der europäische Markt noch ist. Es gibt extrem viele Anbieter und jeder dieser Anbieter bringt eigene Prozesse, eigene Preisstrukturen und eigenen Overhead mit. Das macht das Gesamtsystem kompliziert und teuer.

Unsere Roaming-Angebote dienen für viele Kunden deshalb eher als eine flexible Ergänzung: Man kann europaweit laden, aber die Preise können dabei höher ausfallen, weil wir diese Kosten schlicht nicht allein bestimmen.

Auch hier wird eine Marktkonsolidierung helfen. Wenn weniger Akteure übrig bleiben, sinkt automatisch der Overhead im System und viele Prozesse werden effizienter.

Wäre es für die EnBW in dieser Konsolidierungsphase auch denkbar, andere Anbieter oder einzelne Standorte zu übernehmen?

Wir beobachten sehr genau, was im Markt passiert. Der Markt befindet sich definitiv in einer Konsolidierungsphase und wir bekommen durchaus bestehende Ladenetze angeboten.

Solche Möglichkeiten prüfen wir natürlich aufmerksam und gleichen sie mit unseren strategischen Zielen ab. Dann entscheiden wir, ob sie für uns sinnvoll sind oder nicht.

Sie waren kürzlich in China und haben gesehen, was dort technologisch passiert. Was bedeutet das für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland?

Wir erleben dort gerade noch einmal einen enormen Sprung bei den Ladeleistungen. Das bedeutet für uns aber auch: Wenn Netzanschlüsse heute schon eine Herausforderung sind, wird sich dieses Thema künftig noch einmal deutlich verschärfen.

Denn wenn Fahrzeuge mit extrem hohen Leistungen laden sollen, steigen natürlich auch die Anforderungen an die Infrastruktur massiv.

Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass wir in einer Übergangsphase an manchen Ladeparks die Zahl der Stecker reduzieren und dafür mehr Leistung pro Ladepunkt bereitstellen werden. Insgesamt wäre das trotzdem positiv, weil sich durch kürzere Ladezeiten auch die Auslastung verbessert.

Wenn Kunden wissen, dass ein Fahrzeug vor ihnen nur vier Minuten lädt, sind sie eher bereit, kurz zu warten. Höhere Umschlagsgeschwindigkeiten verbessern am Ende wiederum die Wirtschaftlichkeit der Ladeparks – und das kann langfristig sogar zu niedrigeren Ladepreisen führen.

Wäre es deshalb nicht sinnvoll, Ladeparks stärker nach Ladegeschwindigkeit zu strukturieren – also Bereiche für langsames und besonders schnelles Laden zu schaffen?

Ja, darüber denken wir tatsächlich nach. Die Unterschiede werden künftig sehr groß sein: Manche Fahrzeuge laden mit 50 kW, andere perspektivisch mit mehreren hundert Kilowatt.

Deshalb stellt sich die Frage, wie wir Kunden besser zu dem jeweils passenden Angebot führen können. Ich halte das grundsätzlich für einen sehr sinnvollen Ansatz. Allerdings weiß ich auch, dass wir damit sofort wieder die Diskussion über Komplexität bekommen werden.

Trotzdem glaube ich, dass sich der Markt genau in diese Richtung entwickeln wird. Entscheidend wird sein, wie wir solche Angebote visualisieren und Kunden intuitiv zum richtigen Ladepunkt führen.

Eine reine Preissteuerung wird dabei vermutlich nicht ausreichen. Wenn zwei Ladesäulen identisch aussehen, versteht der Kunde nicht automatisch, warum die eine teurer ist als die andere.

Aber langfristig werden wir um eine stärkere Produktdifferenzierung nicht herumkommen. Die Spanne zwischen 50 kW und 800 kW Ladeleistung wird sich wirtschaftlich kaum noch innerhalb eines einzigen Standardprodukts abbilden lassen.

Enbw ladepark chemnitz fotograf endre dulic
Überdachter Ladepark bei Chemnitz
Bild: EnBW/Endre Dulic

Wäre es dann nicht eigentlich konsequent, besonders hohe Ladeleistungen auch teurer zu bepreisen? Schließlich komme ich damit deutlich schneller weiter – und Zeit ist bekanntlich Geld.

Genau darum geht es letztlich: Wir pflegen ein Produktportfolio und wollen darin für jeden Use Case passende Angebote schaffen.

Deshalb betone ich auch immer wieder, dass die Kilowattstunde nicht einfach der Nachfolger des Liters Kraftstoff ist. Die Kilowattstunde allein ist kein Produkt. Eine Kilowattstunde, die mit einem Megawatt Ladeleistung geliefert wird, ist etwas völlig anderes als eine Kilowattstunde mit 11 kW Ladeleistung.

Der Markt sollte deshalb akzeptieren, dass unterschiedliche Produkte auch unterschiedlich ausgestaltet werden müssen. Das Laden eines Elektroautos funktioniert eben nicht wie das Tanken eines Verbrenners. An der Tankstelle spielt es keine Rolle, ob dort ein Kleinwagen oder ein Premiumfahrzeug steht – beide tanken in wenigen Minuten dasselbe Produkt. Beim Laden ist das fundamental anders. Und genau diese Unterschiede müssen sich künftig auch im Produktportfolio widerspiegeln.

Zur Diskussion über chinesische Elektroautos gehört inzwischen auch die chinesische Ladeinfrastruktur. Hersteller wie BYD beginnen bereits damit, in Europa eigene Hochleistungsinfrastruktur aufzubauen. Was bedeutet das für die EnBW und Ihr Geschäft?

Für uns persönlich ist das zunächst einmal nichts, was Sorgen bereitet. Ich weiß, dass unser Angebot flächendeckend, leistungsfähig und zuverlässig ist. Außerdem verfügen wir über eine starke Marke und ein stabiles Produkt.

Grundsätzlich begrüße ich alles, was der Elektromobilität hilft. Dennoch sollte man sich das genau anschauen. Denn die Wettbewerber bauen gerade integrierte Angebote aus Fahrzeug und Ladeinfrastruktur auf – und damit Produktwelten, die für Kunden sehr attraktiv sein können. Das sollte man sehr ernst nehmen.

Herr Roemheld, vielen Dank für das Gespräch!

57 Kommentare

zu „„Die Kilowattstunde allein ist kein Produkt“ – Martin Roemheld, EnBW mobility+“
Frank
25.05.2026 um 13:27
Unglaublich wie kompliziert und dumm das Ladegelörch von EnBW betrieben wird.Alle Fragen und Antworten sind komplett sinnlos.Es gibt nur eine Frage die Relevant ist: Warum zum Henker kann ich nicht mit normalen Zahlungsmittel Adhoc Laden und Bezahlen zum selben Preis wie die mit der verfluchten Grundgebühr? Diese Grundgebühr Abzocke ist der Grund warum ich Tesla fahre und EnBW und andere Ladekartenmafia Vereine meide. Ich will da laden wo mein Akku leer ist,uns nicht da wo ich meine Zwangsgebühr entrichte.Ich kann ja auch an jeder Verbrenner Tanke ohne Grundgebühr Sprit in mein Auto füllen, warum aber kann man das nicht an jeder Ladesäule?Auch das Geschwätz je schneller ich laden kann um so mehr soll die kWh Strom kosten ist eine Frechheit.Daa gibt es so nirgendwo bei den Verbrenner.Fazit: Solange die Ladekartenmafia Grundgebühren verlangen werde ich die Preis Mafia meiden.
Roger
30.05.2026 um 16:30
Frank, du hast so recht. Dieses „Ladegelörch“ der „Ladekartenmafia“ ist der größte Hemmschuh für die E-Mobilität!
Phil Osovi
26.05.2026 um 13:57
Niemand zwingt Sie diese "Zwangsgebühr" zu bezahlen. Sie können mittlerweile praktisch überall Ihre Debit/Kreditkarte hinhalten und laden. Ich bezahle diese "Zwangsgebühr" gerne, da ich im Zuge dieser gute Energiepreise bekomme.
Uwe Hetman
26.05.2026 um 17:39
Das ist ja der Witz, warum muss man sich an EnBW oder Ionity fesseln, um in den "Genuss" günstiger Preise zu kommen? Vattenfall schafft das doch auch für 44ct bzw. 49ct ohne Abo.Bei 11,99€ Grundgebühr müsste man also 240kWh ausschließlich da laden, wo man sein Abo hat um gleichauf mit dem günstigsten Vattenfall-Preis zu sein.Diese Abos gehören wegreguliert. Ich hätte ja nichts gegen eine kostenlose Clubkarte, wo man dann die kWh für 43ct, statt für 44ct bekommt. Aber Aufpreise von über 100% zum Abopreis, nur weil man ein gültiges Zahlungsmittel verwenden sind meines Erachtens sittenwidrig. EnBW soll Ad Hoc 87ct/kWh verlangen. Wie will man diesen Aufpreis rechtfertigen?
Fugenferdl
25.05.2026 um 17:19
Diese Frage fehlt mir wirklich auch. Hinsichtlich der Ladeleistung müsste eigentlich der Preis SINKEN, da er ja selber sagt, dass dies zu mehr Umschlag, mehr Kapazitäten und zu geringen Kosten führt. Oder eher wie es ENBW machen wird, fährst du mit einem E-UP an eine +400kw Ladesäule zahlst du x% mehr, da du ja nur ein Teil der Leistung der Säule abrufst…
Simon Schützer
25.05.2026 um 16:33
Exakt, Frank, so ist es. Gleichzeitig widerspreche ich "Wolfgang Sauer" (weiter unten) ausdrücklich. EnBW missbraucht seine Oligopolstellung, um Kasse auf dem Rücken der Konsumenten zu machen. Preisdifferenzierung dient der Gewinnmaximierung. Von Kosten der Spitzenlast einmal abgesehen, wird mit steigender Ladegeschwindigkeit die Kilowattstunde im Verkauf günstiger. Zumal ich mehr kWh pro Zeiteinheit verkaufen kann. Erhöhe ich dann die Preise für HPC-Laden, kassiere ich doppelt ab. Auch die Aussage "[...] dass wir mit unseren drei Tarif-Varianten ein sehr einfaches Angebotskonzept haben." ist ein Euphemismus aus Konsumentensicht. Ich werde EnBW weiterhin meiden und lade lediglich dort, wo attraktive Ad-hoc-Preise gelten.
Simon 1
26.05.2026 um 10:57
Wo kann man denn günstiger Laden als bei EnBW für 39 Cent/kWh? Ich bin zwar auch kein Fan davon sich mit Tarifen zu binden, aber die 11€ hat man nach 40kWh raus. Hohe Ladeleistungen bereitzustellen erfordert deutlich teurere Hardware, darum ist es nur logisch, dass das Laden an einem MCS Lader teurer ist als an einer 11 kW AC Säule. Und wenn man so einen Lader dann mit irgend einem alten EV oder weil man es sich im Restaurant gemütlich gemacht hat 2 Stunden blockiert, muss das entsprechend eingepreist werden. Eine akzeptable Lösung für alle ist da ein System mit abgesetzter Leistungselektronik, die entsprechend intelligent auf die Ladepunkte verteilt wird, sodass man nur das blockiert, was man auch nutzt.
Uwe Brandenburg
28.05.2026 um 09:16
Einfach mal nachdenken: wenn sich ein Abo nach 40kWh rechnet, gibt es ja keinen Grund, dass es überhaupt ein Abo gibt, ES SEI DENN der Anbieter will Sie schlicht binden. Denn dann würde es sich genauso rechnen, die kWh direkt ohne Abo für den gleichen preis abzugeben.
Kluge
25.05.2026 um 14:11
BlockiergebührDie Blockiergebühr die erst nach 4 Stunden zu entrichten ist ist aus meiner Sicht falsch. Ich muss immer wieder feststellen das geladene Fahrzeuge die Ladestation blockieren , nach der Devise der Andere interessant mit nicht. Die Solidarität von Früher wo ist sie geblieben? Die Blockiergebühr sollte kurz nach beenden des Ladevorgangs beginnen. Das hilft uns Kunden und der EnBW.
Ebikethoemmel
25.05.2026 um 21:30
Genau!
Wolfgang Sauer
25.05.2026 um 14:19
Ich fahre selbst seit ca vier Jahren rein elektrisch und kann sämtliche Argumente von Herrn Roemheld sehr gut nachvollziehen und unterstützen. Ich freue mich, dass mit ihm ein Entscheider in dieser Branche ist, der einen sehr guten Blick auf die Alltagsrealität hat.
Chris49
25.05.2026 um 15:02
"Die Kilowattstunde allein ist kein Produkt. Eine Kilowattstunde, die mit einem Megawatt Ladeleistung geliefert wird, ist etwas völlig anderes als eine Kilowattstunde mit 11 kW Ladeleistung."Amüsant, dass diese Aussage ausgerechnet vom Chef von EnBW kommen, die ja lange Zeit eine preisliche Differnzierung zwischen AC- und DC-Ladepunkten hatten und diese dann abgeschafft haben und damit im Prinzip genau das gemacht haben, was er jetzt selbst verneint. Fairerweise dürfte das vor mehr als 100 Tagen gewesen sein, also vor seinem Amtsantritt.
Uwe Hetman
25.05.2026 um 15:09
Dass Leute nur zu 1% Ad Hoc Laden liegt doch an den irrwitzigen Preisen. Ich als Verbraucher benötige nicht tausend verschiedene Tarife mit Monatsgebühr.Entweder ich stehe gerade bei EnBW und lade da, wenn mir der Preis gefällt oder ich fahre halt zu Ionity, Aral, Shell oder Tesla. Aber: ich brauche damit freien Zugang zu allen Anbietern ohne Monatsgebühr. Ansonsten ist das kein gleichberechtigter Markt. Meinetwegen können die ja für 50kW, 150kW, 300kW und 1MW andere Preise verlangen. Dann fahre ich halt zu der Säule, die am Besten zu meinem Auto und meinem Geldbeutel passt. Aber die Realität sieht doch so aus, dass quasi jede 11kW Ladesäule mit der EnBW Karte teurer ist, als die Schnelllader der Marke.Von daher ist das wieder viel Marketing Sprech. Es gibt keine Notwendigkeit für Abos und ich hoffe, dass das Thema zugunsten der Verbraucher bald reguliert wird, oder dass Konkurrenz solche Preismodelle durchdrückt, wo die anderen auch nur noch mitziehen können. Wenn Vattenfall 44ct/kWh ohne Abo anbietet, dann lohnt es sich doch gar nicht mehr sich ein EnBW Abo ans Bein zu binden.
Stefan
25.05.2026 um 15:42
Ich könnte bei dem Geschwurbel bzgl. Ad hoc laden brechen. "Nur 1% laden bla bla bla" Zeit, dem Ladekartell auf die Finger zu hauen. Hoffentlich kommt die EU ihren regulatorischen Aufgaben bald nach und legt dieser mafia das Handwerk
Andreas V.
26.05.2026 um 02:05
Ja bitte!
Peter Frost
25.05.2026 um 17:07
Was Frank sagt, ist zu kurz gedacht. Mit dem Verbrenner konnte ich mir früher überlegen, ob ich "schnell" an der Autobahn tanke und deshalb mehr bezahlte. Oder ob ich von der Autobahn abbog, und per TankApp einen günstigen Anbieter im Dorf XY suchte, wo ich 10 Cent weniger pro Liter bezahlte aber mehr Zeit benötigte. Klar wäre es schön, wenn Adhoc-Laden ohne Aufpreis möglich wäre, aber dann würden die Preise insgesamt höher, wegen der horrenden Nebenkosten, die dann auf alle umgelegt würden. Ich habe mehrere Ladekarten ohne Grundgebühr, von denen ich bei Bedarf die passende zücke.
Jörg
26.05.2026 um 20:32
Es gibt beim Adhoc keine horrenden Nebenkosten, es ist die mit Abstand günstigste Variante für Transaktionsgebühren - mit Abos kann man aber mehr Geld für nichts verdienen und verhindert den freien Wettbewerb für Ladepreise
Uwe Hetman
26.05.2026 um 10:32
Sorry, ich finde das total nervig. Gerade beim AC Laden, wenn ich in einer fremden Stadt bin. Da steht dann so eine Säule und man klappert 5 Apps ab und die Preise variieren von 55 bis 89ct/kWh. Während ich die 55ct schon grenzwertig teuer finde, habe ich aber keinesfalls Lust die 89ct zu bezahlen.Den Vogel abgeschossen hat dann aber die Ladesäule an der ich per QR Code Ad Hoc 43ct bezahlt habe. Von da an habe ich hinterfragt wozu man überhaupt noch die ganzen Ladekarten braucht. Preis dranschreiben (meinetwegen auch in einer zentralen App) und fertig. Kein Roaming oder sonstiger Mumpitz. Direkt beim Anbieter bezahlen und gut. Wenn der Preis zu hoch ist wird der schon merken, dass keiner kommt.Die können gerne Kundenkarten einführen, wo man Treuepunkte im üblichen Rahmen bekommt (1-2%)
Richard
26.05.2026 um 08:20
> aber dann würden die Preise insgesamt höher, wegen der horrenden > Nebenkosten, die dann auf alle umgelegt würdenVersehe ich nicht. Es würde sich nur anders verteilen. An manchen Standorten würden die Anbieter von Ad-Hoc Laden profitieren, an anderen würde es ggf. etwas weniger, wenn man Kunden nicht an die eigene Station nötigen würde. Am Ende wird aber die selbe Menge Geladen und es entstehen dieselben Nebenkosten.
Wizzibizzi
25.05.2026 um 17:54
Nein, Hr. Roemheld.......ich teile ihre Meinung zu AC-Laden überhaupt nicht. Sie scheinen gefangen in der Sichtweise der Eigenheim-Besitzer. Anders ist nicht erklärbar, wie Sie einen Hochlauf der E-Mobilität mit Ladepark-Netzwerken gestalten wollen, die fast ausschließlich irgendwo in der Pampa an der Autobahn stehen. Mitnichten lade ich meine BEV's nur an DC-Ladern an Autobahnen. Ich benötige Ladeinfrastruktur dort, wo ich lebe und 99% meiner Zeit verbringe. Ich muss mir die wenigen DC-Lader, die EnBW im urbanen Raum betreibt, mit sehr, sehr vielen E-Mobilisten teilen. Zählen Sie doch spaßeshalber einmal durch, wie viele DC-Ladeoptionen ich als L-Tarif-Kunde mit Kombi-Tarif in einer Großstadt wie Berlin von ihnen angeboten bekomme. Und setzen Sie das einmal in Relation zur Bevölkerungsdichte hier. Entweder, Sie bauen Ihr DC-Netzwerk in Städten massiv aus (was vermutlich aufgrund der verfügbaren Leitungskapazitäten sehr schwer sein wird) oder Sie gestehen ein, dass AC-Laden hier eine immens wichtige Rolle spielt. Ich arbeite in einem zentralen Bezirk in Berlin - in der Straße gibt es genau 1 AC-Ladesäule mit 2x 11kW, und diese wird zeitweise durch Dauerparker über viele Stunden hinweg belegt. Ich wünsche mir zahlreicheLaternenlader, Lade-Bordsteine, AC-Ladesäulen....denn nur die können halbwegs realistisch vom bestehenden Netz versorgt werden, dafür aber genau dort wo ich sie benötige, nämlich Zuhause oder am Arbeitsplatz. Und dort steht mein Fahrzeug viele Stunden, und zwar nahezu jeden Tag des Jahres. Ich brauche keine HPCs oder Ladeparks irgendwo weit weg, ich brauche Lademöglichkeiten dort, wo ich lebe.
Simon 1
26.05.2026 um 15:27
Klar braucht man die Infrastruktur da wo man wohnt. Ich kann für meine Stadt und sogar dem Vorort in dem ich Wohne sagen, dass hier an fast jedem Supermarkt, Baumarkt und Tankstellen mittlerweile Schnellladesäulen stehen. Ich brauche mein AC Ladekabel höchstens mal um in der Innenstadt einen guten Parkplatz mit Ladestation nehmen zu können. Zumal es für AC keine attraktiven Konditionen gibt und es teurer ist als am HPC. Selbst am Büro nervt es mich zunehmend, dass der Wagen da 7 Stunden rumnuckeln muss. Da ich zu Hause nicht laden kann, könnte ich eigentlich auf den onboard charger verzichten und DC-only machen.
Stefan
26.05.2026 um 11:47
Berlin ist nicht der Hauptmarkt von EnBW. In Stuttgart oder Karlsruhe gibt es deutlich mehr EnBW-Säulen in der Stadt. In Berlin gibt es in Summe tausende Ladesäulen von ubitricity, E.ON, innogy, Shell, Berliner Stadtwerke usw. Klar können es in manchen Vierteln noch mehr werden.
Uwe Hetman
26.05.2026 um 10:44
Tatsächlich wären mehrere DC Charger vor Geschäften die bessere Wahl in der Großstadt. Statt jetzt überall die Straßen aufzureißen und großflächig AC Ladesäulen zu installieren, könnte man einfach da DC Charger hinstellen, wo man sowieso hinwill und sich 15-30Minuten aufhält.Ich habe das schon 2022 in Bergen gesehen. In der norwegischen Stadt standen in der Stadt schon damals ca. 25% E-Autos am Straßenrand von einer Mehrfamilienhaus-Siedlung. Keine AC-Ladesäule weit und breit. Dafür standen je nach Supermarkt einfach 10-20Schnelllader davor. Diese haben auch einen viel höheren Durchsatz an Fahrzeugen, weil die ja nicht so lange da stehen bleiben.Bei uns stellen die auch inzwischen überall vor die Baumärkte mehrere Ladesäulen.Und die Strom-Menge bleibt auch die gleiche, egal ob Dein Auto schnell lädt, oder über mehrere Stunden verteilt. Schnellladeparks bekommen eh neue Infrastruktur mit eigenem Mittelspannungstrafo. Das ist im Zweifelsfall einfacher als alle Straßen für die Ladeleistungen zu ertüchtigen.
Judith
25.05.2026 um 19:05
Es laden nur 1% adhoc, weil Mondpreise aufgerufen werden und nicht, weil kein Bedarf da ist. Ich verstehe nicht, dass da nicht mal kritischer nachgefragt wird. Oder ist das einfach nur ein Werbe - und Marketing Interview?
mipu
25.05.2026 um 19:34
Den gleichen Dummfug hat doch auch schon der Ionity-CEO-Witzbold von sich gegeben, mit einem Mineralwasser-/-Leitungswasser-Vergleich. Vielleicht sollte sich das Kartellamt mal die Unternehmen genauer anschauen, wenn die sich anscheinend schon beim Blödsinn, den sie absondern, absprechen, wer weiß wo noch ....
Andreas V.
26.05.2026 um 02:04
Genau!
Andreas
25.05.2026 um 20:04
Bei seinen 3 Säulen fehlt noch die 4.. Die Langzeit -Steher oder einfach Arbeitnehmer. Jeder Fahrzeug eines Arbeitnehmers steht 8 auf einen Parkplatz. Er hat also 8h Zeit zu laden. Was aber an einer Normale Säule nicht praktikabel ist, wegen der Blockierungsgebühr. Hier müssen Lösungen gefunden werden. Die wenigsten Arbeitnehmer müssen täglich laden, aber können die Mittagszeit nicht (Stichwort Stromüberschuss) nutzen.
sig
26.05.2026 um 08:02
Richtig. Bahnpendler parken oft 12 Stunden und haben wenig Anfahrt zum Bahnhof. Netzdienliche Steckdosen wären die günstidste und nützlichste Infrastruktur.
Sebastian
25.05.2026 um 20:34
Warum wird sich hier regelmäßig über Abos beschwert? Ich bin ohne monatliche Kosten unter anderem bei EnBW, Aral Pulse, Ionity und EWE Go registriert und habe damit unterwegs immer eine große Auswahl zu vernünftigen Preisen.
Lanzu
26.05.2026 um 11:29
Man muss mit vier verschiedenen Apps hantieren und diese Anbieter versuchen, andere Teilnehmer aus dem Markt rauszuhalten und ein Ogilopol zu bilden, da man bevorzugt mit diesen Apps nach Lademöglichkeiten sucht.
Uwe Hetman
26.05.2026 um 11:08
Weil es eben noch viel schöner wäre, wenn man einfach mit einem gültigen Zahlungsmittel ein Preis zahlen könnte, ohne ausgenommen zu werden wie eine Weihnachtsgans. Ohne dass ich für jeden Anbieter ein eigenes Zahlungsmittel bräuchte. Ohne dass ich bei AC Säulen durch 5 Apps stöbern muss bei welchen meiner Anbieter ich an dieser Ladesäule nicht völlige Phantasiepreise bezahle.Vision: ich schaue auf das Navi und es zeigt mir eine freie Ladesäule für 45ct/kWh und eine für 43ct/kWh. Weil ich keine Lust habe den Umweg zu fahren, nehme ich einfach die für 45ct. Die sind gültig mit jedem Zahlungsmittel(Kreditkarte , Debit-Karte, Google/Apple-Pay) und direkt zu zahlen beim Anbieter, kein Roaming.Wie schön wäre es, wenn man zum Einen vernünftige und zum Anderen vergleichbare Preise ohne Zugangsbarriere(Abo) hätte.
Dingrich
26.05.2026 um 06:11
Genau so mach ich das auch. Und geht es mal weiter weg, kann ich ein monatlich kündbares Abo lösen. Gen Süden: EnBW. Gen Norden: Ionity oder gleich VW/Elli wegen Plug&Charge. Dazu Ewe Go und Adhoc Map App und fertig ist die Laube!
Northbuddy
26.05.2026 um 10:46
Wie jetzt? Sie nutzen also "keine Abo", solange sie keines brauche, aber wenn sie eines brauchen (weil's sonst zu teuer ist), dann schließen sie doch ein Abo ab? Das machen doch eigentlich alle so und das ist doch gerade das Problem. Man kann die Kosten (fast) nur mit einem Abo unter Kontrolle halten. Das ein Abo nur 1 Monat laufen muss, ist ja nur eine Anekdote.
Judith
25.05.2026 um 22:01
Da unterscheiden sich wohl unsere Ansichten, was ein vernünftiger Preis ist.
sig
26.05.2026 um 07:57
Ein Liter Sprit hat immer noch ca. 10kWh. Ladestrom ist sauteuer!
Klaus
17.06.2026 um 19:38
Der Verbrennermotor aber nur einen Wirkungsgrad von 30%, also von den 10kWh kommen nur 3,33 kWh zu den Rädern
Michi1909
26.05.2026 um 09:56
Der dicke Hyundai vor dem Seal U schluckte 8 Liter Diesel. Das E-Auto seit knapp 50 Tkm 22 kWh/100 km. Rechne noch einmal! 😝
Richard
26.05.2026 um 08:50
Die Zahl können Sie aber nicht nehmen. Es sind eher 9kWh, von denen nur bis zu ca. 3,6kWh wirklich zum Fahren genutzt werden, der Rest ist Verlust. Beim E-Auto werden etwa 80% der geladenen Energie genutzt. Das heißt, Sie müssen ca. 4,5 kWh pro Liter Sprit im Auto rechnen (eher optimistisch zu Gunsten des Verbrenners berechnet).Aber ja, Strom ist zu teuer und Benzin und Diesel sind viel zu billig, insbesondere wenn man die bekannten Folgen des Verbrauchs berücksichtigt.
Richard
26.05.2026 um 08:15
> Ich halte wenig davon, andere Branchen öffentlich zu kritisieren oder > Gegensätze zuzuspitzen.Das heißt wohl, "wir wissen, dass wir selbst abzocken wie die Weltmeister, daher halten wir uns bedeckt :-)> Das vertrags- und appbasierte Laden eröffnet enorme Möglichkeiten > für sehr differenzierte Angebote.Ich muss nochmal übersetzen: Das vertrags- und appbasierte Laden eröffnet enorme Möglichkeiten für maximale Enshittification.> Verglichen mit Benzin oder Diesel ist elektrisches Fahren heute ja > oft deutlich günstiger.Ja, allerdings nur wenn man nicht bei EnBW und co Schnellladen muss.> Bei der EnBW entfallen gerade nur knapp über ein Prozent aller > Schnellladevorgänge auf das Ad-hoc-Laden.Wen wundert's? Das ist wohl eine selbsterfüllende Prophezeiung. Das zeigt nicht, dass die Menschen das nicht gerne machen würden, es zeigt, dass die absurden Preise ausreichend abschreckend sind.> Das ist vergleichbar mit der Situation früher auf der Urlaubsfahrt, > wenn man einmal an der Autobahntankstelle getankt hatNein, das ist vergleichbar mit der systematischen Abzocke früher beim Roaming im Mobilfunk. Da hat die EU eingegriffen, beim Laden ist das auch dringend erforderlich.> Die Kilowattstunde allein ist kein Produkt.Stimmt, wenn man diese als das nähme, was sie ist, nämlich eine Einheit Energie, könnte man gar keine ausdifferenzierten Produkte ähh Enshittification vorantreiben.> Das Laden eines Elektroautos funktioniert eben nicht wie das Tanken > eines Verbrenners.Äh, doch. Ich stecke nur statt Rüssel das Kabel an und Energie zum Fahren wird in das Fahrzeug transportiert. Korrekter ist, wir wollen nicht, dass es genauso funktioniert.Ich muss nochmal übersetzen: "Der Markt sollte deshalb akzeptieren", dass wir ihn mit "diversifizierten Produkten" viel stärker ausnehmen können und werden.> Beim Laden ist das fundamental andersNein, sowohl das Premium Fahrzeug als auch der Kleinwagen laden Strom in den Akku. Mehr passiert eigentlich nicht.Nach dem Interview ist mir sehr klar, dass die Ladeanbieter ohne strenge Regulierung wohl nicht zur Vernunft kommen werden.
Matthias
26.05.2026 um 13:52
Danke. Ich könnte bei allen von Dir aufgeführten Punkten nicht mehr zustimmen!
Oliver Grund
26.05.2026 um 08:39
Fakt ist doch das man Verbrenner in 2 Minuten tankt und E-Autos bei 400 kw vielleicht in 20 oder 30 Minuten 70 Prozent bekommt, das nennt man klar eingeschränkt. Dazu verstehe ich die Grünen oder andere Parteien und auch Bürger nicht das sie E-Autos dauersubventionieren wollen, Steuervergünstigungen und Sonderregelung geben wollen statt das Geld für die Infrastruktur zu nehmen, ja auch zu regulieren siehe Bezahlungschaos und auf den Markt zu setzen siehe Co2 Steuer und dann Zertifikatehandel. So haben viele Bürger das Gefühl wie bei der Energiesparlampe das der Staat den Bürgern vorschreibt welches Auto sie fahren sollen und dann feiert unsere Stammtischpartei weiter Wahlerfolge.
Uwe Hetman
26.05.2026 um 10:54
Bitte bei den Fakten bleiben. Wie soll man in 3 Minuten tanken (Mit Schlange stehen, tanken, bezahlen)? In 20 Minuten bekommt man bei 400kW 167kWh in den Akku, bei 30 Minuten 200kWh. Solche Akkus gibt es in LKWs, aber nicht in Automobilen. Die übliche Ladezeit bei mir unterwegs ist 15 Minuten. Und dabei gehe ich gemütlich zur Toilette, kaufe mir vielleicht noch was zu trinken und fahre dann weiter.Beim Einkaufen ist man auch locker 20Minuten beschäftigt, so dass man prima währenddessen laden kann.Elektroautofahren ist heute nichts Absurdes mehr. Ich fahre seit 6Jahren elektrisch und ich werde auch nie wieder Verbrenner fahren.
Christian
26.05.2026 um 08:48
Bei all den THemen zu Ladpreisen und dem Ausbau von DC / AC Lademöglichkeiten - EnBW schafft es auch auf andere Art Kunden zu verprellen. Ich habe dies in den letzten Tagen im Urlaub erfahren müssen. Mir wurde ohne Vorwarnung oder Information mein EnBW Profil gesperrt, weil ich in zu vielen Ländern geladen habe - das ist kundenfeindlich und geschäftsschädigend. Also: wer im Urlaub evtl weiter weg fahren will, sucht Euch alternative Lade-Anbieter
tomka
26.05.2026 um 08:56
erster Eindruck: EnBW hat einen neuen Manager aus der Autoindustrie der nicht wirklich weiß worüber er redet. Offensichtlich war er aber beim selben Motivationscoach wie der Typ von IONITY. Und es gab hier schon sehr viel bessere Interviews zu lesen.Widerspruch 1: Eine kWh ist eine physikalische Einheit und unterscheidet sich nicht von einer anderen kWh: Eine kWh ist einfach ein Produkt aus Spannung, Stromstärke und Zeit. Man kann entweder die Leistung ändern oder die Zeit für die Ladung oder beides. Am Ende haben die Kunden aber immer eine kWh Energie geladen. Wenn dem Kunden viel Zeit zur Verfügung steht, bietet sich AC-Laden (geringe Leistung mit viel Zeit) geradezu an. Deshalb zeugen ihre Ansichten zu AC einfach nur von Unkenntnis der Bedürfnisse ihrer Kunden.Einspruch 2: das digitale Produkt: Wenn ich lade kaufe ich elektrische Energie. Wenn ich tanke kaufe ich flüssige Energie. Was bitte ist dort digital? Oder sind sie Teil der Kampagne zur Preisverschleierung aus dem BdEW?Einspruch 3: adHoc: Sie fürchten adHoc Laden wie der Teufel das Weihwasser weil es zur Vergleichbarkeit der Preise führen würde. Auch da herrscht Einigkeit in der Branche. Und die Interessen der Kunden sind Ihnen völlig egal.Zustimmung: Die Ausrichtung auf mehrere Netze ist nachvollziehbar. Allerdings besteht kein Anlass in der Geschwindigkeit des Ausbaus nachzulassen, solange insbesondere in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, MV, SH noch riesige Lücken im Ausbau bestehen. Ihr ABO-Modell wird nur funktionieren, wenn der Kunde wenigstens in D überall unkompliziert bei Ihnen laden kann.Für alle Kunden wäre es aber generell besser, mit adHoc alle Anbieter nutzen zu können. Dann kann der Kunde wenn das Angebot von EnBW örtlich fehlt einfach bei einem anderen Anbieter laden, der dort ein Angebot macht.
Klein
26.05.2026 um 09:34
Zitat: "Verglichen mit Benzin oder Diesel ist elektrisches Fahren heute ja oft deutlich günstiger. Hat sich die Debatte über hohe Ladepreise damit erledigt?" Machen wir doch einen aktuellen Vergleich: VW Passat 1.5 eTsi, WLTP Verbrauch: 5.4 l/100km. Aktueller Spritpreis 1,90 EUR/l = 10,26 EUR / 100 km. VW iD7 Tourer Pro, WLTP Verbrauch: 17.6 l/100km. EnBW Ladepreis (ohne Abo, beim Tanken brauch ich auch kein Abo bei Aral, Shell, BP etc): 0,56 EUR/kWh => 9,85 EUR/100km. "Deutlich günstiger" ist bei mir etwas anderes. Deutlich günstiger wird es nur, wenn jemand seine eigene PV-Anlage auf dem Dach hat (hat aber die Mehrheit in Deutschland nicht, die wohnt in Mehrfamilienhäusern). Und bei Roaming wird es deutlich teurer. Daher sind aus meiner Sicht die Ladepreise weiterhin einer der wichtigsten Stellschrauben, um die Elektromobilität zu fördern oder zu blockieren.
Guy
26.05.2026 um 17:23
Er zählt ja absichtlich die geringeren Wartungs- und Nebenkosten auf, die helfen dass es günstiger wird. Er will doch mit Sicherheit nicht die Ladekosten senken ;-)
Thomas Wagner
26.05.2026 um 11:11
Ich bin mit meinen vier Ladekarten immer noch sehr zufrieden, da ich immer einen von vornherein sicheren Preis beim Laden habe 😁 Allerdings nutze ich inzwischen überwiegend Ionity und Vattenfall, da sie bei gleicher Zuverlässigkeit die besseren Preise bieten 🤷
Svet
26.05.2026 um 12:20
Ich kann das nicht mehr hören bzw. lesen: Die Kilowattstunde ist das Produkt und sonst nichts!!! Und das ist nicht digital! Einheitliche Preise, kein Roaming und einfache Zahlung, ohne Angabe von persönlichen Daten und ohne App und ihr hättet als Auslastung. Von mir aus ein paar Eurocent Differenz zwischen 150kW und 400kW und das war es. Das ganze andere Gelaber ist nur noch abstoßend
Matthias
26.05.2026 um 13:50
Sehr schade, dass das Interview sehr unkritisch geführt wurde. Erweckt leider doch eher den Eindruck dem Anbieter eine Bühne zu bieten als wirklich auf Themen anzusprechen, die Markt und Nutzer gerade beschäftigen: EnBW sollte sich als größter nationaler Ladeinfrastrukturanbieter in der Pflicht sehen, sich für die Simplifizierung und Zugänglichkeit von Ladelösungen einzusetzen. Da spricht sich Herr Roemheld in einem Atemzug dafür aus, Bau- und Netzanträge für die Betreiber zu standardisieren und damit zu simplifizieren (was ein valider Punkt ist), im nächsten Satz sorgt aber das eigene Abo-Modell zusammen mit dem utopischen AdHoc-Preis, der auch im B2B-Roaming weitergegeben wird, aktiv und bewusst dafür, dass das Ladenetz kompliziert, unzugänglich und intransparent für die Allgemeinheit bleibt. Wer nach Außen transparentere Marktbedingungen fordert, der sollte zuerst in seinem eigenen Produktportfolio für transparente Konditionen aller Marktteilnehmer sorgen!
erFahrer
26.05.2026 um 18:38
Beachtlich zu wie vielen Stellen man nach 100 Tagen schon antworten kann - gute Einarbeitung: Die Antworten mögen nicht jeder Sichtweise entsprechen. Und manches ist auch schon per EnBW - Indoktrin, wie bei Reiche - erfolgreich eingepflanzt. - Von wegen viele Netzbetreiber - 85 % werden von den E.ON -Töchtern kontrolliert. Der nächste große ist die EnBW. Standortsicherung (=Netzkapazität sicher) heisst das Roulett, das viel wichtiger ist als diese kWh / Preis -Diskussion, von Euch liebe eMobilisten. (Wer von E.ON Strom selbst bezieht, hat bei kritischen Argumenten zu Monopolen wohl dann eine persönliche Diskrepanz. ) - Neben den 3 Tarifen, wäre ein Tarif D (dynamisch) in kürzester Zeit implementiert - (soviel zu digital). Doch wenn man 50 Cent für den Strom bekommt und ihn für mindestens 39 Cent + Grundgebühr verkaufen kann (THG-Quote gibst dann auch noch, aber auch Steuern und Abgaben aus diesem höheren Betrag) löst man sich schwer. Soviel zum Thema "netzdienlich" (auch so ein Blendwerkzeug) . - Ganz fehlt bei den Frage der zentrale Punkt zu "Morgen" - direktes Lade an der Quelle - Wo sind die Ladeparks an all den EnBW-Wasserkraftwerken? Beispiel: An der Schwarzenbach-Talsperre, BW, 2 x 11 kW Ladepunkte und die sind noch nicht mal von der EnBW - an einen Touristen-Magnet ! - gerade am WE, wenn saubere Energie reichlich vorhanden und die Leute von weit her kommen. - Leider fehlt auch die Frage nach Gewerbespeicher an und für den Ladeparks, die viele der gegebenen Antworten damit demaskiert. AUDI macht das an seinen Hubs (zwangsweise) vorbildlich. - Wo waren die Fragen nach eLKW-Ladeplätzen (Energiemenge) und auch P+R- Parkplätzen (AC-Ladermenge)?
Jens
26.05.2026 um 20:35
Laden muss so werden wir tanken: Kreditkarte oder EC-Karte vorhalten, Stecker rein und fertig. Alles andere macht auf Dauer die E-Mobilität kaputt. Der EnBW Chef schaut auf China zum Thema E-Mobilität, vergisst aber, das Laden in China viel einfacher ist als hier. Und EnBW tragt zu diesen komplizierten Prozessen maßgeblich bei. Also bitte Hr. Roemheld - kehren Sie vor der eignen Haustür, statt auf die Automobilhersteller zu schauen.
David W
27.05.2026 um 09:03
Ich pflichte Hr.Roemheld ja in vielen Punkten bei, aber das Argument hohe Roamingpreise wären nicht schlimm weil das ja eh nur selten vorkommt ist einfach unverschämt. Wen man mal irgendwo 1,27 pro kWh gezahlt hat sind das genau die Dinge die man sich merkt bzw. die dann das Stammtischgeschwätz dominieren. Das ist als würde ein Liter Sprit an der Autobahn 8€ kosten. Einfach nur Wucher und durch nichts zu rechtfertigen. Sicherlich geht es finanziell gesehen im Rauschen unter, aber der psychologische Aspekt ist nicht von der Hand zu weisen.
Peter
27.05.2026 um 21:58
Das Problem ist ja auch weniger die Tatsache, dass es direkt an der Autobahn teuer ist. Ist Sprit auch, aber es gibt genug Tankstellen direkt an der Autobahnabfahrt mit normalen Preisen und Apps diese zu finden. Das Problem ist, dass jeder Schnelllader de facto die Preise einer Autobahntankstelle aufruft. Und ein Verbrenner kommt 2-5 Mal so weit wie ein Elektroauto...einfach vermeiden wie bei Autobahntankstellen ist nicht wirklich möglich.Und finanziell geht das nicht im Rauschen unter. Ganz und gar nicht. Bei 20% DC, 40% Heimladung und 40% PV käme ich auf 5,5c/km wenn ich 60c für DC ansetze. Bei 40c/kWh liegt der Schnitt nur noch bei 4,5c. Und 20% DC sind schnell erreicht
Fritz
27.05.2026 um 09:31
Die müssen sich nicht über ihre schlechte Auslastung wundern. Meine Bekannten laden nur zu Hause und nutzen den Verbrenner für längere Strecken. Ich selber bevorzuge TEAG oder Vattenfall. So kann sich die E-Mobilität nicht durchsetzen. Die EnBW glänzt auch noch damit, dass sie sogar nachts eine Blockiergebühr verlagen. Man komme abends spät nach Hause, schliesse das Auto an eine AC-Ladesäule von EnBW und muss dann mitten in der Nacht wieder runter und einen neuen Parkplatz suchen. Was soll das denn?
Peter
27.05.2026 um 21:51
Die Kilowattstunde ist das Produkt. Aber das will die EnBW natürlich gar nicht hören, denn dann müsste man ja konsequent über den Preis konkurrieren. Und der ist halt einfach bescheiden, für alle, die keine monatliche Grundgebühr zahlen wollen oder - ganz absurd - auch mal das Netz der EnBW verlassen. Wenn ich hier am Bodensee über die Grenze fahre, nützt die Grundgebühr überhaupt nichts mehr. Aber aktuell konkurrieren die Anbieter vor allem über die Größe und den Großen gefällt das sehr gut...
Jensen
30.05.2026 um 08:19
Herr Roemheld scheint die eigene Position von EnBW als Stromverkäufer nicht ganz richtig einzuschätzen. Ob eine Kilowattstunde ein Produkt ist oder sein kann ist eine vollkommen unwichtige Frage. Abgesehen von durchaus vorhandenen Konsumenten, die sich eher weniger mit Kosen, auch Energiekosten, auseinanderetzen (müssen) ist es in Deutschland so, dass die Kundschaft grundsätzlich preissensibel ist. Sehr gut abzulesen ist das im Lebensmitteleinzelhandel, wo sich die Preiskämpfer gegenseitig vesuchen die dritte Stelle hinterm Komma beim Umsatz abzujagen. Strom ist reichlich im System und jedem Verbraucher steht es offen, Preise zu vergleichen, sowohl in der Wohnung, wie auch bei der Versorgung des eigenen BEV. Die Verbraucher, die sich hin und wieder mit der Preisgestaltung beim Fahrstrom auf der Strecke befassen und Ihre eigenen Bedürfnisse gut einschätzen bzw. bestenfalls sogar präzise kennen, werden Kaufentscheidungen treffen, die sie für sich selbst als günstig erachten. Welcher Ladeanbieter dann der Favorit ist, entscheidet sich dann immer wieder auf's Neue, es sei denn, man bindet sich bewußt an einen Anbieter, der einem ein Angebot macht, dass er nicht ablehnen kann oder eben dauerhafte Preisprüfungen überflüssig macht. EnBW ist einer von vielen Anbietern und unterm Strich ist der Endpreis für geladene Energie entscheidend. Deswegen ist es zu begrüßen, wenn neue Anbieter am Markt teilnehmen und die Preise unter Druck setzen.
Frantsiek Tuma
01.06.2026 um 11:45
Hier schreibt niemand über Autocharge. Ich verwende Autocharge bei mehreren Anbietern, darunter EnBW. Für die Installation von Autocharge ist die EnBW-App die Voraussetzung. Hat man Autocharge in Betrieb genommen braucht man nie wieder eine App oder eine Karte, um bei EnBW zu laden. Damit ist Laden meiner Meinung nach deutlich einfacher als Tanken. Ich kenne derzeit keine Tankstellenkette, die das Tankvolumen an der Zapfsäule Tag für Tag addiert und einmal pro Monat vom Konto abbucht, ohne dass man sich dafür irgendwie ausweisen müsste. Das übernimmt das Fahrzeug. Kundenfreundlicher geht es eigentlich nicht. Der Preis ist immer konstant bei 39 Cent. Sehr einfach umzurechnen auf kWh und km.Jetzt habe ich den Vorteil, dass bei mir in Deutschland an allen persönlichen regelmäßigen Zielorten eine EnBW-Ladesäule mit zu den am nächsten gelegenen gehört, so dass ich keine Umwege fahren und auch keine weiteren Abbogebühren zahlen muss.Im Urlaub habe ich zusätzlich 1 Monat lang Electra verwendet. Auch bei Electra funktioniert Autocharge in mehreren EU-Staaten völlig problemlos. Dadurch hatte ich einen Preis von 29 Cent an den Electra-Säulen und musste, bis auf das erste Mal, niemamls eine Karte oder eine App zücken. EnBW hatte in den bereisten Ländern keinerlei Ladestationen. Einmal habe ich eine "Fremdanbieter" verwendet. Da ist dann EnBW mit 62 Cent zum Zuge gekommen. Ich habe keine Ahnung, was der Anbieter sonst verlangt hätte. Es war auch unklar, ob man die Säule per App oder per Karte aktivieren sollte. Ich hatte mehrere Apps und mehrere Karten und es wäre natürlich optimal gewesen, wenn mir die Säule eine Tabelle mit allen Apps und Karten angezeigt hätte und auch mit dem dann gültigen Tarif. Ich hatte natürlich keine Lust, das dann vor Ort im Internet zu recherchieren.In Deutschland ist Electra für mich keine Option. Der Tarif ist zwar derzeit mit 34 Cent und 4,99€ Abogebühr nochmal günstiger als EnBW, allerdings müsste ich zweimal pro Monat an einer Electra-Säule laden, um den EnBW-Tarif zu unterbieten. Dafür ist Electra allerdings in Deutschland einfach noch zu rar. Da ich die App allerdings schon habe und Autocharge aktiviert ist, kann ich jerderzeit darauf zurückgreifen und vor dem Laden das Monatsabo buchen. Der Nachteil von Electra ist jedoch, dass jede Rechnung einzeln abgebucht wird. Das macht die Kontoführung unnötig unübersichtlich.Ionity kostet mit 39 Cent genauso viel wie EnBW, hat dafür eine wesentlich dünnere Netzabdeckung. Sonst sehe ich da nicht viel Konkurrenz beim Preis in Deutschland. Die Sache mit den Abogebühren funktioniert nur, weil viele Autos wenig Reichweite haben und der Marktanteil noch unter 10% liegt. Sobald durchschnittliche Reichweite mal Marktanteil bei über 100km liegen werden, werden Abokarten zum Nischenprodukt.Dass EnBW zu 100% ausgelastet wäre habe ich nur an einem Ferienstandort erlebt, wo alle Kunden nicht aus dem lokalen Landkreis kamen. Ähnlich war es bei Electra. Hier kann ein Lastamanagement über den Preis sinnvoll sein. Bei Electra beginnt die Blockiergebühr nach 75 Minuten, bei EnBW nach 240 Minuten. Ich finde 75 Minuten akzeptabel, vorausgesetzt, die Auslastung liegt bei über 50%. Wenn ein Standort eh nicht verwendet wird, dann kann man doch auch 24 Studnen stehen bleiben, ohne extra dafür zu bezahlen?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert