Volvo ebnet Kunden in Europa Zugang zu Supercharger-Netz von Tesla

Volvo Cars macht Fahrern seiner Elektroautos in Europa das Netzwerk von Tesla zugänglich. Ab dem vierten Quartal 2026 können Volvo-Kunden mehr als 20.000 Tesla-Supercharger mit der Volvo-App nutzen. Parallel will Volvo auch im asiatisch-pazifischen Raum näher an Teslas Lade-Ökosystem heranrücken.

Volvo cars tesla supercharger
Bild: Volvo Cars

Die Schweden selbst geben an, das öffentliche Laden in Europa komfortabler gestalten zu wollen und deshalb Kunden den Zugang zu den Tesla-Superchargern zu erleichtern. Schlüssel dazu ist die Volvo Cars App, mit der sich ab dem vierten Quartal dieses Jahres auch Tesla Supercharger finden und starten lassen. Insgesamt sollen so in ganz Europa mehr als 20.000 Ladestationen zusätzlich angezeigt werden. Das Angebot gilt für alle Fahrer eines EX30, EX40, EC40, EX60, EX90 oder ES90.

Volvo setzt bekanntlich auf einen eigenen Ladeservice namens Volvo Public Charging Service (VPCS) in Kooperation mit Digital Charging Solutions (DCS). An dieses Service sind mehr als 1,2 Millionen Ladepunkten in Europa angebunden. Als CPO tritt Volvo selbst nicht auf. Im Gegensatz zu einer Reihe anderer Hersteller, die sich im Joint Venture Ionity aktiv am Aufbau des Ladenetzes beteiligen. Insofern fällt es Volvo nun auch leicht, das Tesla-Ladenetz zu erschließen. Schließlich besteht keine Konkurrenzsituation zu etwaigen eigenen Ladern. Bei den Ionity-Gesellschaftern sieht das anders aus. Zu diesen gehören BMW, Ford, Hyundai Motor Group, Mercedes-Benz und der Volkswagen-Konzern mit Audi und Porsche. Hinzu kommt der Finanzinvestor Global Infrastructure Partners.

Volvo schreibt, dass sich die nun zugänglichen Tesla-Supercharger in 29 europäischen Ländern befinden, der Großteil aber „in Schlüsselmärkten wie Deutschland, Frankreich, Norwegen, dem Vereinigten Königreich, Schweden, Italien und Spanien“ anzutreffen ist.

Parallel will Volvo die Vorteile des schon etablierten Tesla-Ladenetzes auch in wichtigen Märkten der asien-pazifischen Region nutzen. Allen voran in Japan und Südkorea sollen deshalb „ausgewählte Modelle“ bis 2029 auf das North American Charging System (NACS) umgestellt werden. Dass Volvo sich gegenüber Teslas Ladesystem NACS offen zeigt, signalisierten die Schweden bereits 2023 mit der Ankündigung, diesen Ladeanschluss künftig in US-Modellen verbauen zu wollen.

Volvo gibt an, die konkreten Zeitpläne, Fahrzeugmodelle und Märkte für die NACS-Adaption in Asien-Pazifik zu einem späteren Zeitpunkt präzisieren zu wollen. Klar ist: Volvo Cars strebt an, das öffentliche Laden weltweit stärker zu vereinheitlichen und dadurch zuverlässiger zu gestalten. „Dazu gehört auch die Unterstützung von Markttreibern bei der Standardisierung und Interoperabilität von Ladesystemen – insbesondere in Märkten, in denen gemeinsame Anstrengungen das öffentliche Laden für eine größere Zahl von Fahrern vereinfachen können“, so der Autobauer.

Volvo bezeichnet Tesla und den NACS also als Garant für Standardisierung und Interoperabilität. Alejandro Castro Pérez, Leiter des Bereichs Energy Solutions bei Volvo Cars, präzisiert dies wie folgt: „Volvo-Fahrer haben bereits heute über die Volvo Cars App Zugang zu weltweit mehr als drei Millionen Ladepunkten. Die Einbindung der Tesla Supercharger in Europa bedeutet, dass sie nun einen noch einfacheren Zugang zu einem der renommiertesten Schnellladenetzwerke haben. Auf unserem beschleunigten Weg hin zur vollständigen Elektrifizierung ist es unser Ziel, das Laden durch ein nahtloses Ökosystem einfach und mühelos zu gestalten.“

volvocars.com

11 Kommentare

zu „Volvo ebnet Kunden in Europa Zugang zu Supercharger-Netz von Tesla“
Rudolf Kandler
26.05.2026 um 16:22
Das ist eine gute Nachricht. Mit der Volvo Card lade ich im europäischen Ausland problemlos. Der Preis sollte unter 0,50 Cent pro kw/h sein.
Gernot
26.05.2026 um 16:36
Da Volvo nun auf moderne 800V setzt ist das veraltete 400V Netz von Tesla unnötig.
Klaus
27.05.2026 um 09:53
"...Auf den V4 Supercharger Ladesäulen sind 1000 V und eine maximale Stromstärke von 615 A vermerkt (bei 800 V etwa 500 kW). Seit Anfang 2023 verbaut Tesla die V4 Ladesäulen an seinen Superchargern. Die V4 Ladesäulen stellen nunmehr die 400 V, die 800 V und die 1000 V Technik bereit. ..."
Gernot
27.05.2026 um 15:20
Noch so einer...wahrscheinlich aus der Tesla-Bubble: Niemanden interesiert was die Ladesäule theoretisch könnte, sie kann es schlicht nicht weil die Ladeschränke im Hintergrund KEIN 800V unterstürzen und das als einzig großer Anbieter in Europa und wahrscheinlich weltweit. Die LAdesäulen sind nur mit DC-DC Wandler oder anderen fahrzeugseitigen Techniken überhaupt nutzbar, dann aber nur mit um die 100kW-150kW statt mit je nach Modell 350kW-600kW. Das ist unnötig und einfach schlecht.
New
26.05.2026 um 21:03
Blödsinn, Tesla baut neue SUC bereits mit V4/V5 auf und rüstet ältere schon um.
Gernot
27.05.2026 um 15:22
Nein, das stimmt einfach nicht, Tesla kann nichts. Sie bauen nichts um. Sie bauen lediglich andere Säulen auf die aber so gut wie gar keine Relevanz haben weil Tesla die Ladeelektronik ausgelagert hat um Geld zu sparen. Die Ladeschränke sind veraltet und somit auch die Ladesäulen
Klaus
27.05.2026 um 07:00
TESLA hier TESLA da! ….immer wieder liest man TESLA Warum ? Weil geil! Software und Stressfrei Laden!!!“ Fährst Du bereits Tesla oder noch elektrisch;) „
Bernd
27.05.2026 um 15:24
Nein, weil zu wenig Neulinge in der E-Mobilität sich tatsächlich mit technischen Standards auskennen oder wie ein E-Auto sich zu bedienen und verhalten hat. Weger der Assoziation von Tesla mit E-Autos landen einige erstmal bei Tesla, nicht weil es gut ist oder funktioniert
27.05.2026 um 14:22
Die anderen Autohersteller sollte auch mal die Ladeinfrastruktur aufbauen und nicht nur Nutznießer bei Tesla sein
Kumpelanton
28.05.2026 um 15:04
Schon mal von Ionity gehört?
Kumpelanton
28.05.2026 um 15:22
"Volvo ebnet Kunden in Europa Zugang zu Supercharger-Netz von Tesla Volvo Cars macht Fahrern seiner Elektroautos in Europa das Netzwerk von Tesla zugänglich." Da fehlt wohl der Zusatz "in der Volvo-App". Laden können alle anderen, auch Volvo-Fahrer, schon länger bei Tesla über die Tesla-App. Welche Preise gelten in der Volvo-App? Die von Volvo oder Tesla?

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