Volvo ebnet Kunden in Europa Zugang zu Supercharger-Netz von Tesla
Die Schweden selbst geben an, das öffentliche Laden in Europa komfortabler gestalten zu wollen und deshalb Kunden den Zugang zu den Tesla-Superchargern zu erleichtern. Schlüssel dazu ist die Volvo Cars App, mit der sich ab dem vierten Quartal dieses Jahres auch Tesla Supercharger finden und starten lassen. Insgesamt sollen so in ganz Europa mehr als 20.000 Ladestationen zusätzlich angezeigt werden. Das Angebot gilt für alle Fahrer eines EX30, EX40, EC40, EX60, EX90 oder ES90.
Volvo setzt bekanntlich auf einen eigenen Ladeservice namens Volvo Public Charging Service (VPCS) in Kooperation mit Digital Charging Solutions (DCS). An dieses Service sind mehr als 1,2 Millionen Ladepunkten in Europa angebunden. Als CPO tritt Volvo selbst nicht auf. Im Gegensatz zu einer Reihe anderer Hersteller, die sich im Joint Venture Ionity aktiv am Aufbau des Ladenetzes beteiligen. Insofern fällt es Volvo nun auch leicht, das Tesla-Ladenetz zu erschließen. Schließlich besteht keine Konkurrenzsituation zu etwaigen eigenen Ladern. Bei den Ionity-Gesellschaftern sieht das anders aus. Zu diesen gehören BMW, Ford, Hyundai Motor Group, Mercedes-Benz und der Volkswagen-Konzern mit Audi und Porsche. Hinzu kommt der Finanzinvestor Global Infrastructure Partners.
Volvo schreibt, dass sich die nun zugänglichen Tesla-Supercharger in 29 europäischen Ländern befinden, der Großteil aber „in Schlüsselmärkten wie Deutschland, Frankreich, Norwegen, dem Vereinigten Königreich, Schweden, Italien und Spanien“ anzutreffen ist.
Parallel will Volvo die Vorteile des schon etablierten Tesla-Ladenetzes auch in wichtigen Märkten der asien-pazifischen Region nutzen. Allen voran in Japan und Südkorea sollen deshalb „ausgewählte Modelle“ bis 2029 auf das North American Charging System (NACS) umgestellt werden. Dass Volvo sich gegenüber Teslas Ladesystem NACS offen zeigt, signalisierten die Schweden bereits 2023 mit der Ankündigung, diesen Ladeanschluss künftig in US-Modellen verbauen zu wollen.
Volvo gibt an, die konkreten Zeitpläne, Fahrzeugmodelle und Märkte für die NACS-Adaption in Asien-Pazifik zu einem späteren Zeitpunkt präzisieren zu wollen. Klar ist: Volvo Cars strebt an, das öffentliche Laden weltweit stärker zu vereinheitlichen und dadurch zuverlässiger zu gestalten. „Dazu gehört auch die Unterstützung von Markttreibern bei der Standardisierung und Interoperabilität von Ladesystemen – insbesondere in Märkten, in denen gemeinsame Anstrengungen das öffentliche Laden für eine größere Zahl von Fahrern vereinfachen können“, so der Autobauer.
Volvo bezeichnet Tesla und den NACS also als Garant für Standardisierung und Interoperabilität. Alejandro Castro Pérez, Leiter des Bereichs Energy Solutions bei Volvo Cars, präzisiert dies wie folgt: „Volvo-Fahrer haben bereits heute über die Volvo Cars App Zugang zu weltweit mehr als drei Millionen Ladepunkten. Die Einbindung der Tesla Supercharger in Europa bedeutet, dass sie nun einen noch einfacheren Zugang zu einem der renommiertesten Schnellladenetzwerke haben. Auf unserem beschleunigten Weg hin zur vollständigen Elektrifizierung ist es unser Ziel, das Laden durch ein nahtloses Ökosystem einfach und mühelos zu gestalten.“
volvocars.com





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