XCharge präsentiert C7-Ladesäule – und EnBW als Ankerkunde

Der chinesische Ladeinfrastruktur-Hersteller XCharge enthüllt die neue Generation seiner Schnellladestation C7. Die weiterentwickelte Ladelösung bietet bis zu 480 kW. Interessant: In Deutschland hat EnBW die Firma kürzlich offiziell als Lieferanten gelistet – und setzt die C7 auch bereits in ihrem Ladenetz ein.

Xcharge hpc ladestation c7
Bild: XCharge

Auf der Power2Drive Europe vom 23. bis 25. Juni in München rückt XCharge die neue C7-Säule ins Rampenlicht. Es handelt sich dabei um ein weiterentwickeltes Exemplar. Wir erinnern uns: Schon 2023 hatte der chinesische Ladeinfrastruktur-Hersteller einen Vorgänger der Ladelösung mit bis zu 400 kW auf dem „EV Nordic Summit“ in Oslo vorgestellt. Nun bietet die C7 nochmals 80 kW mehr. Damit reagiert XCharge nach eigene Angaben auf „die wachsende Nachfrage in Europa nach leistungsstarker, betreiberfreundlicher und skalierbarer Ladeinfrastruktur“.

Und weiter: „Die Relevanz der Lösung im Markt zeigt sich unter anderem in der Zusammenarbeit mit EnBW: Der Betreiber des größten öffentlichen Schnellladenetzes in Deutschland setzt die C7 bereits in seinem Ladenetz ein und hat XCharge kürzlich offiziell als Lieferanten gelistet“, schreibt XCharge in einer uns per E-Mail vorliegenden Mitteilung. In der Tat hat die EnBW diese Woche ihren ersten deutschen Standort mit bis zu 480 kW Ladeleistung angekündigt – und zwar in Karlsruhe. Nun wissen wir: Die Hardware stammt von XCharge. Bisher ist bei der EnBW bei 400 kW Schluss. Das ist bekanntlich das Limit der von dem Anbieter vielfach eingesetzten Alpitronic-Lader.

Zur Technik verrät XCharge im Vorfeld der Messe noch kaum Details. Klar ist, dass an der C7 zwei Fahrzeuge gleichzeitig mit Strom versorgt werden können. In welchen Schritten die Leistung zwischen den beiden Ladepunkten der Säule aufgeteilt werden kann, wird in der Mitteilung aber nicht angegeben. Der Hersteller äußert nur, dass „in dieser Leistungsklasse die Zuverlässigkeit von einem vollständig aufeinander abgestimmten Zusammenspiel aller Komponenten abhängt – von der Leistungsbereitstellung und dem Thermomanagement über die elektromagnetische Robustheit und Steuerungslogik bis hin zur internen Architektur und Servicefreundlichkeit.“

Einzig zum neuen adaptiven Thermomanagement der C7 geht der Hersteller etwas ins Detail: Dieses passe die Lüftergeschwindigkeit dynamisch an Modultemperaturen, Umgebungsbedingungen und die aktuelle Leistungsanforderung an. „Dadurch wird die thermische Stabilität des Systems über unterschiedliche Betriebszustände hinweg unterstützt. Temperaturschwankungen können frühzeitig ausgeglichen und eine dauerhaft zuverlässige Leistung sichergestellt werden.“

Weiter soll sich die neue C7 durch „skalierbare Leistungsmodule“ auszeichnen, wobei XCharge an dieser Stelle nicht näher ins Detail geht. Weitere Merkmale sind ein integriertes Kabelmanagement sowie wahlweise luft- oder flüssigkeitsgekühlte HPC-Ladekabel. Außerdem unterstützt die Ladesäule die Protokolle OCPP 2.0.1, ISO 15118 Plug & Charge sowie VDV 261.

XCharge sieht die C7 vor allem als leistungsstarken Allrounder für öffentliche Ladeparks, Flottenstandorte oder Parkflächen im Einzelhandel. „Mit der neuen Generation der C7 entwickeln wir eine etablierte Schnellladelösung konsequent weiter“, erklärt Albina Iljasov, Co-CEO von XCharge. „In Europa beobachten wir eine starke Nachfrage nach leistungsfähiger DC-Ladeinfrastruktur, die sich effizient betreiben, einfach integrieren und komfortabel nutzen lässt. Die höhere Ladeleistung und die erweiterten Funktionen der C7 sind gezielt darauf ausgelegt, diese Anforderungen zu erfüllen.“

Quelle: Infos per E-Mail, enbw.com (Karlsruhe)

0 Kommentare

zu „XCharge präsentiert C7-Ladesäule – und EnBW als Ankerkunde“

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert