BYD steigert Juni-Absatz dank Rekord im Auslandsgeschäft
BYDs Absatz stieg im Juni gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent und gegenüber Mai ebenfalls um 5,2 Prozent. Die veröffentlichten Zahlen beziehen sich dabei auf den Großhandelsabsatz und umfassen sowohl Fahrzeuge für den chinesischen Heimatmarkt als auch Exportfahrzeuge. Während das internationale Geschäft weiter kräftig wächst, bleibt der Hersteller im Heimatmarkt unter Druck. In China setzte BYD im Juni 228.123 NEV-Fahrzeuge (New Energy Vehicles) ab. Ein Rückgang von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig erreichten die Auslandsverkäufe mit 175.349 Fahrzeugen einen neuen Höchstwert. Das entspricht einem Plus von knapp 95 Prozent gegenüber Juni 2025. Wieder einmal entfiel damit mehr als 40 Prozent des gesamten NEV-Absatzes auf internationale Märkte, konkret waren es im Juni 43 Prozent. Bereits in den vergangenen Monaten hatte sich abgezeichnet, dass die Exporte zum wichtigsten Wachstumstreiber des Unternehmens werden könnten.
Auch beim Antriebsmix zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. Die Verkäufe Batterie-elektrischer Pkw (BEV) gingen gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent auf 201.472 Einheiten zurück. Dagegen legten die Plug-in-Hybride (PHEV) um 14,7 Prozent auf 195.820 Fahrzeuge zu und glichen den Rückgang im Bereich der Elektroautos aus. Auch das Nutzfahrzeuggeschäft entwickelte sich positiv. BYD setzte im Juni 6.180 elektrifizierte Nutzfahrzeuge ab und steigerte den Absatz damit um 24,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Im zweiten Quartal verkaufte BYD insgesamt 1,108 Millionen NEV. Das entspricht zwar einem Rückgang von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, gegenüber dem in China oft schwachen ersten Quartal legte der Absatz jedoch um mehr als 58 Prozent zu. Die Auslandsverkäufe stiegen im Quartalsvergleich sogar um knapp 47 Prozent auf 471.091 Fahrzeuge. Für das erste Halbjahr summieren sich die Verkäufe auf 1,81 Millionen Fahrzeuge und liegen damit weiterhin 15,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Während der Absatz in China im Jahresverlauf um fast 40 Prozent zurückging, legten die internationalen Verkäufe um mehr als 70 Prozent auf 792.256 Fahrzeuge zu. Damit entfielen im ersten Halbjahr bereits knapp 44 Prozent des weltweiten Absatzes auf das Auslandsgeschäft.
Nach Einschätzung von CnEVPost dürfte die Erholung auch mit der schrittweisen Umstellung der Produktion zusammenhängen. BYD führt gerade die zweite Generation seiner Blade-Batterie ein. Der Umbau hatte zuletzt zu Engpässen und längeren Lieferzeiten bei mehreren Volumenmodellen geführt. Parallel baut der Hersteller sein Angebot im höherpreisigen Segment weiter aus und brachte Mitte Juni mit dem Da Tang sein erstes D-Segment-SUV der Dynasty-Baureihe auf den Markt.





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