AESC startet Serienproduktion neuer 46120-Rundzellen für BMW iX5

AESC hat die Massenfertigung seiner neuen Rundzellen im Format 46120 aufgenommen. Die Batteriezellen sollen künftig mehrere Elektrofahrzeuge der BMW Group versorgen. Als erstes angekündigtes Modell mit den neuen Zellen gilt der vollelektrische BMW iX5, dessen Marktstart für Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 vorgesehen ist.

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AESC produziert die neuen 46120-Rundzellen in Serie.
Bild: AESC

Die neue Batteriezelle misst 46 Millimeter im Durchmesser und 120 Millimeter in der Höhe und stellt laut AESC die jüngste Entwicklungsstufe seiner großformatigen Rundzellentechnologie dar. Gegenüber bisherigen Zellformaten soll die nutzbare Energie pro Zelle um nahezu 30 Prozent steigen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der benötigten Zellen und Komponenten im Batteriepack. Das vereinfacht die Systemintegration und schafft zusätzliche Freiheiten beim Fahrzeugaufbau. Für die Kathode setzt AESC auf eine nickelreiche Zellchemie, während die Anode mit Silizium dotiert ist. Die Energiedichte gibt das Unternehmen mit bis zu 310 Wh/kg an. Darüber hinaus sollen ein optimiertes Thermomanagement sowie konstruktive Anpassungen die Sicherheit und die Langzeitstabilität der Batterien verbessern.

Nach Angaben von AESC kommen bei der Produktion mehr als 1.000 kamerabasierte Prüfstationen entlang der Fertigungslinie sowie eine vollständige Röntgenprüfung jeder einzelnen Batteriezelle zum Einsatz. Ergänzt wird der Produktionsprozess durch ein Magnetschwebesystem für den Materialtransport, das eine Fertigungsgenauigkeit von bis zu 0,01 Millimetern ermöglichen soll. „Jahrelange Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie unsere Fertigungsexpertise haben den Weg für die Serienproduktion und den weltweiten Einsatz unserer 46120-Zellen geebnet“, erklärt David Wan, Global CEO von AESC.

Mit dem Produktionsstart schafft AESC die Voraussetzungen für den Hochlauf der nächsten BMW-Batteriegeneration. Als erstes angekündigtes Fahrzeug mit den neuen Rundzellen gilt der vollelektrische BMW iX5, der im US-Werk in Spartanburg vom Band laufen wird. Das SUV basiert zwar weiterhin auf der CLAR-Plattform und nicht auf der Architektur der Neuen Klasse, übernimmt jedoch bereits die Batterietechnik der sechsten BMW-eDrive-Generation. Der iX5 soll mit einer 141-kWh-Batterie (netto) sowie einer 800-Volt-Architektur auf den Markt kommen. BMW verspricht sich von den großformatigen Rundzellen unter anderem eine höhere Energiedichte sowie kürzere Ladezeiten und größere Reichweiten gegenüber der bisherigen prismatischen Zellgeneration.

In welchem Werk die Serienfertigung der großen Zellen nun konkret eingeläutet wurde, äußert AESC übrigens nicht. Das Unternehmen schreibt nur, dass „die Massenproduktion an den hochmodernen Fertigungsstandorten von AESC angelaufen ist“. AESC baut oder betreibt Produktionsstätten in China, Japan, den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich und Spanien. Für die Belieferung von BMW in den USA hatte AESC im Nachgang des 2022 eingegangenen Großauftrags eigens den Bau eines neuen Werks in Florence County im US-Bundesstaat South Carolina anberaumt, die Errichtung jedoch Mitte 2025 pausiert. Ob die Rundzellen für den iX5 nun schon aus diesem Werk oder noch von anderswo zugeliefert werden, präzisiert AESC nicht.

aesc-group.com

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