Erster vollelektrischer BMW iX5 kommt mit üppiger 141-kWh-Batterie

BMW führt aktuell letzte Abstimmungsfahrten mit der fünften Generation seines SUVs X5 rund um sein US-Werk in Spartanburg durch. Intern als Baureihe G65 bezeichnet, wird es der erste X5 sein, der auch als vollelektrische Ausführung iX5 herauskommt – und das mit einer für Pkw-Maßstäbe sehr groß dimensionierten Batterie mit 141 kWh Netto-Kapazität.

Bmw x5 prototyp
Prototyp der 5. Generation des BMX X5
Bild: BMW

Bislang gilt ein Akku mit ca. 120 kWh als das obere Ende der Fahnenstange bei elektrischen SUVs. Hier rangieren etwa die reichweitenstärksten Ausführungen des Mercedes-Benz EQS oder des Lucid Gravity. Mit einem nutzbaren Energiegehalt von 144 kWh in den USA und 141 kWh in der EU (netto) und einer Systemspannung von 800 Volt soll der kommende BMW iX5 60 xDrive neue Maßstäbe setzen: Es handelt sich dabei um die bislang größte Hochvoltbatterie eines vollelektrischen BMW-Modells – und wie bereits angedeutet ist sie damit auch größer als bei bekannten Wettbewerbern.

Spannend wird aber sein, was das damit einhergehende Mehrgewicht des Fahrzeugs – „Autocar“ nennt ein geschätztes Leergewicht von 2.950 kg – für seine Effizienz und Reichweite bedeuten wird, die BMW bisher nicht einmal als Schätzung kommuniziert. Was BMW aber bereits nennt, ist die Systemleistung: Besagtes Allradmodell BMW iX5 60 xDrive, das zuerst erscheinen wird, ist mit 425 kW motorisiert. Dabei kommt die sechste Generation der BMW eDrive Technologie zum Einsatz. Weitere Daten wie Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit gibt BMW noch nicht an.

Für Beobachter des Markts sicherlich bekannt, aber dennoch angesichts des Hypes um den neuen BMW iX3 auf Basis der „Neuen Klasse“ wichtig: Der neue BMW iX5 basiert nicht auf der vielversprechenden neuen Elektro-Architektur der Münchner, sondern vielmehr auf der 2015 eingeführten Mischplattform CLAR (Cluster Architecture). Gerüchte dazu gab es bereits Anfang 2025.

Der Einsatz der CLAR bringt für BMW den Vorteil, dass der neue X5 der erste sein wird, der mit fünf Antriebstechnologien auf den Markt kommt. Denn neben dem als iX5 bezeichneten Elektromodell wird es unter dem klassischen Namen X5 Varianten mit Benzin- und Diesel-Verbrennungsmotor inklusive 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie sowie Plug-in-Hybridmodelle geben.

Hinzu kommt erstmals auch eine Ausführung mit Brennstoffzelle unter dem Namen iX5 Hydrogen, die – wie bereits angekündigt – 2028 debütieren soll. Ein Wasserstoff-Fahrzeug auf Basis des X5 ist dabei eine naheliegende Wahl, denn schon die aktuelle Wasserstoff-Pilotflotte der Münchner mit 100 Fahrzeugen (hier unser Fahrbericht) basiert auf der SUV-Baureihe. Dazu passt, dass im BMW-Werk Landshut im Mai die Vorserienproduktion der zentralen Steuereinheit „Energy Master“ für den Wasserstoffantrieb begonnen hat.

Ganz ohne „Neue Klasse“ geht es beim neuen iX5 bzw. X5 aber dennoch nicht: So kommen in der Baureihe durchaus Elemente zum Einsatz, die für die „Neue Klasse“ entwickelt wurden. Darunter die Steuerungseinheit Heart of Joy mit dem vollständig inhouse entwickelten Driving Stack BMW Dynamic Performance Control.

Die Serienproduktion des vollelektrischen iX5 sowie der Verbrenner- und PHEV-Versionen des X5 soll in der zweiten Jahreshälfte beginnen. Die Markteinführung und erste Kundenauslieferungen werden Ende 2026 bis Anfang 2027 erwartet. Das Brennstoffzellen-Modell soll dann 2028 folgen.

bmwgroup.com, autocar.co.uk

3 Kommentare

zu „Erster vollelektrischer BMW iX5 kommt mit üppiger 141-kWh-Batterie“
Simon 1
16.06.2026 um 10:14
Bei der riesen Motorhaube sollte da schon ein großer Reisekoffer in den Frunk passen. Ansonsten hat man hier wohl die Nachteile einer Mischplattform, sehr großes Auto aber nicht mehr Platz als eine Klasse tiefer.
SepulNation
16.06.2026 um 10:25
Endlich 1000 km Reichweite auf dem Tacho, darauf hat der deutsche Autofahrer (ja männlich) hart gewartet!!! *ironie off* 😅
TeeKay
16.06.2026 um 10:41
Wer glaubt, dass die Karre als Wasserstoffauto kommt, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Das Ding wird nur deshalb angeblich entwickelt, um hunderte Millionen Euro Subventionen zu kassieren - so wie jedes andere BMW H2 Auto in den vergangenen 20 Jahren. Auch BMW weiss, dass es keinerlei Nachfrage nach H2-Fahrzeugen gibt und die ohnehin winzige Zahl an H2-Tankstellen sinkt. Keiner kauft ein >100k€ SUV, mit dem man mangels H2-Tankstellen nichtmal in die nächste Stadt fahren kann.

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