BMW startet Vorserie für zentrale Steuereinheit des iX5 Hydrogen
Dass BMW für das Jahr 2028 ein Serienmodell mit Brennstoffzelle plant, ist bereits bekannt. Auch der X5 ist eine naheliegende Wahl, schon die aktuelle Wasserstoff-Pilotflotte der Münchner mit den 100 iX5 Hydrogen (hier unser Fahrbericht) basiert auf der SUV-Baureihe.
Dabei handelt es sich um den Brennstoffzellenantrieb der dritten Generation nach der BMW-internen Zählweise. Bei der ersten Generation wurde noch der komplette BZ-Antrieb von Toyota geliefert – BMW hat ihn in das Fahrzeug integriert, getestet und gelernt. Für die zweite Generation, die im iX5 Hydrogen verbaut ist, hat Toyota nur noch die einzelnen Brennstoffzellen zugeliefert. Das Gesamtsystem wurde hingegen von BMW entwickelt. Die dritte Generation soll hingegen eine Gemeinschaftsarbeit der beiden Partner sein, um Synergieeffekte zu generieren – für den Einsatz in Pkw, aber auch bei Toyota in Nutzfahrzeugen.
Doch auch an anderer Stelle hat BMW nachjustiert: So kommt im künftigen Serienmodell eine neue Wasserstofftank-Technologie zum Einsatz. Der „BMW Hydrogen Flachspeicher“ soll den zur Verfügung stehenden Bauraum besonders effizient nutzen und kompatibel zur Gen6-Hochvoltbatterie sein, ohne Innenraum zu beanspruchen, so der Autobauer. Dadurch lassen sich Modelle mit Brennstoffzellentechnik auf derselben Produktionslinie fertigen wie Fahrzeuge mit anderen Antriebsarten. Aufgrund der Anordnung und Größe der Tanks soll eine Reichweite des FCEV-Modells von bis zu 750 Kilometern möglich sein.
Bis die Fahrzeuge auf die Straße kommen, ist es aber noch ein weiter Weg. Im BMW Group Werk Landshut hat zunächst einmal die im September angekündigte Vorserienproduktion der zentralen Steuereinheit für den Wasserstoffantrieb der BMW Group begonnen. Der sogenannte „Energy Master“ steuert die Hochvoltbatterie intelligent und soll gemeinsam mit dem Brennstoffzellensystem der dritten Generation „für souveräne Fahrdynamik“ sorgen.
Die am Standort vorhandene Kompetenz ermögliche jedoch auch Synergien zwischen den Wasserstoff-betriebenen und Batterie-elektrischen Antrieben. Die enge Verzahnung von Elektrik-/Elektronik-Kompetenz und industrieller Serienfertigung prädestiniert das Werk laut BMW dafür, Komponenten für beide Technologiepfade zu fertigen. Entwicklung und Produktion des Energy Master erfolgen bei der BMW Group erstmals vollständig inhouse.
Und so baut BMW am Standort gleichzeitig die Produktion der Steuereinheit für die Batterie-elektrischen Fahrzeuge der Neuen Klasse aus – und ist bei den Elektroautos bereits eine Stufe weiter. Die Steuereinheit für den BMW iX3 und den i3 wird seit dem vergangenen Jahr schon in Serie gefertigt. Mit der zweiten Produktionslinie sollen sich die Kapazitäten dafür nun nahezu verdoppeln.





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