30.05.2017 - 13:22

Honda weiht 940-Volt-Ladestation in Offenbach ein

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Am Entwicklungszentrum von Honda R&D Europe in Offenbach wurde jetzt eine neue öffentliche 940-Hochvolt-Ladestation eingeweiht. Vier Fahrzeuge mit unterschiedlichen Steckertypen können dort gleichzeitig schnell laden, darunter womöglich bald auch ein Stromer von Honda für den europäischen Markt.

Die Schnellladestation von EVTEC ermöglicht dabei DC-Ladeleistungen von 150 kW und AC bis zu 43 kW. Bei der Übertragung werden Ladespannungen von 170 bis 940 Volt ermöglicht, womit diese hohen Ladeleistungen mit ungekühlten Kabeln möglich sind. Zwei Fahrzeuge können an Typ 2 mit 22 oder 43 kW laden und zwei weitere Fahrzeuge an CCS und CHAdeMO mit bis zu 150 kW. Wobei sich die Ladeleistung an den DC-Anschlüssen dann auf die jeweiligen Fahrzeuge aufteilt.

Einen Teil der Energie erhält die Ladestation von einem Solar-Carport, welches eine PV-Gesamtleistung von 9,92 kWp hat und somit zwischen 11.000 und 12.000 kWh pro Jahr erzeugen kann. Kostenpunkt für das Carport: Knapp 70.000 Euro. Einen ähnlichen Betrag hat noch einmal die Ladestation selbst gekostet.

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    Die neue 940-Hochvolt-Ladestation am Honda-Standort in Offenbach.
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    Vier Fahrzeuge mit unterschiedlichen Steckertypen können dort gleichzeitig schnell laden.
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    Die Ladeleistungen demonstrierte Honda am Elektro-Modell Fit EV.
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    Dieses gibt es auf dem europäischen Markt allerdings nicht.
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    Zwei SchuKo-Steckdosen befinden sich zusätzlich auf der Rückseite der Ladestation.
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    Diese können u.a. von E-Bikes oder E-Rollern kostenlos genutzt werden.
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    Im weiteren Projektverlauf will Honda die Einbindung einer Wasserstofftankstelle mit integrierter Wasserstofferzeugung verwirklichen.
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    Der Wasserstoff wird zur Betankung der Brennstoffzellenfahrzeugflotte von Honda genutzt.

Der Zugang und die Bezahlung ist für alle Karteninhaber möglich, wobei die Station ebenfalls die Bezahlung auch ohne geeigneten Vertrag zulässt. Dabei spielt es keine Rolle um welchen Emobility Service Provider es sich dabei handelt. Ob NewMotion, PlugSurfing, Hubject, Ladenetz oder e-clearing. Zwei zusätzliche SchuKo-Anschlüsse auf der Rückseite für E-Bikes oder E-Roller sind kostenlos verfügbar.

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Die Anlage gehört zum Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Smart Company“ und ist somit Teil des Energiekonzepts. Honda R&D wird die Anlage auch für interne Forschungsaktivitäten nutzen, um die Entwicklung seiner eMobility-Aktivitäten voranzutreiben. „Wir wollen alle aus dem Projekt lernen“, erklärte Honda-Projektleiter Martin Stadie. „Das Projekt ist langfristig angelegt. Wir wollen die Elektromobilität weiter voranbringen und neue Synergien für unsere Kunden entwickeln.“ Für Forschungszwecke werden Daten der Ladevorgänge an der Ladestation erhoben und ausgewertet. Dies erklärt auch, warum Honda zwar eine Ladestation eröffnet, obwohl man noch gar kein Batterie-elektrisches Fahrzeug auf dem deutschen Markt hat. Das könnte sich allerdings bald ändern, halten sich doch hartnäckig die Gerüchte, dass Honda den Clarity als Batterie-Stromer im September auf der IAA vorstellt.

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Im weiteren Projektverlauf will Honda die Einbindung einer Wasserstoff-Tankstelle mit integrierter Wasserstofferzeugung verwirklichen. Die „Smart Hydrogen Station“ erzeugt dabei Wasserstoff mittels Elektrolyse. Und verfügt über integrierten Hochdruckspeicher und eine Betankungsanlage. Sie wird ebenfalls in das „Smart Company“-Projekt integriert und ausschließlich über Erneuerbare Energien mit Strom versorgt. Der Wasserstoff wird zur Betankung der Brennstoffzellen-Fahrzeugflotte von Honda genutzt. Im Bereich der Wasserstoff-Infrastruktur plant der japanische Hersteller zusätzliche Forschungsaktivitäten.

Honda erhofft sich davon die europäische Zulassung für den Betrieb im öffentlichen Raum sowie technische Weiterentwicklungen wie beispielsweise schnellere Betankungsmöglichkeiten oder die Integration von neuen, standardisierten Betankungsprotokollen.

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30.05.2017 13:05