05.12.2017 - 16:15

Projekt FastCharge erforscht Laden mit bis zu 450 kW

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In dem Projekt FastCharge wollen BMW (Konsortialführer), Porsche, Allego, Phoenix Contact und Siemens die „technischen und physikalischen Grenzen aller beim Laden betroffenen Komponenten und Systeme“ erforschen und dabei Ladeleistungen von bis zu 450 kW ins Visier nehmen. 

Um das CCS-Schnelladen mit 900 Volt Spannung und 500 Ampere Stromstärke realisieren zu können, müssen Ladekabel, Stecker und Fahrzeugsteckdose während der Energieübertragung gekühlt werden. Dadurch können flexiblere Kabel mit kleinerem Querschnitt eingesetzt werden.

Erst kürzlich hatte Phoenix Contact seine HPC-Technologie für ultraschnelles Laden von E-Fahrzeugen präsentiert. Basis ist ein CCS-Ladestecker mit intelligenter Kühlung, der einen Ladestrom von bis zu 500 A bzw. eine Ladeleistung von bis zu 500 kW verkraftet. Als Kühlflüssigkeit wird ein umwelt- und wartungsfreundliches Wasser-Glykol-Gemisch eingesetzt. Dieses kühlt sowohl die Ladeleitung als auch die DC-Leistungskontakte im Fahrzeug-Ladestecker.

Das Gemeinschaftsprojekt FastCharge untersucht nun alle Aspekte des Schnellladens in der Praxis mit dem Ziel, die erforderlichen Technologien industriell einzuführen. Neben der Leistungssteigerung beim Laden selbst, werden daher auch die Grundlagen und Prozesse für den Betrieb von Ultraschnellladesystemen inklusive automatisiertem Anmelde- und Abrechnungsprozess für den Kunden erforscht. Bereits im kommenden Jahr soll das Gesamtsystem in Prototypen umgesetzt und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Das Forschungsprojekt FastCharge wird vom Bundesverkehrsministerium (BMVI) mit insgesamt 7,8 Mio Euro gefördert. Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) koordiniert. Die Laufzeit beträgt drei Jahre.
bmwgroup.com

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Ein Kommentar zu “Projekt FastCharge erforscht Laden mit bis zu 450 kW

  1. Jürgen Blu

    Hallo,

    wie schon bei Twitter geschrieben, finde ich es zwar gut, die Ladezeiten zu verkürzen, ebenso wie ich grundsätzlich hinter der E Mobilität stehe.

    Die dabei auftretenden Probleme, also zwangsläufig sehr hohe Spannungen, um die immer noch sehr hohen Ströme in den Griff zu bekommen, Kontaktprobleme, thermische Probleme, allgemeine Gefahren für den Benutzer (alleine die sehr hohe Spannung von 900V ist nicht ohne), sehe ich jedoch als problematisch an.

    Man kann meiner bescheidenen Meinung nach die Ladezeit eines elektrochemischen Elementes bzw. Bauteiles (ein Akku) nicht beliebig verkürzen, ohne den Eta (Wirkungsgrad) zu verschlechtern.

    Man muss sich auch fragen; warum will man so schnelle Ladezeiten hinbekommen, wie früher möglicherweise die Tankzeiten von fossilen Fahrzeugen waren (bzw. heute noch sind).

    Grüße

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05.12.2017 16:29