Opel nennt Einzelheiten zu seiner E-Offensive bis 2020

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Opel lüftet weitere Details zu seiner Elektrifizierungsstrategie in den kommenden zwei Jahren. Unter anderem öffnet der Hersteller im ersten Halbjahr 2019 die Bestellbücher für zwei elektrifizierte Modelle: den neuen Elektro-Corsa und den Grandland X als Plug-in-Hybrid.

Opels Bestseller, der Corsa, wartet erstmals mit einer rein elektrischen Variante auf. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Stromer mit denselben technischen Daten wie der DS3 Crossback aufwartet. Letzterer baut auf der neuen CMP-Plattform (Common Modular Plattform) des PSA-Konzerns auf, die den Grundstein für reine E-Fahrzeuge im B- und C-Segment legt. So oder so, Opel-Chef Michael Lohscheller verspricht für den Marktstart einen wettbewerbsfähigen Preis: „Mit dem neuen Corsa machen wir E-Mobilität für einen breiten Kundenkreis erschwinglich. Das wird ein echtes Volks-Elektroauto.“ Diese Worte erinnern stark an Volkswagens Kampagne „Electric for all“, die mit Blick auf den Marktstart des ID. u.a. mit Statements wie „Wir produzieren nicht für Millionäre, sondern für Millionen“ einhergeht.

Doch zurück zu Opel: Bereits kommendes Jahr werden die Rüsselsheimer den Grandland X in einer Plug-in-Hybrid-Version an den Start bringen. Das kompakte SUV wird im Opel-Werk Eisenach gebaut und fährt dann mit bis zu 220 kW Systemleistung und elektrischem Allradantrieb vor. Darüber hinaus stellt der Traditionshersteller die Elektrifizierung des Mokka X in Aussicht. Der Nachfolger des aktuellen  SUVs wird ab 2020 vom Band rollen und „unmittelbar ab Produktionsstart eine vollelektrische Variante bekommen“, heißt es aus der Opel-Zentrale. Wie ein künftiges Kompakt-SUV aussehen könnte, zeigten die Rüsselsheimer übrigens jüngst mit der Studie GT X Experimental.

Schließlich nimmt die PSA-Tochter mit dem Vivaro auch einen Transporter in ihr Elektrifizierungsprogramm auf. Die neue Generation soll ab 2020 auch mir rein elektrischen Antrieb in den Handel kommen. Laut darüber nachgedacht hatte Lohscheller bereits Anfang des Jahres.

Fakt ist: Opel drückt bei der Elektrifizierung mächtig auf die Tube. Das ist vor allem dem im November 2017 vorgestellten Sanierungsplan namens PACE geschuldet, mit dem Opel im PSA-Konzern ab 2020 die Rückkehr in die Profitabilität gelingen soll. Demnach soll es in allen europäischen Pkw-Baureihen von Opel bis zum Jahr 2024 auch jeweils eine Elektroversion geben.

Auch im Mutterkonzern PSA wird der Übergang ins Elektrozeitalter vorbereitet: Bis 2025 will der Autobauer für sämtliche 40 Modelle seiner Marken auch Ableger mit Elektro- oder Hybridantrieb anbieten. Los geht es 2019 mit rein elektrischen Versionen des Peugeot 208 und des DS3 Crossback. 2020 soll eine E-Variante des Peugeot 2008 folgen. Die Plug-in-Hybrid-Offensive von PSA startet 2019 mit einem entsprechenden Ableger des DS7 Crossback, dem PHEV-Versionen der Peugeot-Modelle 3008 und 5008, des Citroën C5 Aircross sowie des oben genannten Grandland X.
opel.com

3 Kommentare

zu „Opel nennt Einzelheiten zu seiner E-Offensive bis 2020“
StromSchleuder
06.12.2018 um 14:57
wenn der e-Corsa ein Volks-Corsa werden soll, dann darf der ja nur um die 15-20k kosten. Gibt es dazu schon Informationen?
Bartholomäus Steiner
02.01.2019 um 11:56
Ein Auto mit 50 kWh Akku für 15-20 k€? Wohl eher nicht, schön wärs. Ich schätze 30-45 k€.
Heinrich Ernst
16.06.2020 um 23:38
...2020: tatsächlich gibt's ihn nun für unter 20k! Jippie!

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