22.02.2019 - 13:15

BMW & Daimler besiegeln Fusion ihrer Mobilitätsdienste

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BMW und Daimler vollziehen jetzt wie angekündigt die Fusion ihrer Mobilitätsdienste. Die beiden Konzerne investieren mehr als eine Milliarde Euro, um bestehende Angebote in den Bereichen Carsharing, Ride-Hailing, Parken, Laden und Multimodalität eng miteinander zu verzahnen.

Die Details wurden am heutigen Freitag auf einer Pressekonferen in Berlin verkündet. Der Mobilitätsverbund umfasst die fünf Joint Ventures ReachNow, ChargeNow, FreeNow, ParkNow und ShareNow. Sie sollen nun auf „solider Kundenbasis in den Schlüsselregionen Europa und Amerika“ ausgebaut werden und weltweit bis zu 1.000 neue Jobs schaffen. Sitz der neuen Zentrale ist Berlin. Prominentester Teil der Fusion ist die Verschmelzung der Carsharing-Flotten von DriveNow und Car2go. Bereits im Dezember genehmigten EU- und US-Wettbewerbsbehörden die Maßnahme. Im Folgenden ein Überblick über die künftigen fünf Joint Ventures:

  • ReachNow gewährt aktuell 6,7 Millionen Menschen Zugang zu einer multimodalen Mobilitätsplattform, die via App verschiedene Angebote macht, von A nach B zu gelangen. Nahverkehrs-Tickets können ebenso gebucht werden wie Carsharing, Ride-Hailing oder Leihräder. Die Leitung von ReachNow übernimmt Daniela Gerd tom Markotten, CFO wird Johannes Prantl.
  • ChargeNow ist ein Service der bisherigen BMW-Tochter Digital Charging Solutions GmbH (DCS) und verfügt über zu Zugang zu einem Ladenetz mit mehr als 100.000 Ladepunkten in 25 Ländern. Innerhalb des öffentlichen Netzwerks sind derzeit mehr als 250 einzelne Ladestationsbetreiber aktiv.
  • ParkNow ist ein Dienst, der es Kunden ermöglicht, Parklösungen zu finden, Parkplätze zu reservieren, die Parkdauer zu steuern, ticketlos in Parkhäusern ein- und auszufahren und die Parkgebühren automatisch bargeldlos zu zahlen. ChargeNow und ParkNow werden von Jörg Reimann als CEO und von Thomas Menzel als CFO geführt.
  • FreeNow ist ein in Europa und Lateinamerika etablierter Ride-Hailer, über den sich per App Fahrten per Taxi, mit privaten Mietwagen-Fahrern oder E-Scootern organisieren lassen. Geleitet wird der Dienst von Marc Berg, CFO ist Sebastian Hofelich.
  • ShareNow ist schließlich ein FreeFloating-Carsharing mit aktuell mehr als vier Millionen Nutzern. Zum Fuhrpark gehören 20.000 Fahrzeuge in weltweit 31 Städten, die bishe runter der Flagge von DriveNow und Car2go gefahren sind. Zum CEO wurde Olivier Reppert berufen, als CFO fungiert Stefan Glebke.

„Wir haben mit unseren Mobilitätsangeboten eine starke Kundenbasis aufgebaut. Nun gehen wir den nächsten strategischen Schritt: Wir bündeln die Kräfte und das Know-how von 14 erfolgreichen Marken“, kommentiert Daimler-Chef Dieter Zetsche die Fusion. Durch die intelligente Verknüpfung der Joint Ventures könne man die urbane Mobilität von heute und morgen gestalten. Denkbar seien dabei auch Kooperationen mit anderen Anbietern sowie Akquisitionen von Startups oder etablierten Playern.

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BMW-Vorstandschef Harald Krüger spricht von einem nahtlos vernetzten, nachhaltigen Ökosystem aus Carsharing, Ride-Hailing, Parking, Charging und Multimodalität, das schon heute 60 Millionen Kunden habe. „Unsere Vision ist klar: Die fünf Services verschmelzen immer mehr zu einem Mobilitätsangebot mit voll-elektrischen und selbstfahrenden Flotten, die sich selbstständig aufladen und parken sowie mit anderen Verkehrsmitteln vernetzen lassen“, so Krüger. Die Kooperation sei der optimale Ansatz, um in einem Wachstumsmarkt die Chancen zu maximieren und gleichzeitig Investitionen zu teilen. Klar ist aber auch: BMW und Daimler müssen die Kräfte bündeln, um im Wettbewerb mit Digital-Konzernen wie Uber, Didi und Co. bestehen zu können. Der Kampf um die Gewinne der Zukunft hat zwar erst begonnen. Aber wer jetzt nicht auf Wachstum setzt, hat schon verloren. Daher ist die Kooperation der deutschen Premium-Größen mehr als geboten.

Lese-Tipp: Diese Woche haben BMW und Daimler ihre Zusammenarbeit im Mobilitätsbereich mit fünf Gemeinschaftsfirmen festgezurrt. Doch was bedeutet das für die Elektromobilität? Den Ton bei der Ladeinfrastruktur wird jedenfalls CHARGE NOW angeben. Wir haben mit Jörg Reimann besprochen, wohin die Reise geht.
bmwgroup.com

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