25.06.2019 - 11:05

Allego rechnet ab 1. Juli nach Stromverbrauch ab

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Allego ändert bundesweit zum 1. Juli 2019 die Tarife an seinen Ladesäulen. Die vor mehr als 18 Monaten eingeführten Pauschalpreise werden abgeschafft und die Ladevorgänge nach den Vorgaben des Eichrechts kilowattstundengenau berechnet.

Für das AC-Laden bis 22 kW berechnet Allego ab dem Stichtag 41 Cent je Kilowattstunde (kWh), beim DC-Laden mit 50 bis 350 kW werden 59 Cent pro kWh fällig. „Eine kilowattscharfe Abrechnung entspricht dem Kundenwunsch und ist nutzerfreundlicher“, sagt Ulf Schulte, Managing Director DACH bei Allego. „Das Geschäftsmodell von Allego zielt darauf, eine offene und diskriminierungsfreie Ladeinfrastruktur aufzubauen.“

Für eine verbrauchsgenaue Abrechnung muss jedoch noch die Technik umgerüstet werden – Allego setzt hier auf das Anzeige- und Speichermodul (SAM) der Firma EBG compleo. Bis Ende 2019 sollen alle AC-Ladesäulen von Allego eichrechtskonform werden. Die Umrüstung muss in den EBG-Gebäuden in Dortmund erfolgen. Dorthin reisen etwa auch jene Stationen, die Allego in Berlin im Rahmen des städtischen Ladenetzes be-emobil betreibt. Jeweils 18 Ladesäulen werden nach Informationen von electrive.net demontiert, per Lkw nach Dortmund kutschiert und nach der Umrüstung wieder in Berlin installiert, bevor dann die nächste Charge diesen Weg antritt. Für die DC-Schnellladesäulen arbeitet Allego wie alle Betreiber noch an einer Lösung. Diese wird laut einer Mitteilung voraussichtlich Mitte 2020 zur Verfügung stehen.

Sowohl Allego als auch EBG compleo gehören zu den Gründungsmitgliedern des Vereins S.A.F.E., der unter anderem Endkunden eine sogenannte Transparenzsoftware zur Prüfung der Messwerte zur Verfügung stellt. In dem Verein haben sich zahlreiche Unternehmen aus dem Bereich der Ladeinfrastruktur zusammengeschlossen, um gemeinsam an den komplexen Anforderungen des Eichrechts zu arbeiten.
Quelle: Info per E-Mail

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13 Kommentare zu “Allego rechnet ab 1. Juli nach Stromverbrauch ab

  1. Thomas Wagner

    Diese Tarife sind schlichtweg nicht akzeptabel !
    Hier wird versucht, den noch nicht entwickelten Wettbewerb dazu zu nutzen, den Elektroautofahrern stark überteuerte Strompreise abzuverlangen 🙁
    Da hilft es nur diese überteuerten Anbieter konsequent zu meiden !

    • notting

      Und solche Firmen sollen dann noch durch noch mehr Ladesäulen gefördert werden 🙁

      notting

  2. Der Andi

    Warum kostet eine kWh so viel?

    Klar muss ersteinmal die Ladesäule finanziert werden, aber kaufen die Betreiber den Strom nicht für Minamalpreise beim Direktvertrieb ein? Hier liegt die KwH doch noch im einstelligen Cent Betrag? Wer soll denn bitte hier „tanken“, wenn man zu Hause für unter 30 Cent die kWh bezahlt?

  3. Steffen Hauke

    Das ist ein Schritt in die falsche Richtung. Die
    Pauschalabrechnung pro Ladevorgang ist für
    uns die bessere Alternative. Ich kann mir auch
    nicht vorstellen, dass die Umstellung den
    Kundenwünschen entspricht. Ich werde zu den
    Preisen nicht mehr „tanken“

  4. Manfred Stummer

    „beim DC-Laden mit 50 bis 350 kW werden 59 Cent pro kWh fällig.“

    NICHT AKZEPTABEL!

    So wird das nix mit E-Mobilität.
    Bleibt zu hoffen der Gesetzgeber unterbindet derartige Abzocke!

    • mike

      BGB „Wucher“ sollte eigentlich schon reichen

  5. Thomas

    Und so will man tatsächlich der breiten Masse die E-Mobilität schmackhaft machen?? Jede Woche liest man mittlerweile Meldungen wie diese, die einen nur noch mit dem Kopf schütteln lassen.

    (E-)Mobilität entwickelt sich langsam zu einem Privileg der Besserverdienenden mit gut gefüllten Geldbeutel, eigenem Stellplatz mit Lademöglichkeit und vielleicht sogar eigener PV. Alle anderen bleiben auf der Strecke (teure Autos, teurer Strom, keine wirklichen Lademöglichkeiten, …). Und die werden womöglich künftig noch als „Klimakiller“ hingestellt.

    Mobilität sollte allen offen stehen, gerade denen die für wenig Geld hart arbeiten!

  6. Achim Siegert-Wilcke

    Bei 16kw Verbrauch pro 100km fallen also Kosten von bis zu 10,- € pro 100km an.
    Bei einem Dieselpreis von 1,25 € entspräche das einem Verbrauch von 8l pro 100km!
    Na dann doch lieber das Elektroauto wieder in einen Diesel umtauschen, scheint günstiger zu sein 😉
    Warum gibt es keine einheitlichen Preisregeln für Strom und jeder Anbieter kann sein eigenes Süppchen kochen? Es nervt, bei jeder Ladestation erst ermitteln zu müssen, wie und wieviel man bezahlen muss. Kaum auszudenken, was bald auf Autobahnstationen für Preise gefordert werden, wenn keine Alternative in Sicht ist.
    Es bleibt spannend ……..

  7. Alexander Schönfeld

    Dazu, habe noch niemals gesehen, dass die Spritpreise so ein großen Preisunterschied hatten wie die Strompreise an Schnellladestationen!

    Kaum vorstellbar. An Shell kostet ein Liter Diesel 1,20 EUR und an Aral 2,50 EUR/L 🙂

  8. Joachim Nagel

    Das ist absoluter Wucher! Gut wenn man den eigenen Sonnenstrom nutzen und diese Ladesäulen meiden kann.

  9. Thiemann

    Anstatt nur die Ladeinfrastruktur zu fördern, sollte unser Verkehrsministerium mal bei diversen Ladeverbunden ihre Geschäftspraktiken untersuchen. Insbesondere bedauerlich, das bei der E-Mobility es an den Ladesäulen keine Kostentransparenz gibt.

    Hier sollte nicht nur der Ladestrom geeicht sein, sondern mindestens auch der Preis mit angezeigt werden. Sollte in einem high-tech-Land wie Deutschland eher der Standard sein !

    Aber möglicherweise ist das Ministerium noch überlastet mit der Vertuschung der Auswirkungen des Dieselskandals.

  10. Ravagni

    Ich steige am Dienstag von Diesel auf EV um und hatte Allego 50kW Lader mit Pauschaltarif fest in mein Fahrprofil eingebaut (sowohl beim Pendeln zur Arbeit als auch bei Langstrecke). Ich habe mich bereits auf die Suche nach Alternativen gemacht. Sehr schade.

    • notting

      Probiere mal die entspr. Intercharge-Tarif(e) an der Allego-Säule (wenn vorhanden) oder NewMotion oder evtl. auch PlugSurfing. Meine da noch Pauschaltarife gesehen zu haben wobei PlugSurfing das mal hatte, aber schon länger keine Preise mehr auf der Webseite anzeigt).

      notting

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2019/06/25/allego-rechnet-ab-1-juli-nach-stromverbrauch-ab/
25.06.2019 11:39