11.07.2019 - 13:47

CCS-Initaitive CharIN arbeitet an Lkw-Ladestandard mit bis zu 3 MW

Die CCS-Initiative CharIN arbeitet mit ihren Mitgliedern in der High Power Commercial Vehicle Charging Task Force (HPCVC) nun auch an der Hochleistungsladung für elektrische Nutzfahrzeuge mit einer Ladeleistung von einem bis drei Megawatt – unter anderem mit Hilfe von Tesla.

Wie aus einem Fortschrittsbericht der Task Force hervorgeht, gab es hierfür fünf Einreichungen von CharIN-Mitgliedern, von denen nur eine einzige von einem Fahrzeughersteller stammt – nämlich Tesla. Der kalifornische Elektroauto-Pionier ist der CCS-Initiative CharIN 2016 beigetreten und hatte Ende 2017 bei der Vorstellung seines Elektro-Lkw auch sogenannte Megacharger angekündigt, welche die Batterie des Tesla Semi innerhalb von 30 Minuten auf eine Reichweite von 400 Meilen (640 Kilometern) laden sollen.

Die anderen eingereichten Vorschläge stammen von ABB, paXos, Stäubli und der Volkswagen-Tochter Electrify America. ABB stellt unter anderem Schnellladesäulen her, paXos ist ein Beratungs- und Projektmanagement-Dienstleister aus Köln, Stäubli ist auf Steckverbindungen spezialisiert und Electrify America wurde von VW infolge des Dieselskandals gegründet, um in den USA ein Schnellladenetz aufzubauen.

hpcvc

Nun versucht Tesla offenbar, seinen Megacharger zum Standard innerhalb des CCS-Konsortiums zu machen. Letzteres hat unter den fünf zuvor genannten Einreichungen auch schon einen Gewinner ausgewählt, der aber erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden soll. Ob es sich dabei um Tesla handelt, bleibt also abzuwarten.

CharIN mit Sitz in Berlin wurde von Audi, BMW, Daimler, Mennekes, Opel, Phoenix Contact, Porsche, TÜV SÜD und Volkswagen gegründet. Ziel war die Entwicklung des Combined Charging System (CCS), was sich zunehmend als Schnelllade-Standard für Autos durchsetzt – zumindest in Europa. Während bei CCS1 (USA) und CCS2 (Europa) bei 500 kW Ladeleistung derzeit Schluss ist (CHAdeMO bei 400 kW), liefert selbst der neue GB/T-Standard mit bis zu 900 kW für die potenziell großen Batterien in Nutzfahrzeugen zu wenig.

Mit dem angepeilten HPCVC-Standard, der mit 1.500 Volt und 2.000 Ampere arbeiten soll, könnte pro Minute Strom für bis zu 31 Kilometer nachgeladen werden. Laut einer Präsentation von CharIN sind bei CCS mit 500 kW maximal 5,2 Kilometer pro Minute möglich. Gemein ist beiden freilich, dass die Kabel und Stecksysteme bei solch hohen Leistungen gekühlt werden müssen, wobei sich dabei die Flüssigkeitskühlung durchgesetzt hat.
electrek.co, ctfassets.net (Fortschrittsbericht als PDF)

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