31.07.2019 - 12:33

Hamburg: Autonomes E-Shuttle startet im August den Probebetrieb

Das neue autonome Elektro-Shuttle für das Projekt HEAT (Hamburg Electric Autonomous Transportation) wurde jetzt vorgestellt. Der fünf Meter lange, knapp drei Tonnen schwere Elektro-Shuttlebus wird ab Mitte 2020 bis zu zehn Fahrgästen Platz für die Fahrt durch die Hamburger HafenCity bieten.

Im August diesen Jahres wird der Probebetrieb starten. Dabei wird anfangs noch ein Fahrzeugbegleiter an Bord sein, der die Systeme des E-Shuttles überwacht. In der ersten Phase wird das Fahrzeug ohne Fahrgäste auf einer festgelegten Strecke im Testbetrieb unterwegs sein – um Daten und Erfahrungen zu sammeln. Erst Mitte 2020 sollen die ersten Fahrgäste, immer noch mit Fahrzeugbegleiter, mitgenommen werden. Der autonome Level-4-Fahrbetrieb ohne Begleiter soll im Oktober 2021 erreicht werden.

Trotz des genau durchgetakteten Zeitplans ist das Projekt leicht in Verzug: Bei der Vorstellung im Sommer 2018 war der Probebetrieb ohne Fahrgäste bereits für das Frühjahr geplant.

Der Kleinbus wurde von IAV entwickelt und ist aktuell für zehn Fahrgäste zugelassen – auf zwei Sitzbänken mit je vier Plätzen sowie eine klappbare Sitzbank mit zwei weiteren Plätzen. Zusätzlich ist er mit einer Rampe ausgestattet, sodass der Bus barrierefrei zugänglich ist. Die Batterien für den Elektroantrieb sollen bei Vattenfall in der HafenCity aufgeladen werden. IAV setzt beim autonomen Fahren nicht nur auf Sensoren im Fahrzeug, auch die Strecke wurde mit zusätzlicher Infrastruktur (etwa Sensorikelemente und digitalen Kommunikationssysteme) aufgerüstet.

Anders als der EasyMile EZ10 von Ligier, der im brandenburgischen Wusterhausen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Probebetrieb ist, wird das Hamburger Fahrzeug nicht bei 15 km/h gedrosselt. Da das HEAT-Fahrzeug „unter realen Bedingungen im öffentlichen Straßenraum“ getestet werden soll, kann es bis zu 50 km/h schnell fahren.

hamburg-heat-route

Die Route: „Ringlinie HafenCity“

Für Hamburgs Wirtschafts- und Verkehrssenator Michael Westhagemann ist das Projekt eine Chance, das automatisierte und vernetzte Fahren selbst zu erforschen. „Dabei gilt für uns: Safety first!“ so der Politiker. „Die Akzeptanz bei den Menschen ist ein wesentlicher Faktor für den künftigen Einsatz von autonomen Fahrzeugen.“

An dem Projekt sind auch Siemens, das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Hamburger Hochbahn beteiligt. Das IKEM beschafft sich zum Beispiel mit den aus dem Versuch abgeleiteten Anforderungen an das Fahrzeug, die Infrastruktur und den regelmäßigen Betrieb mit Fahrgästen. Die Hochbahn ist für die Integration in das ÖPNV-Netz zuständig und will Erfahrungen für neue Angebote sammeln. „Gerade zu Tageszeiten oder für Gebiete, in denen konventionelle ÖPNV-Lösungen heute wirtschaftlich an ihre Grenzen stoßen und deshalb nicht attraktiv genug sind, um die Menschen zum Umsteigen vom privaten Pkw zu motivieren, bietet uns autonomes Fahren eine Perspektive“, sagt Hochbahn-Vorstandsvorsitzender Henrik Falk.
Quelle: Info per E-Mail

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