20.08.2019 - 12:56

Verkehrsministerium startet neuen Förderaufruf für Ladesäulen

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Im Rahmen des nun veröffentlichten vierten Aufrufs im Bundesprogramm Ladeinfrastruktur fördert das BMVI die Errichtung von bis zu 5.000 öffentlich zugänglichen Normal- und 5.000 Schnellladepunkten. Dafür stehen rund 100 Millionen Euro bereit.

Anträge können bis zum 30. Oktober 2019 eingereicht werden. Mit dem vierten Förderaufruf sollen laut der Mitteilung Versorgungslücken im bundesweiten Ladenetz geschlossen werden. Dazu wird ein webbasiertes Standorttool genutzt, das einen „flächendeckenden und nachfrageorientierten Aufbau der Ladeinfrastruktur“ gewährleisten soll. Dort fließen unter anderem Verkehrs- und Mobildaten, Nutzerdaten von Elektrofahrzeugen und sozio-ökonomische Daten ein.

Das heißt aber auch: In Regionen, in denen ein geringerer Bedarf prognostiziert wird, fällt die Förderung geringer aus als an gefragten Hotspots. Zudem soll der Bedarf touristischer Gebiete berücksichtigt werden.

In den kommenden Wochen sollen die Anträge aus dem dritten Förderaufruf von Ende 2018/Anfang 2019 bewilligt werden. Zumindest bei den Anträgen haben die Schnellladepunkte zugelegt: Hierfür sind 5.301 Anträge eingegangen, dem stehen 5.153 Anträge für AC-Lader gegenüber. Bisher wurden Anträge im Volumen von 78 Millionen Euro bewilligt, damit sind laut dem Ministerium rund 16.000 Ladepunkte entstanden – etwa 13.300 Normal- und 2.350 Schnellladepunkte.

Anträge können von Privatinvestoren, Städten und Gemeinden gestellt werden. Die Förderung umfasst bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten und neben der Errichtung der Ladesäule auch den Netzanschluss und die Montage. Nach wie vor gilt die Voraussetzung, dass die Ladesäulen öffentlich zugänglich sein und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Halböffentliche Ladesäulen auf Parkplätzen, die außerhalb der Geschäftszeiten geschlossen werden, sind somit weiter nicht förderfähig. Selbiges gilt auch für das Leasing von Ladesäulen.
now-gmbh.de, now-gmbh.de (Förderaufruf als PDF)

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9 Kommentare zu “Verkehrsministerium startet neuen Förderaufruf für Ladesäulen

  1. Kasch

    genau, nochmal 5000 Wechselstromlader die nach 10 Jahren, ohne je genutzt zu werden, endlich wieder abgebaut werden;

    kein Mensch wartet an einem öffentlichen Platz zwei Stunden, nur um vielleicht 100 km Reichweite zu erhalten;

    an öffentlichen Plätzen werden nur Schnelllader genutzt – leider kann immer noch jeder Passant jeden Ladevorgang beenden – wie doof ist denn Deutschland ?

    • Simon Saag

      Kein Mensch nutzt auch einen öffentlichen AC-Lader auf der Durchreise (außer Zoe-FahrerInnen, ich weiß). Die nutzt man während man ohnehin parkt. Und damit entfällt die Wartezeit.
      Und nein, ich kenne genügend Ladesäulen, an denen nur mit der passenden Ladekarte oder über die App die Ladung beendet werden kann. Der Not-Aus-Schalter ist da wenn überhaupt nur schwer zu finden. Da schaltet kein Passant irgendwas ab.

  2. Alternator

    Masse statt Klasse?
    Wie „Kasch“ schon schreibt, sind öffentliche AC-Ladestationen wenig hilfreich. Das langsame und schonende Laden gehört in die heimische Garage und auf Firmenparkplätze. Dort verbringen die Autos viel Zeit und können entsprechend der Netzauslastung optimal geladen werden. In Erweiterung hierzu wäre auch ein Stützbetrieb möglich, wenn DC-Ladung zum Standard würde.
    Ich denke, wir könnten auf AC-Ladung ganz verzichten. Dann investieren wir das Geld für das Ladegerät nicht im Auto, sondern in der DC-Wallbox und können selbst entscheiden welche Ladeleistung für uns die richtige ist.
    Dass wir dann beim Besuch der Oma nicht mehr an der Steckdose laden können, ist zu verschmerzen – so lange wird der Besuch ohnehin nicht dauern.

    • Simon Saag

      Sehe ich anders. Es gibt in Großstädten mehr als genügend Laternenparker, die mangels Garage nicht anders können und auch dort gerne langsam über Nacht laden würden. Auch dort verbringen sie viel Zeit und können mit vernetzten Ladesäulen netzdienlich geladen werden.

      Dazu müssten die Ladesäulen aber deutlich besser platziert werden (also nicht die beliebte Bürgermeister-Ladesäule vor dem Rathaus) und es müssten auch mehr werden. Damit man verlässlicher dort laden kann. Ansonsten ist diese große und in Städten wichtige Zielgruppe wirklich vom Arbeitgeber und dessen Firmenparkplatz abhängig, wenn es um die Anschaffung eines Elektroautos geht.

      Richtig gemacht sind öffentliche AC-Säulen sehr hilfreich. Nur an dem richtig machen habe ich auch meine Zweifel, wenn bei der aktuellen Förderung im Grunde genommen nach der bisherigen Praxis einfach weiter verfahren wird.

      • Alternator

        Ja, das Laden der Autos, die am Straßenrand parken, ist ein Problem. Es wird aber nicht mit öffentlichen AC-Ladestationen gelöst. Wer bringt sein E-Auto zur Ladestation, um es nach Stunden dort wieder abzuholen? Vielleicht um Mitternacht? Weitere Probleme sind Entfernung und Verfügbarkeit.
        Auch für die Laternenparker scheint mir die schnelle DC-Ladung sinnvoller.

        • Simon Saag

          Falsche Denkweise: Es muss aus meiner Sicht so gestaltet werden, dass man ohnehin beim Parken lädt, von mir aus auch nachts nicht mit voller Leistung. Damit entfällt genau der Punkt Auto zur Ladestation bringen und wieder abholen. Also nicht ein Ladeplatz, sondern ein Parkplatz mit Lademöglichkeit.

  3. marius

    was willst mit 5.000 AC abdecken? 10.000 Parkplätze und max 15.000 Autos/Tag. ich lese vorhin, dass Zwickau 300.000 Autos/Jahr vom Band lassen wird. was will man mit 5.000 Vogelhäuschen genau erreichen?

  4. Sonne66

    In der Altmark /Stendal, Gardelegen, Tangermünde gibt es nicht eine einzige Schnellladesäele. Ja und an der A14 in Mecklenburg auch nicht. Den Neuen in Bau befindlichen Abschntt zwischen Stendal und Magdeburg vergessen Sie bestimmt auch. Super, oder?

  5. Thorsten86

    Ein mir stimmiges Konzept wäre, wenn in den ganzen Parkhäusern 1/3 aller Stellplätze eine einphasige Typ2 Wallbox hätten. Am Ausgang stehen dann ein paar Schnelllader als Ergänzung, falls das langsame Laden während dem langem Parken mal nicht ausreichen sollte.

    Ansonsten finde ich es sehr merkwürdig, dass überhaupt noch 50kW Lader gefördert werden. 100kW sollte unterstes Minimum bei Schnellladern sein. Die 50er Säulen (die nicht kostenfrei sind), werden schon längst gar nicht mehr angefahren.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2019/08/20/verkehrsministerium-startet-neuen-foerderaufruf-fuer-ladesaeulen/
20.08.2019 12:42