03.09.2019 - 12:23

Opel nennt mehr Details zum Laden des Corsa-e

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Dass der Corsa-e einen dreiphasigen 11 kW-OnBoard-Charger erhält und mit bis zu 100 kW Gleichstrom aufnehmen kann, ist bekannt. Jetzt hat Opel weitere Infos zu Ladekabeln, zur myOpel-App und zum Ladepass Charge My Car genannt.

++ Dieser Beitrag wurde aktualisiert. Sie finden die neuen Infos ganz unten. ++

Kurzer Rückblick: In Deutschland ist der Corsa-e ab der Ausstattungsvariante Edition serienmäßig mit einem 11 kW-On-Board-Charger ausgestattet. Für Länder, in denen ein dreiphasiger Starkstromanschluss in Haushalten weniger verbreitet ist als beispielsweise in Deutschland, kann der Newcomer auch mit einphasigem 7,4 kW-On-Board-Charger geordert werden. Dieser gehört auch in Deutschland zur Serienausstattung der Einsteigsversion Corsa-e Selection, die ab 29.900 Euro bestellt werden kann. Darüber hinaus ist der Corsa-e in jeder Ausstattungsvariante standardmäßig so vorgerüstet, dass Schnellladesäulen mit bis zu 100 kW genutzt werden können.

Ab Werk wird der Corsa-e jedoch nur mit einem Mode-2-Ladekabel zum Laden an der Haushaltssteckdose (und je nach Land dem passenden Stecker) ausgeliefert. Die Leistung gibt Opel hier mit 1,8 kW an – bei einem 50 kWh großen Akku kann der Ladevorgang dann aber sehr lange dauern.

Für das Laden an öffentlichen AC-Säulen bzw. einer Wallbox ohne fest installiertes Kabel bietet Opel optional verschiedene Mode-3-Kabel an, „die optimal auf die angebotenen On-Board-Charger abgestimmt sind“. Mit dem 11-kW-Lader kann so in etwa 90 Minuten Strom für 100 Kilometer geladen werden, eine vollständige Ladung (etwa an der eigenen Wallbox über Nacht) dauert etwas über fünf Stunden. Die Kabel sind jeweils sechs Meter lang, damit die Ladesäule auch noch erreicht werden kann, wenn man nicht unmittelbar daneben parken kann.

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Wer nicht zwei Ladekabel transportieren will, kann zum „Universal-Ladekabel“ greifen, das als mobile Ladestation die Funktionen des Mode-2- und Mode-3-Kabel vereint. Mit verschiedenen Adaptern lässt sich dieses Kabel an verschiedenen Steckdosen oder Ladesäulen anschließen – ähnlich dem JuiceBooster oder NRG Kick. „Das „Universal-Ladekabel“ ist damit ideal für Kunden, die ihr Fahrzeug normalerweise bequem über Nacht zuhause laden, aber auch gelegentlich längere Fahrten zurücklegen wollen und dann auch unterwegs „tanken müssen“, schreibt Opel.

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Beim Schnellladen an einer Gleichstrom-Ladesäule mit 100 kW dauert es nur 12 Minuten, bis Strom für 100 Kilometer in die Batterie geflossen ist – das Laden auf 80 Prozent dauert weniger als 30 Minuten. An einer DC-Säule mit 50 kW wird in 19 Minuten Strom für 100 Kilometer nachgeladen.

Während etwa Hyundai und Kia eine App-Anbindung ihrer Elektroautos erst nachgereicht haben, wird der Corsa-e von Anfang an über die myOpel-App von außen bedienbar sein. Dann können auf dem Smartphone Reichweite und Ladestatus abgerufen werden oder der Ladezeitpunkt an der Wallbox oder die Standheizung/-klimatisierung bedient werden.

Optional sind die Dienste von Free2Move wie etwa ein Ladepass, der den Zugriff auf über 110.000 Ladepunkte in Europa ermöglicht. Mit Charge My Car gibt es zudem einen Fahrtenplaner, der die Lage der Ladestationen entlang der Strecke berücksichtigt und die beste Route errechnet – dabei werden auch Faktoren wie die Entfernung zum Ladepunkt, die Ladegeschwindigkeit und der Ladepreis berücksichtigt. Die in der Smartphone-App festgelegte Route kann auch an das Navi-System im Auto geschickt werden.

In den kommenden Monaten sollen noch weitere e-Services für die Elektrofahrzeuge von Opel folgen. Preise für die optionalen Ladekabel und die Free2Move-Services hat Opel jedoch noch nicht genannt.

Update 02.04.2020: Inzwischen hat Opel auch die Preise für das „Charge My Car“-Service-Paket genannt. Da der Dienst für die Fahrer des rein elektrischen Opel Corsa-e und Grandland X Plug-In-Hybrid auf dem bekannten PSA-Angebot Free2Move Services basiert und auch dessen App nutzt, ist auch der Preis gleich: 4,99 Euro pro Monat. So können alle Dienste der App genutzt werden, etwa der Ladepunkt-Finder oder die intelligente Routenführung. Darüber hinaus bietet der Finder neben der genauen Adresse auch eine Auskunft darüber, ob der Ladepunkt zum Zeitpunkt der Anfrage frei oder besetzt ist.

Das Monats-Abo ist auch notwendig, um über die App (oder die in der Folge zugeschickte Ladekarte) auch einen Ladevorgang starten zu können. Hier fallen weitere Kosten an, die jedoch etwas unübersichtlich sind. Der Dienst bietet zwar Zugang zu 140.000 Ladepunkten (und damit 30.000 mehr als bei der Ankündigung im September 2019), aber die Kosten unterscheiden sich je nach Ladepunktbetreiber teils massiv. Ein Opel-Sprecher bestätigte auf Rückfrage, dass die Ladekosten vom jeweiligen Betreiber abhängig sind. „In der App ist aber sichtbar, ob die Ladesäule(n) frei ist/sind und welche Kosten beim Ladevorgang entstehen“, so der Sprecher.

Wie eine Stichprobe von electrive.net ergeben hat, wird an Triple-Chargern von E.ON etwa pauschal 25,20 Euro pro Ladevorgang berechnet. Bei Fastned wird eine Startgebühr von 60 Cent erhoben, danach kostet die Kilowattstunde 65 Cent/kWh – statt 0,59 €/kWh ohne Startgebühr bei Fastned direkt. Bei Ionity werden ebenfalls 0,60 € Startgebühr fällig, danach 0,86 €/kWh – damit liegt Free2Move Services noch über dem viel kritisierten Ad-Hoc-Preis von Ionity bei 0,79 €/kWh.

Es ist aber auch in die andere Richtung möglich: Das AC-Laden bei Stromnetz Hamburg kostet über Free2Move Services nach den 0,60 € Startgebühr noch 0,27 €/kWh. Ohne Vertrag würde das Laden dort den Kunden auch 0,27 €/kWh kosten, jedoch mit einer Fix-Gebühr von 1,73 Euro zuzüglich 19 Prozent auf den Gesamtbetrag.
opel.com, opel.com (Update)

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6 Kommentare zu “Opel nennt mehr Details zum Laden des Corsa-e

    • 1+1

      Hier steht ja auch nicht, dass es mit 100kW läd, sondern an einer 100kW Ladestation.
      Wenn ich das kurz überschlage, dann kommt das mit den 100km 12min auch auf 80kW, verglichen mit 19min bei 50kW.
      0,2*80=16 … 0,32*50=16

    • B.L.

      Da es die gleiche Plattform ist, gelten die Werte für beide Fahrzeuge.
      Ich habe im Juni oder Juli irgendwo gelesen dass der Peak bei 94kW liegt und die 80kW der Schnitt bis 80% sind – leider finde ich die Quelle gerade nicht mehr.

  1. Bartholomäus Steiner

    Dieses Auto wird sich verkaufen wie blöd – entsprechend kurze Lieferzeiten vorausgesetzt. Denn Opel hat einfach alles richtig gemacht, bis auf die Ladeanschluss-Position, die wäre an der Front am besten, aber ansonsten – ein Traum, auch optisch super!
    Selbst wenn es nicht 100 kW sind, ich finde 80 kW immer noch super.

    • mike

      hinten links. da steig ich aus, hol was von der Rückbank und stöpsle nebenbei an, ohne bücken, wie beim Tanken, wie bei Tesla.

      Der Blitz hat alles richtig gemacht.

  2. Christian

    Ja, Opel hat mit dem eCoras fast alles richtig gemacht.
    Wenn nun auch die Lieferzeit von 2-3 Monaten realisierbar wird, dann geht der wie geschnitten Brot.
    Die ZOE 2020 soll auch eine Lieferzeit von ca. 2-3 Monaten haben. Und genau das ist es, was die Kunden nun sehen wollen – kann ich das Auto auch bekommen oder werden die Hersteller weiterhin nur ankündigen und minimale Stückzahlen ausliefern…?

    VW als Beispiel hat mega groß verkündet was alles geht und was sie können – liefern können sie aber frühestens ab Mai/Juni 2020. Ich gehe aber eher von Mitte Sommer (Juli…) aus.
    Die Ausreden der Autoindustrie sind ja bekanntlich immer die Selben … Ein neues Produkt braucht eben einen gewissen Anlauf!
    Ja klar, wie der eGO Life, der nun lediglich auf 600 Stück statt auf die 3.300 Stück in 2019 kommt und selbst das ist wohl noch optimistisch…. 😉
    https://www.electrive.net/2019/09/03/e-go-life-first-edition-wird-in-kleineren-stueckzahlen-ausgeliefert/

    Selbst der Kona wir in 2020 in der EU mit 15.000 Einheiten geplant und gebaut. und die kommen auch! Kia wird auch hochlaufen. Somit wird es 2020 viel Wertbewerb geben. Wer da nicht aus dem Sessel kommt, der wir das nachsehen haben. eAutos kauft man nicht so oft wie Verbrenner und daher sollten die Hersteller die Kunden nicht verprellen – nicht bei start/hochlauf bei der eMobilität!

    Also Opel, zeigt ob ihr es könnt.

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03.09.2019 12:31