21.10.2019 - 13:11

Ionity: Erste HPC-Parks in Schottland

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Ionity treibt den Ausbau seiner High Power Charger mit neuen Standorten voran. Im schottischen Gretna Green ging jetzt der erste von sechs geplanten Ionity-Standorten des Landes ans Netz. Auch im Rest Europas kommt der Aufbau voran.

Der schottische Standort Gretna Green befindet sich direkt hinter der englisch-schottischen Grenze an der A74. Dort wurden vier HPC-Ladesäulen mit bis zu 350 kW Ladeleistung installiert. Insgesamt plant Ionity in Großbritannien 40 Standorte mit jeweils bis zu vier Ladesäulen.

In Großbritannien arbeitet Ionity mit der Motor Fuel Group (MFG) zusammen, die rund 900 Tankstellen verschiedener Marken betreibt – auch die HPC-Lader in Gretna Green stehen auf einem Gelände des Tankstellenbetreibers. „Eine enge Zusammenarbeit mit Standortpartnern wie MFG ist entscheidend für eine emissionsfreie Zukunft, und das Ionity-Netzwerk bietet Elektrofahrzeugen in Großbritannien endlich die Ladegeschwindigkeiten, die ihre Eigentümer wünschen“, sagte COO Markus Groll.

Auch andere Unternehmen arbeiten am Aufbau von Schnellladern in Großbritannien, etwa Pod Point. Fastned betreibt in Sunderland einen HPC-Ladepark, wo unter anderem zwei CCS-Säulen mit bis zu 175 kW stehen – wegen der Nähe zum dortigen Nissan-Werk gibt es auch dort relativ viele CHAdeMO-Lader. Zudem baut BP Chargemaster ein Netz aus 150-kW-Ladestationen auf, vornehmlich an BP-Tankstellen.

Auch außerhalb Großbritanniens macht Ionity derzeit Fortschritte. Auf Twitter verbreitete das Unternehmen ein Foto, wonach in Palleja der erste spanische Standort eröffnet wurde. Zudem ist auch die Station in Nempitz nahe Leipzig nach ungewöhnlich langer Bauzeit live – wenn auch vorerst nur mit drei von sechs Säulen.

Mit den neuen Ladeparks hat Ionity kürzlich die Marke von 150 Standorten überschritten. Ziel ist es, bis Ende 2020 400 Standorte in Betrieb zu haben – das bedeutet nach derzeitigem Stand, dass jeden zweiten Tag ein neuer Ladepark ans Netz gehen muss. In Deutschland kommen bald weitere dazu: Die Bauarbeiten an den Raststätten Frankenhöhe Nord und Süd in Bayern sowie Auetal Nord und Süd in Niedersachsen haben kürzlich begonnen, zudem wird noch an 15 weiteren Autobahn-Raststätten in Deutschland gebaut.

Auf der IAA hatte Ionity zudem die ersten Säulen im eigenen Design vorgestellt, bisher entsprachen die Optik der Säulen und die Menüführung weitgehend der Ladesäule des Herstellers – also Tritium, ABB und in einigen Fällen von Porsche Engineering. Tritium ist jetzt der erste Hersteller, der die Säulen im Ionity-Design produziert. Später soll auch ABB die Ionity-Lader produzieren, damit das Mehr-Lieferanten-Prinzip erhalten bleibt. Und auch den ersten Standort gibt es bereits: Die ersten Ionity-Säulen im neuen Design in Deutschland stehen am Autohof Salzbergen.

Das neue Design ist das Ergebnis einer Nutzeranalyse von Designworks und soll das Ladeerlebnis komfortabler, sicherer und einfacher als bisher machen. Im Vergleich zu den aktuell von Ionity verwendeten Ladesäulen wurde auch die Kabelführung verändert. Das Ladekabel soll jetzt dank einer Zuführung von oben wesentlich freundlicher in der Handhabung sein – und nicht auf dem Boden schleifen. Für den Kunden soll das Laden auch wegen des neuen Bildschirms einfacher werden. Mit dem eigenen HMI-System soll die Menüführung intuitiver und vor allem einheitlich werden.

Die Ladesäulen im neuen Design spielen nicht nur beim Bau der restlichen Stationen der aktuell geplanten 400 Ladeparks in Europa eine Rolle, sondern auch in der Zeit nach 2020. Durch den Einstieg von Hyundai-Kia in den Kreis der Gesellschafter des Joint Ventures könnten sich die finanziellen Möglichkeiten für Pläne ab 2020 verändert haben – ob es dann um den Ausbau der bestehenden Ladeparks mit mehr Säulen, neue Locations oder gar HPC-Lader in Innenstädten geht.
current-news.co.uk, greenfleet.net, fourcourttrader.co.uk, twitter.com (Spanien)

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21.10.2019 13:58