28.10.2019 - 11:24

Umicore beliefert Samsung SDI mit Kathodenmaterial

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Umicore und Samsung SDI haben eine strategische Vereinbarung über die Lieferung von fast 80.000 Tonnen NMC-Kathodenmaterial ab dem Jahr 2020 unterzeichnet. Die Lieferung erfolgt von Umicore-Werken verschiedener Regionen, mehrheitlich zunächst aus Korea.

Wie der Material- und Recyclingkonzern aus Belgien mitteilt, ist der Großteil der vereinbarten Mengen für Automobil-Anwendungen, ein kleinerer Teil für Energiespeichersysteme vorgesehen. Das leuchtet ein: Samsung SDI verschafft sich im wachsenden Lithium-Ionen-Batteriemarkt Versorgungssicherheit und kann diese anschließend wiederum Abnehmern wie großen Autobauern gewähren. „Die im Liefervertrag festgelegte Volumenverpflichtung erlaubt wichtige Vorhersehbarkeit und Transparenz entlang der Lieferkette von Elektrofahrzeugen“, bekräftigt Umicore in einer begleitenden Pressemitteilung. Die Abkürzung NMC steht dabei für Kathodenmaterial aus Nickel, Mangan und Kobalt.

Erst vor einem Monat hatte Umicore mit LG Chem einen ähnlichen Deal über 125.000 Tonnen NMC-Kathodenmaterialien unter Dach und Fach gebracht. Auch dieser wird ab 2020 wirksam. Allerdings wird der Großteil der vereinbarten Liefermenge aus dem aktuell im Bau befindlichen Umicore-Werk in Polen kommen.

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Um selbst genügend Rohmaterial zur Verfügung zu haben, hat Umicore wiederum im Frühsommer dieses Jahres einen Vertrag mit Rohstoffhändler Glencore unterschrieben. Die langfristige Abmachung sieht vor, dass Glencore Kobalt aus der Demokratischen Republik Kongo weltweit an Raffinerien von Umicore liefert. Unklar ist allerdings der Umfang der Liefervereinbarung: Über die Preise und Volumina haben sich beide Unternehmen nicht geäußert.

Umicore ist unterdessen auch mit deutschen Autobauern im Geschäft. Gemeinsam mit Audi entwickeln die Belgier einen Kreislauf für das Recycling von Hochvolt-Batterien aus Elektroautos – die Materialien sollen dadurch immer wieder von neuem nutzbar sein. Bislang gehen die Unternehmen von einer Recyclingquote von 95 Prozent für Materialien wie Kobalt, Nickel und Kupfer aus. Auch mit BMW und Northvolt hat Umicore im vergangenen Jahr ein Konsortium zur gemeinsamen Entwicklung einer kompletten Wertschöpfungskette für E-Auto-Batteriezellen in Europa gegründet. Ziel des gemeinsamen Kraftakts ist es, die verschiedenen Kompetenzfelder von der Zellchemie und Entwicklung über die Produktion bis hin zum Recycling zu verbinden und so für einen Aufbau von Know-how zu sorgen, der für die Etablierung einer europäischen Zellfertigung essentiell sein könnte.

CEO Marc Grynberg sieht das Unternehmen auf einem guten Weg und die neue Vereinbarung mit Samsung SDI als „weiteren wichtigen Meilenstein in der konsequenten Umsetzung unserer langfristigen Wachstumsstrategie“. Die Abmachung unterstreiche zudem, dass eine nachhaltige Wertschöpfungskette für Batterien immer mehr Gestalt annehme: „Die wichtigsten Akteure der Branche setzen sich schon jetzt intensiv dafür ein, die wachsende Marktdurchdringung mit Elektrofahrzeugen weltweit zu unterstützen.“
umicore.de

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