24.07.2020 - 11:33

Aral plant über 100 HPC-Ladepunkte bis Mitte 2021

Der Mineralölkonzern Aral hat angekündigt, innerhalb der kommenden zwölf Monaten über 100 Schnellladepunkte an seinen deutschen Tankstellen aufbauen zu wollen. Auch danach soll der Ausbau weiter gehen – die langfristige Planung sehe „mehrere hundert Standorte“ vor.

Im Februar hatte Aral mit der Eröffnung des fünften Ladeparks sein Pilotprojekt für High Power Charging fertiggestellt. Diese Ladepunkte werden in Eigenregie betrieben, liefern reinen Ökostrom und verfügen über eine Ladeleistung von bis zu 350 kW. Bisher setzt Aral auf Ladesäulen, die jeweils einen CCS- und CHAdeMO-Anschluss bieten.

Genau das soll auch für die geplanten 100 neuen Ladepunkte gelten. Geplant sind Ladeparks an rund dreißig Aral-Tankstellen, die an Autobahnen, Bundesstraßen oder in Großstädten liegen. Sie sollen zwei Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten erhalten. „Wir möchten ein führender Anbieter von ultraschnellen Ladestationen sein und sind als Marktführer im deutschen Tankstellengeschäft eine ideale Anlaufstelle für das schnelle Laden unterwegs“, sagt Aral-Vorstand Patrick Wendeler.

Die ersten neuen Ladestationen sollen bereits in wenigen Wochen in Betrieb gehen, sie befinden sich in Wuppertal und im brandenburgischen Wollin. Die genaue Reihenfolge der Inbetriebnahme der weiteren Anlagen hänge unter anderem vom Netzausbau ab, so Aral. Langfristig sollen es mehrere hundert Standorte werden, „wenn sich dort ein wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell realisieren lässt“.

Die Ladesäulen werden in das „intercharge“-Ladenetz von Hubject eingebunden. So ist es auch möglich, die Aral-Säulen mit Ladekarten von Drittanbietern zu nutzen. Alternativ kann der Ladevorgang auch ohne Registrierung über eine mobile Bezahl-Webseite per Debitkarte, Kreditkarte oder Paypal abgerechnet werden. Flottenkunden können auch die „Aral Fuel & Charge Card“ nutzen.

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„Mit unseren fünf Pilotstationen konnten wir im letzten Jahr wertvolle Erfahrungen sammeln, die nun in unsere weitere Planung einfließen“, sagt Wendeler. Als Beispiele nennt der Aral-Vorstand eine verbesserte Verkehrsführung auf dem Tankstellengelände und „wo möglich“ die Ladeplätze zu überdachen.

Neben Aral setzen auch andere Mineralölkonzerne auf Schnelllader an ihren Tankstellen. Shell hatte im Mai 2019 in Kooperation mit EnBW den Bau von 50 Ladesäulen mit bis zu 175 kW angekündigt, im Februar 2020 kündigte das britisch-niederländische Unternehmen den Ausbau auf 100 Säulen an. Zudem kündigte der französische Total-Konzern Anfang Februar an, bis Ende 2022 in Westeuropa 1.000 Schnellladepunkte an 300 Standorten installieren zu wollen. Auf Deutschland entfallen laut aktueller Planung knapp 70 Standorte mit rund 200 Ladepunkten.
aral.de

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7 Kommentare zu “Aral plant über 100 HPC-Ladepunkte bis Mitte 2021

  1. Peter Weber

    Es geht voran. Eine tolle Sache.
    Wir nutzen gerne Tankstellen als Ladeort, da man dort einen Caffee und eine Kleinigkeit konsumieren kann. Viele Tankstellenshops sind prima als Warteort zu gebrauchen. Also eine super Synergie.
    Was ich mich jedoch immer wieder frage: “ Warum kann man nicht auch an der Kasse freischalten lassen/bezahlen?“
    Das war im Urlaub auch schon oft ein Drama, wenn man nicht die richtige Lade-Karte hatte und die in der Tanke mit den Achseln gezuckt haben.
    Es ist also noch Luft nach oben 😉

    • Martin

      Die Anbindung an die IT Systeme würde die Kosten hoch treiben, was schlussendlich der Verbraucher zahlt. Ist aber auch nicht notwendig, dass die Stationen alle derzeit im Markt befindlichen Mobilitätskarten unterstützen werden.

    • Hans Herbert

      Hier können die Tankstellen Geschichte schreiben, wir kommen weg von personalisierten Ladevorgängen. Das wäre dann ein Stück Normalität und Anonymität, die zu der viel-zitierten freien Gesellschaft ja dazugehören.

      Ich glaube auch, das könnte interessant werden und Tankstellen-Cafes zu den neuen Salons, in denen sich fortschrittliche Autofahrer treffen.

  2. DjNorad

    Super…
    es gibt 2291 Aral Tankstellen in DE und ganze 30 davon wollen die ausstatten in einem ganzen Jahr?

    Ganz schwache Nummer….

  3. Tom

    Ich empfinde die Überbetonung von „Ladepunkten“ in solchen Artikeln als störend. Wenn in der Überschrift prominent mit 100 Ladepunkten geworben wird, erweckt das beim unkundigen oder nur eiligen Leser den Eindruck Aral würde 100 Ladestandorte schaffen. Stattdessen sind es derer lediglich 30 in ganz Deutschland. Die „Ladeparks“ werden dann wohl bei zwei Ladepunkten pro Säule zwei Säulen nebeneinander sein?

    Aber wenn die Überschrift lauten würde Aral will binnen eines Jahres an 30 Standorten Ladesäulen errichten, gäbe es wahrscheinlich statt eines Klicks auf den Artikel lediglich ein Schulterzucken…

    • Peter Schwierz

      Danke für Ihren Hinweis. Da wir uns als Fachmedium aber eher an eine kundige Leserschaft richten, gehen wir mal davon aus, dass der Unterschied geläufig ist.

  4. Patrick Pfefferle

    Ich muss Tom leider recht geben. Ich fahre seit ein paar Monaten BEV, beschäftige mich aber seit zwei Jahren schon mit der E-Mobilität und lese seither auch alle möglichen Artikel darüber. Trotzdem kommt es vor, wie auch jetzt eben, dass ich „Ladepunkte“ in einer Überschrift als „Standorte“ lese und dann beim Lesen des Artikels so wie beschrieben reagiere.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/07/24/aral-plant-ueber-100-hpc-ladepunkte-bis-mitte-2021/
24.07.2020 11:17