18.10.2021 - 11:07

Ballard und Forsee entwickeln Brennstoffzellen-Batterie-Lösungen

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Der Brennstoffzellen-Spezialist Ballard Power Systems und der Batteriehersteller Forsee Power haben sich auf eine strategische Partnerschaft verständigt, um gemeinsam integrierte Brennstoffzellen-Batterie-Lösungen für schwere Mobilitätsanwendungen wie Busse, Lkw, Züge und Schiffe zu entwickeln.

++ Dieser Beitrag wurde aktualisiert. Sie finden die neuen Infos ganz unten. ++

Wie das kanadische Unternehmen Ballard mitteilt, wurde nun ein Memorandum of Understanding mit dem französischen Batteriehersteller unterzeichnet. In dieser Absichtserklärung halten die beiden Partner fest, gemeinsam „vollständig integrierte Brennstoffzellen- und Batterielösungen“ entwickeln zu wollen, „die hinsichtlich Leistung, Kosten und Installation für schwere Wasserstoffmobilitätsanwendungen optimiert sind“.

Die strategische Partnerschaft zur Entwicklung dieser Systeme soll gemäß der Ankündigung „der Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit“ sein. Auch Produktion, Marketing und Vertrieb der integrierten Brennstoffzellen-Batterie-Lösungen soll gemeinsam erfolgen. Für die Kunden des Duos sollen Leistungsdaten verbessert und die Kosten gesenkt werden. Außerdem sollen die „Reibungspunkte der Kunden“ reduziert werden, da die Antriebslösungen vorintegriert und elektrisch optimiert sind – diese Arbeit muss also nicht mehr beim Kunden erfolgen.

Wasserstoff-elektrische Fahrzeuge verfügen nicht nur über Wasserstoff-Tanks und eine Brennstoffzelle, sondern auch eine Batterie. Für einen optimalen und effizienten Betrieb solcher Fahrzeugen sei ein „zuverlässiges und intelligentes“ Energiemanagementsystem (EMS) – welches das Zusammenspiel des Brennstoffzellenmoduls im Fahrzeug mit der Pufferbatterie und dem E-Motor koordiniert – „von entscheidender Bedeutung“, so Ballard in der Mitteilung.

Für die geplante integrierte Lösung wird Ballard nach eigenen Angaben das Brennstoffzellensystem und die dazugehörigen Steuergeräte liefern. Forsee bringt das Batteriesystem und Batteriemanagement, das Kühlsystem und die Hochspannungs-DC/DC-Wandler in die Partnerschaft ein. Das wichtige EMS werden Ballard und Forsee dann gemeinsam entwickeln.

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Laut Ballard-CEO Randy MacEwan ist es das Ziel des Unternehmen, das Brennstoffzellen-Erlebnis für Kunden und Endverbraucher zu vereinfachen. „Heutzutage beschaffen OEM-Kunden die verschiedenen Teile des Brennstoffzellen- und Batterieantriebsstrangs normalerweise getrennt und müssen sie dann miteinander integrieren“, so MacEwan. „Indem wir unseren Kunden vorgefertigte und vollständig optimierte und integrierte Brennstoffzellen-Batterie-Lösungen anbieten, erwarten wir, Reibungspunkte bei der Implementierung zu verringern. Unsere spannende Partnerschaft mit Forsee Power ist ein wichtiger Schritt, um unser Ziel zu erreichen.“

Die Partnerschaft sieht auch eine finanzielle Beteiligung von Ballard an Forsee vor: Im Rahmen des geplanten Börsengangs von Forsee Power hat sich Ballard verpflichtet, als Cornerstone-Lead-Investor mitzuwirken. Eine genaue Summe wird nicht genannt, sie wird nur mit „bis zu 40 Millionen Euro“ angegeben. Die Investition wird es Ballard dann auch nach eigenen Angaben erlauben, ein Mitglied in den Verwaltungsrat von Forsee zu entsenden.

Bereits in der Vergangenheit gab es einige Kontaktpunkte zwischen den beiden Unternehmen: Für den nordirischen Bushersteller Wrightbus liefern etwa beide Partner ihre Speichersysteme: Forsee liefert bereits seit 2013 Akkus an Wrightbus für deren Batterie-elektrischen Busse, Ballard liefert die Brennstoffzellen für die Wasserstoff-Modelle.

Update 10.06.2022: Im Rahmen der oben erwähnten Partnerschaft hat nun Ballard Motive Solutions, eine britische Tochtergesellschaft von Ballard Power Systems, bei Forsee Power 20 Batteriesysteme bestellt. Diese sollen in Abfallsammelfahrzeugen mit Brennstoffzellen-Batterie-Antrieb verbaut werden.

Dabei soll es sich um das Pulse 2.5-System von Forsee handeln, das sich durch seine besonders flachen Module auszeichnet. Daher lasse es sich gut in das Fahrgestell neben dem Brennstoffzellenantrieb integrieren, so Ballard. Die Abfallsammelfahrzeuge sollen auf eine Reichweite von 160 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h kommen, wie es in der Mitteilung heißt.
ballard.com, businesswire.com (Update)

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