22.10.2021 - 13:37

Zweite Bauphase am Seed&Greet-Ladepark beginnt

Am Seed&Greet-Ladepark von Roland Schüren am Kreuz Hilden haben die Arbeiten für eine stattliche Erweiterung begonnen. In der zweiten Ausbaustufe sollen 20 weitere Tesla Supercharger, zwei neue Hypercharger von Fastned und weitere AC-Ladepunkte hinzu kommen.

Die erste Bauphase wurde im Oktober 2020 eröffnet. Damals gingen 20 Supercharger-Ladepunkte von Tesla (eine Mischung aus acht V2- und zwölf V3-Superchargern) in Betrieb und vier Hypercharger HYC300 von Fastned. Diese bieten insgesamt acht CCS-Ladepunkte mit bis zu 300 kW.

Wie Roland Schüren, der Initiator des Ladeparks, nun bei Twitter schreibt, sind am selben Tag bei Tesla und Fastned die Erweiterungsarbeiten angelaufen. Nach Abschluss der zweiten Bauphase wird der Ladepark dann 40 Tesla Supercharger und sechs Hypercharger mit 12 Ladepunkten von Fastned bieten – während bei Tesla dann die maximale Ausbaustufe erreicht ist, hat Fastned noch die Möglichkeit auf fünf weitere Ladesäulen. Auch die vom Seed&Greet selbst betriebenen AC-Ladeplätze werden ausgebaut: Künftig wird es zwölf Stellplätze mit 22 kW und 18 Plätze mit 7 kW geben – dazu kommen vier Schuko-Ladeplätze.

Gegenüber electrive.net gibt Schüren an, dass der Ausbau der Ladestationen in den kommenden Tagen oder spätestens Wochen abgeschlossen sein soll. Möglich wird das durch die Vorarbeiten: Sowohl in der Reihe von Fastned als auch bei Tesla wurden bereits in der ersten Bauphase die entsprechenden Leerrohre verlegt und die Fundamente für die Ladestationen gegossen. Bei der Erweiterung in westlicher Richtung – also die zweite Supercharger-Reihe und weitere AC-Plätze – mussten im Vorfeld noch andere Arbeiten abgewartet werden: Hier wurde hinter dem Gelände noch eine Pipeline verlegt, in den vergangenen Wochen wurden dann die Stellplätze gepflastert.

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Wenn der Ausbau abgeschlossen ist, werden auch die Tesla Supercharger über jeweils zwei Gespann-taugliche Ladepunkte verfügen, an denen Fahrzeuge mit Anhänger laden können. Aufgrund der Gegebenheiten ist das bei Fastned bereits von Anfang an der Fall. Die weiteren Fastned-Ladesäulen werden aber wie die restlichen Supercharger vor Kopf der Stellplätze aufgestellt.

Während die überdachten HPC-Ladeplätze von Tesla und Fastned bereits über große Photovoltaik-Anlagen verfügen, wurden im Zuge der Erweiterung weitere Solar-Paneele installiert. Diese sind nicht fest auf Dächern montiert, sondern auf Säulen und drehen sich im Tagesverlauf mit dem Sonnenstand mit. Diese leisten zusammen 25 kWp.

Mit den neuen Solar-Säulen erhöht sich die installierte Leistung von den 409 kWp der Dächer nur geringfügig. Die baurechtlichen Genehmigungen hätten hier keine größeren Paneele erlaubt, wie Schüren angibt. Die eigentlich an dieser Stelle geplanten Kleinwindkraftanlagen hatte Seed&Greet gar nicht beantragt, weil bereits im Vorfeld von zahlreichen Stellen zu viele Zweifel an deren Genehmigungsfähigkeit geäußert worden seien. Am Standort ist auch ein 2 MWh großer Stromspeicher des deutschen Anbieters Tesvolt installiert.

Im dritten Bauabschnitt sollen aber die zwei angekündigten Windkraftanlagen gebaut werden, wie Schüren bekräftigt. Diese befinden sich auf dem Dach des Bürogebäudes, das zwischen dem Ladepark und dem Kreisverkehr entstehen soll. „Hier sind wir in der Endphase der Planungen und werden Anfang November die Bauanträge einreichen“, sagt Schüren.
twitter.com

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9 Kommentare zu “Zweite Bauphase am Seed&Greet-Ladepark beginnt

  1. Djebasch

    SO sollte demnächst jeder Rastplatz aussehen !

    • Peter Ramrath

      Yessssss!!!!

  2. Schneider

    Woher kommt überhaupt die Energie. Da werden momentan bei einer Landung von 300kw der Verbrauch für 30 Wohneinheiten pro Monat, benötigt.

    • Reiter

      Von den 409kWp was gelesen? Dem 2MWh Speicher? Den zwei geplanten Kleinwindkraftanlagen? Den planungsrechtlichen Hürden nicht größere Panneele installieren zu dürfen?

    • Robert

      der Strom kommt aus der solaranlage und natürlich dem Stromnetz komisch das immer nach den Strom gefragt wird
      beim E-auto, besonders eben auch bei Hilden, besonders wenn man bedenkt das das Servercenter daß in der nähe ist rund fünfmal soviel Strom verbraucht wie der Gesamte Ladepark in Hilden da fragt komischerweise niemand nach dem Stromverbrauch

    • Torsten

      Der Ladepeak hat erstmal nichts mit der Lademenge zu tun. Rechnen bringt Klarheit: je WE ~ 3000 kWh/a also 250 kWh/Monat –> 30WE*250 kWh= 7500 kWh ein PKW hat ca. 40-75 kWh Batteriekapazität also müßten >100 PKW dort pro Tag dort von 0->100% laden um diese Menge insgesamt zu verbrauchen.
      (Jeder dieser PKW kann dann damit ca. 300-400km weit fahren)

      Davon abgesehen finde ich es positiv, wenn die Ladeparkbetreiber daran denken, vor Ort dezentral und regenerativ Strom zu erzeugen und zwischenzuspeichern 🙂

    • Sebastian

      Schneider

      Energie kommt aus der Steckdose, ist wirklich so. So ein Ladepark ist übrigens von der Energiemenge nun wirklich nichts besonders, im Vergleich zu Industriegebieten.

  3. Sebastian

    Mir unklar warum ständig dieses Hilden in den Medien so präsent ist. Im Vergleich zum Ladepark Zusmarshausen an der A8 zwischen Ulm und München schaut Hilden schon richtig langweilig aus. In Zusmarshausen sind neben den 12 Tesla SuCs annähernd 100 weiter DC im ersten Bauabschnitt vorhanden. Von der kompletten Bistro/WC/Restaurant etc. Infrastruktur mal abgesehen. Der Shop im Tankstellen Outfit tut sein übriges.

    Der Energie von Roland Schüren gebürt allerhöchsten Respekt, aber Ladepark mit so erdrückenden Holzbalken ist für mich eher abschreckend, zwei Toiletten sind völlig fehl am Platz und der „Shop“ in Hilden ist ein drittel so groß wie mein Geschäftsführer Büro. Sorry, musste mal raus.

    evtl. mal den Fokus bei der Bereichterstattung umfangreicher und abwechselnder gestalten.

  4. Jürgen Baumann

    Nach einem Besuch des Tagebaus Hambach und Garzweiler eine echte Wohltat hier zu laden. #stopburningstuff

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2021/10/22/zweite-bauphase-am-seedgreet-ladepark-beginnt/
22.10.2021 13:02