10.12.2021 - 10:56

Bochum baut Ladepark mit Fastned-Beteiligung

In Bochum entsteht ein Ladepark mit 36 Ladepunkten für Elektroautos und E-Bikes. Die Anlage soll nahe dem Bochumer Westkreuz an der A448 gebaut werden – mit zehn HPC-Ladepunkten von Fastned.

Am Standort Kohlenstraße sollen insgesamt 26 Kfz-Ladepunkte entstehen, wie Fastned mitteilt. Darunter sind fünf Alpitronic Hypercharger mit bis zu 300 kW, die von Fastned betrieben werden. Sie verfügen über CCS- und CHAdeMO-Anschlüsse, jede Säule kann wie bei den Hyperchargern üblich zwei Autos gleichzeitig laden. Dazu kommen noch 16 AC-Ladepunkte und zehn Ladestationen für E-Bikes.

Der „Ladepark West“ liegt fünf Autominuten von der Innenstadt entfernt und ist auch von den Autobahnen A43 und A44 aus gut zu erreichen. Somit sollen nicht nur Pendler und Fernreisende, sondern auch Anwohner den Ladepark nutzen. Die E-Bike-Ladestationen sind auch einfach erklärt: Der Ladepark liegt in der Nähe des Radschnellweg Ruhr (RS1) – und soll auch dieses Publikum mit dem gastronomischen Angebot, den Sanitäranlagen oder dem Spielplatz ansprechen.

„Mit dieser Ladestation untermauern wir unsere Vorreiterstellung im Bereich der Elektromobilität“, sagt Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. „Der Ausbau der Infrastruktur für Elektroautos ist ein wichtiger Baustein unserer Smart City Strategie. Deshalb freut es mich ganz besonders, dass diese Station in unserer Stadt realisiert wird.“

Zumindest die Schnelllader werden das Fastned-typische Dach erhalten, zudem werden die Ladestationen nach dem Durchfahrtskonzept aufgebaut: Sie sind nicht vor Kopf der Stellplätze installiert, sondern an der Seite. So wird das Laden je nach Position des Ladeports am Fahrzeug einfacher, aufwändiges Rangieren (auch mit Anhänger) soll entfallen. Für Fastned war aber offenbar das Gesamtpaket entscheidend, sich an dem Ladepark West zu beteiligen. „Die einsame Ladesäule auf dem dunklen Parkplatz ist für uns nicht zukunftsträchtig“, sagt Linda Boll, Head of Public Affairs bei Fastned Deutschland. „Schnellladen betrachten wir als ganzheitliches Konzept, es freut uns sehr, dass unser Bochumer Verpächter Herr Sudhoff diese Ansicht teilt.“

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Dem Grundstück-Eigentümer Hans H. Sudhoff schwebt dabei eine größere Anlage vor, wie sie auch an einigen Standorten in Deutschland realisiert wird. „Wir werden am Standort Gebäude errichten, in dem nicht nur Gastronomie einzieht, sondern auch Büros geplant sind“, sagt Sudhoff. Die ersten Mietverträge mit einer Rechtsanwalts- und Notarkanzlei sind bereits unterschrieben.

Die Gastronomie soll dabei über das übliche Tankstellen-Angebot hinausgehen. „Wir planen ein Angebot, dass nicht nur Frühstück und einen preislich attraktiven Mittagstisch, sondern auch eine hochwertige Abendgastronomie bietet“, sagt Christian Di Veronica, Betreiber des Restaurants.

Der Baubeginn am Bochumer Westkreuz ist für Januar 2022 geplant, die Ladesäulen sollen im Juli in Betrieb gehen. Bis Ende des Jahres 2022 soll die Gastronomie eröffnen, Anfang 2023 sollen die Büros bezugsfertig sein.

Nur eine Aussage wird selbst zum Baubeginn im Januar nicht mehr zutreffend sein: Es sei der „größte Ladepark im Ruhrgebiet“. Offiziell gehört auch noch Kamen zum östlichen Ruhrgebiet. Dort eröffnet EnBW in der kommenden Woche offiziell seinen Ladepark mit 52 HPC-Ladepunkten – der Probebetrieb läuft dort bereits.
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3 Kommentare zu “Bochum baut Ladepark mit Fastned-Beteiligung

  1. Thomas

    Streng genommen ist es auch nicht der größte Schnellladepark innerhalb Bochums:
    Im Bochumer Ruhrpark befinden sich 16 Tesla Supercharger v3 (bis 250 kW), ein Triple Charger bis 50 kW, sowie 20 AC Säulen im Parkhaus P6 und noch mindestens zwei weitere AC Säulen auf den Parkplätzen.

    Aber es ist definitiv erfreulich, dass es mehrere Ladeparks innerhalb einer Stadt gibt!

  2. Peter

    Konzept klingt gut, insbesondere mit der Verknüpfung mit Gastronomie. Und die AC-Lader für die Büroinsassen sind sicherlich auch passend. Bin gespannt, wie die Anwohner in diese Struktur integriert werden.

  3. Mike

    Also ich war vor kurzem da und außer einem Container mit einem großen Schild und ein einsamer Bagger war dort nichts zu sehen. Wenn dort irgendwas Mitte des Jahres in Betrieb gehen soll dann muß sich aber gesputet werden.

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10.12.2021 10:39