26.09.2022 - 09:26

GM will E-Antriebe in Getriebewerk in Toledo bauen

General Motors rüstet sein Getriebewerk in Toledo im US-Bundesstaat Ohio um – mit dem Ziel, vor Ort die zusätzliche Produktion von Elektroantrieben anzustoßen. Den Umbau lässt sich der US-amerikanische Autobauer nach eigenen Angaben 760 Millionen US-Dollar kosten.

Die in Toledo gefertigten Antriebseinheiten werden einer begleitenden Mitteilung zufolge in E-Fahrzeugen des Konzerns auf Basis der Ultium-Plattform zum Einsatz kommen – den Antriebsbaukasten namens Ultium Drive hatte GM bereits 2020 vorgestellt. In der aktuellen Mitteilung werden konkret die Elektro-Pickup-Modelle Chevrolet Silverado EV, GMC Sierra EV und GMC Hummer EV genannt. Im Werk gebaut werde Equpiment für Vorderrad-, Hinterrad- und Allradantriebe, so GM weiter.

Die Umbauarbeiten beginnen in diesen Tagen. „Unser Team in Toledo wird weiterhin eine Schlüsselrolle spielen, indem wir daran arbeiten, unsere derzeitige Dominanz bei Pickups und SUVs zu stärken, und gleichzeitig eine wichtige Rolle bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge zu spielen“, so Gerald Johnson, GM Executive Vice President of Global Manufacturing and Sustainability.

Das 1956 von GM erworbene Werk Toledo Propulsion Systems stellt derzeit die GM-Getriebe mit sechs, acht und zehn Gängen für Hinterradantrieb und neun Gängen für Vorderradantrieb her, die in einer Vielzahl von Chevrolet-, Buick-, GMC- und Cadillac-Produkten eingesetzt werden. Die Fabrik beschäftigt etwa 1.500 Mitarbeiter. Seit 2011 hat GM nach eigenen Angaben mehr als 1,9 Milliarden Dollar in Toledo investiert. Darin ist die nun geplante Investition bereits mitgerechnet.

Die Transformation erreicht bei GM immer mehr Werke: Erst Mitte des Monats hatte der US-Hersteller angekündigt, 491 Millionen Dollar in sein Marion Metal Center im US-Bundesstaat Indiana zu investieren, um die Produktion von Elektrofahrzeugen in GM-Montagewerken im ganzen Land zu versorgen. Die in Indiana hergestellten Stanzteile werden zunehmend auch in den Elektromodellen des Konzerns verbaut.

Daneben holt GM wie andere große Hersteller weltweit aktuell weite Teile der E-Auto- und Batterie-Wertschöpfung ins Haus. So gaben die Amerikaner dieser Tage eine Beteiligung am kanadischen Unternehmen Lithion Recycling bekannt. Der Batterie-Recycling-Anbieter will 2023 seine erste kommerzielle Anlage mit einer Jahreskapazität von 7.500 Tonnen eröffnen und plant weitere Anlagen in den USA, Europa und Südkorea.

Ultium Cells, das Batteriezellen-Joint-Venture von General Motors und LG Energy Solution, hat kürzlich mit der Produktion von Batteriezellen in seinem ersten von bisher vier geplanten Werken begonnen. Dort könnten die Vorprodukte aus Recycling-Materialien von Lithion potenziell eingesetzt werden.

Die bei Ultium Cells in Ohio gefertigten Batteriezellen kommen ebenso wie die oben genannten Antriebseinheiten in Elektrofahrzeugen von General Motors auf Basis der Ultium-Plattform zum Einsatz. Der Eröffnung dieses ersten Batteriezellen-Werks werden weitere folgen. Ultium Cells plant mit Standorten in Spring Hill in Tennessee und Lansing in Michigan. Die vierte Fabrik von Ultium Cells könnte wie berichtet in New Carlisle in Indiana entstehen.
news.gm.com

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