Plugsurfing und EWE Go erhöhen Tarife für Ladestrom

Zwei weitere Mobilitätsanbieter kündigen Preiserhöhungen für Ladestrom an: Plugsurfing hebt die deutschen Festpreise in seiner App für das DC-Laden zum 22. Dezember von 69 auf 74 Cent pro Kilowattstunde an, EWE Go ruft ab 1. Februar 2023 sieben Cent mehr pro Kilowattstunde auf.

Plugsurfing begründet den Aufschlag mit den steigenden Stromkosten für seine Ladesäulenbetreiber-Partner. In einer uns vorliegenden, sehr knappen E-Mail zur Benachrichtigung seiner Kunden teilt der Anbieter lediglich mit, dass die für Deutschland geltenden DC-Festpreise ab dem 22. Dezember von 69 auf 74 Cent pro Kilowattstunde steigen.

Letztmals hatte Plugsurfing die Festpreise zum 15. Januar 2021 erhöht – also vor knapp zwei Jahren. Seinerzeit stiegen die kWh-Preise an AC-Stationen von 45 auf 49 Cent und an DC-Säulen von 55 auf 69 Cent. An Ionity-Stationen wurden damals statt zuvor 86 Cent sogar 1,09 Euro pro kWh fällig. Zu den AC-Preisen und den Preisen bei Roaming-Partnern macht Plugsurfing in seiner knappen, aktuellen Mitteilung keine Angaben. Der wahrscheinlichste Grund: Sie ändern sich zum 22. Dezember 2022 offenbar nicht.

Der Oldenburger Anbieter EWE Go gewährt unterdessen mehr Vorlaufzeit und kündigt die Preiserhöhung für den 1. Februar 2023 an. Ab diesem Stichtag kostet das Laden an AC- und DC-Säulen 49 bzw. 59 Cent pro kWh. Das sind jeweils sieben Cent mehr pro Kilowattstunde als in der aktuellen Tarifstruktur.

Auch das Laden an Säulen von Roaming-Partnern von EWE Go wird zum 1. Februar teurer: An AC-Ladepunkten steigen die Tarife um zehn Cent auf 59 Cent und an DC-Ladepunkten um fünf Cent auf 64 Cent pro Kilowattstunde. Als Grund für die Preiserhöhung nennt auch EWE Go die gestiegenen Strompreise. Ilker Akkaya, Geschäftsführer der EWE Go GmbH, wird in einer begleitenden Pressemitteilung wie folgt zitiert: „Die Energiepreise befinden sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Da die Einkaufspreise für Ladestrom in der Vergangenheit kontinuierlich gestiegen sind, müssen wir – wie viele Wettbewerber auch – unsere Preise anpassen.“ Im Vergleich sei EWE Go aber immer noch günstiger als viele andere Anbieter.

In der Tat kennen die Preise an der Ladesäule aktuell nur eine Richtung – nach oben. Die EnBW verkündete kürzlich, am 17. Januar 2023 ein neues Tarifmodell für seinen Ladedienst einzuführen – mit im Schnitt 27 Prozent höheren Preisen. Auch der an das EnBW-Angebot gekoppelte Ladedienst ADAC eCharge wird teurer. Ende November stellte zudem Audi seinen neuen Ladedienst Audi Charging als Ersatz für den e-tron Charging Service vor – ebenfalls mit höheren Preisen als andere Ladedienste von VW-Marken. Obendrein legt Tesla einen Zickzackkurs hin. Nach einer Preisanhebung im September und einer Preissenkung Ende November sind an einigen Stationen die Preise wieder geklettert – zwar nur im einstelligen Cent-Bereich, aber immerhin.
Infos: Quelle per E-Mail, ewe-go.de

2 Kommentare

zu „Plugsurfing und EWE Go erhöhen Tarife für Ladestrom“
erFahrer
19.12.2022 um 09:02
Tja, Ölkonzerne (in so manchen Hintergrund) sind hier wohl recht aktiv. Man könnte diese Säulen, ähnlich den Notrufsäulen, nun auch Orange einfärben und zudem wieder mit Schuko nachrüsten. Zum Wintergrillen wäre der Preis ja ok. - es wäre stranded Investment würde es auf der anderen Seite nicht gute Gewinne erzielen (z.B. verbesserter Abverkauf von den letzten Verbrennern bei AUDI) Tja, wer neben dem Ladestrom dort nicht auch Erneuerbare investiert hat, ist in einer blöden Situation. Landwirte in D werden wohl die Ladelücke erfreut füllen. Ob hier BayWa r.e. seine Chancen sieht?
DieselFahrer
09.06.2023 um 20:01
Die Stromanbieter verdienen sich eine goldene Nase! Ein sehr großer Teil ist durch Deutschland und die EU subventioniert und bekommen zum Teil verbilligte Krediten! Deren Guthaben wächst von Minute zu Minute!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Lesen Sie auch